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Dahme-Spreewald Container statt Kohle mit Millioneninvestition
Lokales Dahme-Spreewald Container statt Kohle mit Millioneninvestition
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13:27 09.11.2016
Der Container-Umschlag soll das neue Hauptgeschäft des Königs-Wusterhausener Hafens werden. Quelle: dpa
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Königs Wusterhausen

Der Hafen Königs Wusterhauen soll nach den Vorstellungen von Geschäftsführer Reinhard Schuster zu einem Umschlagplatz für Container und Sattelauflieger werden. Außerdem ist ein Parkplatz für bis zu 47 Sattelzüge geplant. Das neue Geschäftsfeld soll den Kohle-Umschlag ersetzen, der voraussichtlich Mitte kommenden Jahres eingestellt wird.

Klingenberg-Schließung zwingt zum Handeln

Laut Schuster macht der Kohle-Umschlag für Berlin derzeit bis zu 65 Prozent der Hafenleistung aus. Die bevorstehende Schließung der Heizkraftwerks in Berlin-Rummelsburg, die zunächst für 2020 erwartet worden war, zwinge bereits jetzt zu Umstrukturierungen im Hafen, wie Schuster am Montagabend im Stadtentwicklungsausschuss der SVV sagte.

Hafen-Chef Reinhard Schuster. Quelle: Franziska Mohr

Er stellte die Pläne für die Zukunft vor. Im Nordhafen soll ein 10 000 Quadratmeter großer Umschlagplatz für bis zu 1500 Container entstehen. dafür sei bereits ein spezieller Kran angeschafft worden, der Lasten bis zu 45 Tonnen heben kann. Der Südhafen soll bis 2020 komplett umgestaltet werden für den Umschlag von so genanten Semitrailern, Sattelaufliegern, die von Zügen umgeschlagen werden. Dieser neue Container-Hafen soll auf 60 000 Quadratmetern errichtet werden.

Verhandlungen mit französischer Bahngesellschaft

Der Hafen verhandele derzeit mit einer Tochtergesellschaft der französischen Bahn, die genau so einen Umschlagplatz suche. Für das französische System gebe es den hierzulande noch nicht. „Das wäre einzigartig im Berliner Raum und in Deutschland“, sagte Schuster. Die Kosten bezifferte er auf 25 Millionen Euro. Für beide Container-Terminals hofft die Hafengesellschaft auf Fördermittel. Sie seien beantragt worden.

Ein drittes Projekt ist der Bau eines so genannten Sicherheitsparkplatzes für Lkw, der neben dem Nordhafen gebaut werden soll. Schuster sieht dafür künftig einen großen Bedarf. Der Parkplatz soll 47 Stellplätze sowie einen Sanitärtrakt für die Fahrer haben.

Ausschussmitglied: Folgen für die Stadt beachten

Stadtverordnete Priska Wollein (Wir für KW/UFL) sagte, es müsse geklärt werden, wie die Stadt mit dem aufkommenden Verkehr und den Folgen umgehe, zum Beispiel mit der Lärmbelästigung. Tobias Schröter (SPD) erkundigte sich zur Notwenigkeit des Parkplatzes. „Ich bin mir nicht sicher, ob wir die wertvollen Hafenflächen dafür nutzen sollten.“ Laut Schuster sei diese Fläche anders nicht nutzbar.

Der Ausschuss beschloss einstimmig die Offenlegung der Pläne zur Hafenerweiterung. Eine weiter Ausdehnung ist laut Schuster nicht mehr möglich.

Hintergrund

Im Heizkraftwerk Klingenberg in Berlin-Rummelsburg soll ab Mai 2017 keine Kohle mehr verbrannt werden, kündigte Betreiber Vattenfall an. Die Kohle-Anlage wird damit drei Jahre früher stillgelegt als geplant.

In Königs Wusterhauen wird seit mehr als 30 Jahren Braunkohle aus der Lausitz für Klingenberg umgeschlagen. In Spitzenzeiten sind es laut Hafengesellschaft 8000 Tonnen täglich.

Seit 1894 von Königs Wusterhausen aus Kohle transportiert.

Von Frank Pawlowski

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