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„Czernestorf“ ist ins Licht gerückt

Zuhause in Zernsdorf „Czernestorf“ ist ins Licht gerückt

Zernsdorf ist ein Ortsteil von Königs Wusterhausen. Erstmals erwähnt 1375 als „Czernestorf“ ist der Ort heute als Teil von Königs Wusterhausen bestens entwickelt und hat viel zu bieten: Grün, Wasser, eine Shoppingmeile, einen Bahnanschluss und ein Gewerbe- und Industriegebiet. Die Leute wohnen gerne hier, auch wenn es immer etwas zu verbessern gibt.

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Zernsdorfs Mitte ist Wohngebiet, Erholungsort, Shoppingmeile und leider auch Rennstrecke für ungeduldige Kraftfahrer.

Quelle: Andrea Müller

Zernsdorf. Bei jedem Windhauch lösen sich Blätter von den Bäumen, die dicht an dicht in der Zernsdorfer Dorfaue stehen. Da hilft auch der Besen nicht, der unermüdlich hin und her geschoben wird von der älteren Dame im magentaroten T-Shirt. Ein Laubsack steht bereit, in die sie das Laub stopft. Der muss später kostenpflichtig entsorgt werden. Die Frau findet das nicht richtig, geht es doch hier um Straßenbäume. „Früher wurden die Laubhaufen am Straßenrand von der Gemeinde abgeholt und entsorgt“, sagt sie. Heute fegten die vorbei rasenden LKW alles wieder auseinander, sobald jemand alles zusammen geharkt hat. Am Ende bliebe die Arbeit bei den Anliegern hängen.

Zernsdorf ist ein Ortsteil von Königs Wusterhausen. Erstmals taucht der Ortsname im 1375 aufgestellten Landbuch Karl des IV. damals noch als „Czernestorf“ auf. Die Bezeichnung kommt aus dem Slawischen und bedeutet so viel wie schwarzer oder dunkler Ort. Um 1500 lässt sich die Siedlung dem Besitz der Schenken von Landsberg zu Teupitz zuordnen und gehörte damals also zum Schenkenländchen. Der noch heute verwandte Name Zernsdorf wurde erstmals 1775 verwendet. Seit der Gebietsreform 2008 gehört das Dorf zur Stadt Königs Wusterhausen.

Nieder mit den Kriegsbrandstiftern

Nieder mit den Kriegsbrandstiftern! Es lebe der Frieden! – das mahnt der Gedenkstein in Zernsdorf Mitte.

Quelle: Andrea Müller

Am Denkmal für die Kriegsopfer stehen die Bänke verlassen da. Montagmorgen sind alle zu geschäftig, als hier ein Päuschen einzulegen. Dienstags ist hier wahrscheinlich am Nachmittag mehr los, wenn Ortsvorsteher Uwe Borck zwischen 15 und 18 Uhr seine Sprechstunde hat. Wer jetzt hier verschnaufen will, der geht gegenüber in die Fleischerei Penndorf. Luise Lubisch ist gerade mit ihrer kleinen Tochter Olivia hier. „Sie isst noch kein Fleisch“, erklärt sie Manuela Wasmund, die die junge Mutter am Tresen bedient. Die Verkäuferin hatte dem Mädchen ein Stück Wiener angeboten. Doch Olivia hält ihren kleinen Mund fest geschlossen.

Luise Lubisch mit ihrer Tochter Olivia beim Einkauf in der Fleischerei Penndorf in Zernsdorf

Luise Lubisch mit ihrer Tochter Olivia beim Einkauf in der Fleischerei Penndorf in Zernsdorf. Manuela Wasmund reicht der Kleinen ein Stück Wiener herüber.

Quelle: Andrea Müller

Ihre Mutter möchte sich bei den Penndorfs erkundigen, ob sie mit ihren Diensten zur geplanten Hochzeit am 11. August 2017 rechnen könne. Die Fleischerei bietet neben dem Tagesgeschäft im Zerndorfer Laden einen Party-Service mit passender Lokalität direkt am Wasser an. „Kann ich mir das einmal ansehen“, fragt die junge Frau, die mit ihrer Familie erst seit drei Monaten in Zernsdorf zu Hause ist. Klar kann sie. Die Fleischers-Frau nickt. Das wäre dann schon einmal erledigt. Nun hofft Luise Lubisch noch, gegenüber bei „Manus Mäusebande“ einen Platz für die Tagesbetreuung der kleinen Tochter zu bekommen.

Viele Wege führen zum Ziel

Viele Wege führen zum Ziel: Zernsdorf ist wegen seiner Lage zwischen Grün und Wasser bei Tagestouristen wie Urlaubern sehr beliebt.

Quelle: Andrea Müller

Zernsdorf ist heute ein modernes Wohn- und Arbeitsgebiet. Die meisten Einwohner leben in eigenen Häusern. Es gibt zahlreiche Einkaufsmöglichkeiten direkt am Dorfanger, aber auch ein paar Hundert Meter weiter auf dem Gelände des ehemaligen Schwellenwerkes. Zernsdorf verfügt darüber hinaus über ein voll erschlossenes Gewerbe- und Industriezentrum. Zudem gibt es einen Bahnanschluss.

Der Hofkeramiker Markus Motz hat eine neue Serie von Hofkeramik aufgelegt

Der Hofkeramiker Markus Motz hat eine neue Serie von Hofkeramik aufgelegt. Termine gibt es bei ihm aber meist nur nach Vereinbarung.

Quelle: Andrea Müller

Direkt hinter der „Mäusebande“ befindet sich die Werkstatt des Hofkeramikers Markus Motz. Verwunschene Figuren im Garten empfangen den Besucher. Auf dem Fenstersims der alten Stallung schaut neben Tassen und Kannen ein Hexengesicht freundlich in die Runde. Es gibt keine festen Öffnungszeiten, aber Besucher können sich immer bei Markus Motz telefonisch anmelden, um Werkstatt und Produkte in Augenschein zu nehmen. Einige Zeit war es still geworden um den „Hofkeramiker“, dessen Name sich nicht etwa auf das Schloss in Königs Wusterhausen bezieht, wo er regelmäßig einen Keramik-Markt veranstaltet, sondern auf den eigenen Hof mit Werkstatt. Aber nun entwirft und „dreht“ er wieder. Markus Motz hat gerade eine neue Serie entworfen. Die ersten Schalen kann er bereits Interessenten präsentieren.

Verwunschen, aber leider auch verfallen

Verwunschen, aber leider auch verfallen. Das Haus in der Dorfaue hat einen Charme, dem sich der Besucher nur schwer entziehen kann.

Quelle: Andrea Müller

Die Straße, die mitten durch den Ort führt, ist asphaltiert. Alle paar Minuten rauschen neben Pkw auch schwere Laster darüber hinweg. Nicht jeder Fahrer hält sich hier an die vorgeschriebene Geschwindigkeit. Allerdings ist die Lärmbelästigung auf den Kopfsteinpflaster noch schlimmer. Hier haben es auch Fußgänger schwer. „Zum Bahnhof hin ist es ein regelrechter Eiertanz“, meint eine ältere Frau, die ihren Namen nicht in der Zeitung lesen möchte. Sie würde lieber heute als morgen die ollen Steine gegen glatten Straßenbelag austauschen.

Jetzt im Herbst haben die Anlieger viel zu tun

Jetzt im Herbst haben die Anlieger viel zu tun. Sie müssen das Laub zusammen rechen. Ärgerlich ist, dass die Lkw die Haufen oft wieder auseinander pusten.

Quelle: Andrea Müller

Von Andrea Müller

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