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Dahme-Brücke in Bindow bekommt neues Pflaster
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Freigabe für Ende Juni geplant - einen Monat später als gedacht Dahme-Brücke in Bindow bekommt neues Pflaster

Die Bindower Dahme-Brücke ist derzeit ein heißes Pflaster - dort tragen Bauarbeiter Asphalt auf. Ende des Monats soll das Bauwerk fertig sein - einen Monat später als geplant. Das regt viele Bewohner auf.

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Die Brücke in Bindow steht unter Dampf

Quelle: Frank Pechhold

Bindow.  Der heiße Asphalt dampft auf der Bindower Dahme-Brücke. Gestern brachten Bauarbeiter die erste von drei Schichten auf. Ende Juni soll die zurzeit nur für Fußgänger und Radfahrer passierbare Überführung endlich auch für Autos und Linienbusse wieder befahrbar sein.
Davon geht Heidesee-Bürgermeister Siegbert Nimtz aus. „Momentan sieht es so aus, als ob die Bauarbeiter den Termin halten.“ Ob es bei der Termin-Zusage bleibt, hängt nicht von ihm, sondern vom Cottbuser Landesbetrieb Straßenwesen ab. Der Betrieb und nicht die Gemeinde ist für die Sanierung der denkmalgeschützten Brücke zuständig.
Eigentlich sollte das Bauwerk bereits Ende Mai für den kompletten Verkehr frei gegeben werden. Aber weil immer wieder neue Mängel an der maroden, 60 Jahre alten Brücke zum Vorschein kamen, verzögerten sich die Arbeiten erneut. Deshalb erhitzten sich die Gemüter vieler Bürger. Einige von ihnen werfen Bürgermeister Nimtz und Mitarbeitern seiner Verwaltung öffentlich oder hinter vorgehaltener Hand vor, sich nicht genug für den Fortgang der Bauarbeiten einzusetzen. „Dafür habe ich überhaupt kein Verständnis“, verweist Nimtz auf sein Engagement gegenüber den zuständigen Behörden in dieser Sache.
 Dieses Engagement nimmt ihm nicht jeder ab. „Wieso wird an so einem Knotenpunkt nicht rund um die Uhr gearbeitet?“, fragt eine empörte MAZ-Leserin. Schließlich müsse nicht nur sie wegen der gesperrten Bindower Brücke jeden Tag große Umwege fahren. Das gehe ins (Kilometer-)Geld. Hinzu kommt, dass vor kurzem auch die Brücke im Wolziger Nachbarort Kummersdorf abgerissen wurde. Nun ist vielen Heideseern auch der direkte Weg nach Storkow versperrt. „Eigentlich wollten wir diese zeitliche Überschneidung vermeiden“, so Baubetreuer Siegbert Kahl vom Landesbetrieb Straßenwesen Cottbus.
 Sowohl Baubetreuer Kahl als auch Bürgermeister Nimtz gehen davon aus, dass der von Ampeln geregelte Verkehr für Fahrzeuge bis 16 Tonnen Ende Juni wieder einspurig über die Brücke fließt. Vorher muss das Bauwerk noch einmal voll gesperrt werden. Und zwar am 21 . und 22. Juni. Dann wird die dritte Asphaltschicht für die Straßendecke aufgebracht. „Diese Schicht muss zwei Tage liegen bleiben, bevor man sie betreten kann. Andernfalls würde man darauf kleben bleiben“, so Nimtz. An beiden Tagen fährt der Linienbus von Bindow über Friedersdorf nach Königs Wusterhausen.
Auch wenn die Brücke Ende Juni wieder befahrbar sein sollte, gehen die 900 000 Euro teuren Sanierungsarbeiten weiter. Beispielsweise fehlt noch der Rostschutzanstrich für die Stahlkonstruktion.

Von Frank Pechhold

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