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Dahme-Spreewald Dahme-Seenland bei Touristen aus dem Ausland beliebt
Lokales Dahme-Spreewald Dahme-Seenland bei Touristen aus dem Ausland beliebt
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10:42 09.08.2018
Aktiv entspannen: Vielfältige Angebote locken immer mehr deutsche aber auch ausländische Touristen ins Dahme-Seenland. Quelle: Handelmann
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Dahmeland-Fläming

Touristen aus dem Ausland finden immer mehr Gefallen an der Urlaubsregion Dahme-Seenland. Das zeigen kürzlich veröffentlichte Zahlen des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg. „Fast ein Fünftel unserer Gäste kommt inzwischen aus dem Ausland“, bestätigt Juliane Frank, Geschäftsführerin des Tourismusverbands Dahme-Seenland. Seit 2012 steigt deren Anteil von Jahr zu Jahr. Laut Landesstatistikamt kamen 2017 etwa 19 Prozent der Gäste aus dem Ausland; 2012 waren es nur 15 Prozent. Landesweit liegt der Schnitt sogar nur bei knapp sieben Prozent.

Die Beliebtheit des Dahme-Seenlandes hat zwar vielfältige Gründe. Ausschlaggebend ist allerdings die Nähe zur Bundeshauptstadt. „Berlin ist direkt vor der Tür. Dort wohnen viele internationale Menschen“, sagt Geschäftsführerin Frank.

Auch Geschäftsreisende sind gut für die Zahlen: Wer beruflich nahe des Flughafens Schönefeld übernachtet gilt als Tourist. Quelle: Bernd Wüstneck/dpa

Auch der Flughafen Schönefeld spielt wegen der zahlreichen Geschäftstouristen eine wichtige Rolle. „Firmen, die sich rund um Berlin ansiedeln, sind ebenfalls ein Faktor“, erklärt sie, „wenn die Familien der ausländischen Fachkräfte, die hier arbeiten, zu Besuch kommen, schauen sie sich gern das Umland an.“ Auf diese Weise entstünde eine Art Schneeballeffekt: Wer gute Erfahrungen im Urlaubt macht, kommt nicht nur wieder, sondern steigert durchs Weitererzählen auch den Bekanntheitsgrad der Region.

Die meisten ausländischen Gäste kommen aus Polen

Besonders häufig kommen Polen ins Dahme-Seenland. Schon 2010 machten sie die Mehrheit der ausländischen Gäste aus. 2017 wurden fast 17.000 polnische Urlauber im Dahme-Seenland begrüßt – damit waren sie knapp doppelt so viele wie die zweitplatzierten Briten.

Als besonderer Magnet wirkt das Tropical Islands unweit der Grenze. „Polnische Gäste sind im Durchschnitt jünger als andere Touristen“, erklärt Juliane Frank, „sie interessieren sich vermehrt für aktive Themen.“ Für sie bietet die Region mit kurzer Anreise mehr als nur ein paar Schwimmrunden in der künstlich angelegten Tropenwelt. Auch Angebote wie Wassersport, Radtouren oder Draisinenfahrten sprechen diese Zielgruppe an, so Frank.

Touristenmagnet Tropical Islands: Die künstliche Urlaubswelt beschert der Region Dahme-Seen ganzjährig hohe Gästezahlen. Quelle: Patrick Pleul/dpa/lbn

Auf Platz 3 und 4 folgen nach den Briten die Dänen und Tschechen. Warum mehr oder weniger Gäste aus dem ein oder anderen Land kommen, können die Touristiker allerdings nicht immer genau nachvollziehen. Denn die einzelnen Urlaubsregionen in Brandenburg werben nicht für sich im Ausland. „Das macht das Tourismus-Marketing Brandenburg für uns“, erläutert Juliane Frank.

Die Landesorganisation stellt die Mark und ihre Urlaubs- und Ausflugsziele individuell für den jeweiligen Markt vor. Während aus Polen junge, aktive Menschen einreisen, sind beispielsweise Schweizer eher älter und an Kultur oder Zeitgeschichte interessiert. Die Briten wiederum werden als „Hipster“- Zielgruppe definiert, die vor allem wegen günstiger Flüge nach Berlin reisen und auf eine gute Anbindung der Ausflugsziele setzen.

Im Fläming sinkt die Zahl der Touristen

Im benachbarten Fläming machen die Niederländer den größten Teil der Gäste aus. Hervorragende Campingplätze, gut erreichbare Gärten und Schlösser, Radrouten und Wanderwege: Genau das suchen die holländischen Urlauber, die schon seit 2010 am häufigsten in den Fläming reisen.

Auch der Fläming ist vor allem wegen seiner sportlichen Möglichkeiten beliebt wie dem 100-Kilometer-Rundkurs der Fläming-Skate. Quelle: MAZ

Insgesamt stagniert die Zahl der Touristen aus dem Ausland dort jedoch. Seit 2015 ist ihr Anteil entgegen des landesweiten Trends zur Internationalisierung der Branche sogar zurückgegangen. Vor drei Jahren kamen noch mehr als 102.000 Gäste aus dem Ausland; 2017 nur noch 90.000. Der Tourismusverband Fläming bestätigt das. „Die ausländischen Gäste sind ein wichtiger, aber nur geringer Teil unserer Gesamtgästezahl“, erklärt Pressesprecherin Catharina Weisser, „sodass wir unseren Fokus auf das Inlandsmarketing legen.“

Mehrsprachige Angebote fehlen im Fläming

Gerade weil der Status Quo bezüglich Touristen aus dem Ausland zu wünschen übrig lässt, geht man das Problem im Fläming aktiv an. „Generell besteht unsererseits der Wunsch, noch mehr Reiseanlässe für die Besucher zu schaffen“, erklärt Weisser. Das sei aber nur in abgestimmter Zusammenarbeit mit den Protagonisten vor Ort möglich. Mehrsprachige Angebote seien in der Region stellenweise noch gar nicht vorhanden.

„Um auch ausländische Märkte noch gezielter anzusprechen, haben wir uns in den Dialog mit der Landesmarketinggesellschaft begeben“, erklärt Weisser. 2017 wurde bereits eine erste Maßnahme umgesetzt: Auf einem tschechischen Portal samt Suchmaschine wurde die Fläming-Skate gezielt beworben – mit Erfolg. In 2017 stieg die Zahl der Gäste aus der Tschechischen Republik im Gegensatz zum Vorjahr um 20 Prozent an.

Von Victoria Barnack

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