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Dahme-Spreewald Baubeginn für neue Rettungswache in Bindow
Lokales Dahme-Spreewald Baubeginn für neue Rettungswache in Bindow
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19:27 12.03.2019
Andreas Berger-Winkler, Stephan Loge, Siegbert Nimtz, Mathias Bärmann und Dirk Brochwitz (v. r.) beim Spatenstich. Quelle: Gerlinde Irmscher
Bindow

Mit einer kleinen Erdbewegung werde man gleich Großes bewegen. So begrüßte am Dienstagvormittag Landrat Stephan Loge (SPD) die Gäste, die zum symbolischen Spatenstich anlässlich des Baubeginns einer neuen Rettungswache an der Dorfstraße in Bindow gekommen waren.

Auf einem Areal von 1600 Quadratmetern entsteht ein eingeschossiges Gebäude auf einer Grundfläche von 390 Quadratmetern mit Funktionalräumen für Sanitäter und einer Stellfläche für einen aktiven Rettungstransportwagen sowie ein Reservefahrzeug. Die Fertigstellung ist zum Jahresende geplant, so dass im ersten Quartal 2020 die Ausstattung erfolgen und die Rettungswache im zweiten Quartal in Betrieb gehen kann. Dann wird es in Bindow einen 24-Stunden-Schichtbetrieb an sieben Tagen in der Woche geben. Das Personal für den durchgängigen Schichtbetrieb wird vom Regionalverband Südbrandenburg der Johanniter-Unfall-Hilfe bereitgestellt. Diese ist Leistungsträger des Landkreises für den Rettungsdienst.

So soll die Rettungswache in Bindow einmal aussehen. Quelle: Ingenieurbüro Bärmann + Partner GbR

Landkreis setzt auf Nachhaltigkeit

„Gemäß dem Ausspruch von Arthur Schopenhauer – ,Gesundheit ist nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts’ – dürfen und wollen wir am Rettungswesen nicht sparen“, sagte Stephan Loge. Rund 1,25 Millionen Euro investiert der Landkreis an diesem Standort und setzt auf Nachhaltigkeit. Für die Wärmeversorgung des Objektes wird Erdwärme genutzt, zur Stromversorgung gibt es eine Photovoltaikanlage, eine Dachbegrünung verbessert die Umgebungsluft und dämpft den Lärm. Für die Planung und Bauüberwachung zeichnet das Architektur- und Ingenieurbüro Bärmann und Partner aus Guben verantwortlich. Der Landrat bedankte sich für die gute Zusammenarbeit zwischen dem Ordnungsamt des Landkreises, dem Gebäude- und Immobilienmanagment sowie der Gemeinde Heidesee.

„Ich freue mich sehr, dass ich heute diesen Termin wahrnehmen kann, wissen wir doch alle, wie wichtig schnelle Hilfe ist. Danke an den Landkreis“, sagt Heidesees Bürgermeister Siegbert Nimtz (parteilos).

Neue Wachen entstehen in Bindow, Brand, Walddrehna und Burglehn

Zwischen März 2019 und Dezember 2020 sollen im Landkreis fünf Einzel-Rettungswachen sowie eine Rettungswache kombiniert mit einer Katastrophenschutzeinheit entstehen. Neu gebaut werden Rettungswachen neben Bindow an den Standorten Brand, Walddrehna und Burglehn. In Leibsch und Schulzendorf werden sogenannte Ersatzneubauten errichtet. Knapp zehn Millionen Euro betragen die Gesamtkosten, die der Landkreis komplett aus Eigenmitteln finanziert. In den Neubau einer für den Flughafenbetrieb gerüsteten Rettungswache fließen weitere drei Millionen Euro. Sie entsteht derzeit auf dem BER-Gelände in Schönefeld und soll im Mai ihren Betrieb aufnehmen.

Ein Gutachten legte nahe, zu den derzeit zehn bestehenden Rettungswachen zusätzlich sechs neue zu errichten, um den gesamten Landkreis innerhalb der gesetzlichen Hilfsfrist zu bedienen. Sie besagt, dass jeder an einer öffentlichen Straße gelegene Einsatzort in 95 Prozent aller Fälle innerhalb von 15 Minuten erreicht werden soll.

Von Gerlinde Irmscher

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