Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Dahme-Spreewald Landkreis sucht den „Besten Arbeitgeber“
Lokales Dahme-Spreewald Landkreis sucht den „Besten Arbeitgeber“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:51 13.03.2019
Thorsten Golm, Gerhard Janßen, Stephan Loge, Marion Schirmer, Matthias Kirbach (v. l.) beim Wettbewerbsstart. Quelle: Foto: Oliver Fischer
Dahme-Spreewald

Bei der Preisverleihung vor zwei Jahren baten die Laudatoren unter anderem die Zeuthener Reifenfirma Tauchmann auf die Bühne. Sie lobten das Unternehmen für die flachen Hierarchien, die Firma habe eine offene Unternehmenskultur, hieß es. Es gebe Team-Events, ältere Kollegen werden offenkundig wertgeschätzt. Das alles qualifizierte Reifen-Tauchmann für die Auszeichnung als „Bester Arbeitgeber“ im Landkreis Dahme-Spreewald, Kategorie Kleinunternehmen bis zu zehn Angestellte.

In diesem Jahr sucht der Landkreis nun eine neue Generation von Arbeitgebern wie Reifen-Tauchmann, es werden wieder die „Besten Arbeitgeber des LDS“ ausgelobt. Bis 31. Mai können sich Angestellte oder Firmenchefs bewerben. Die Wirtschaftsfördergesellschaft (WfG), die die Organisation übernommen hat, hat einen Flyer erstellt, in dem einige zentrale Kriterien abgefragt werden.

Unter anderem geht es um Tariftreue, um Personalstrategien, Arbeitsorganisation, um das allgemeine Betriebsklima, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie oder Unterstützung bei häuslicher Pflege. Eine Jury wird die teilnehmenden Betriebe besuchen und sich selbst ein Bild machen. „Dieser Aufwand ist auch für kleine Firmen gut zu leisten, trotzdem kommt am Ende ein qualifiziertes Urteil raus“, sagt WfG-Chef Gerhard Janßen.

Ziel ist nicht nur, dass sich der Landkreis mit besonders guten Arbeitgebern schmücken kann. Der Preis soll vor allem ein Beitrag zur Fachkräftesuche sein. Denn ein guter Ruf hilft Unternehmen im Wettbewerb um Arbeitskräfte. „Die Zukunftsfähigkeit der Region Dahme-Spreewald hängt in hohem Maße von attraktiven Arbeitsplätzen und der Bindung qualifizierter Fachkräfte ab“, sagt LDS-Landrat Stephan Loge (SPD).

Die Preise werden in vier Kategorien vergeben. Die Unternehmen werden nach Größe gestaffelt. Bewerben könne sich zwar jedes Unternehmen ab drei Angestellten. Ein Kleinunternehmen lassen sich aber nicht mit dem gleichen Maßstab wie ein Betrieb mit mehr als 1000 Beschäftigten messen, so WfG-Chef Janßen. „Das wäre Äpfel mit Birnen zu vergleichen.“

Vor zwei Jahren etwa setzte sich in der Kategorie der großen Unternehmen der Flughafen durch. Er hatte 2100 Angestellte, 1500 davon am Standort Schönefeld. Der Flughafen glänzte mit Sportangeboten, betriebliche Altersvorsorge, Gleitzeitkonten und Kantinenfahrzeuge. Das wäre für ein Kleinunternehmen wohl tatsächlich etwas viel verlangt.

Die Flyer können hier abgerufen werden.

Von Oliver Fischer

Der Landkreis Dahme-Spreewald lässt bis zum Dezember 2020 fünf neue Rettungswachen im Kreisgebiet errichten. Die Arbeiten für die erste Wache – sie entsteht im Heideseer Ortsteil Bindow – haben nun begonnen.

12.03.2019

Die Astrophysiker im Zeuthener Desy bekommen ein neues Gebäude. Es soll Unmengen kosmischer Daten beherbergen – und einen der exklusivsten Ausblicke des Landkreises bieten.

11.03.2019

Oberförster Tim Ness von der Landeswaldoberförsterei in Hammer freut sich über die erneute Zertifizierung für ökologisches Arbeiten. Er befürchtet aber eine erneute Dürre in diesem Jahr.

14.03.2019