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Dahme-Spreewald Minister besucht Landkreis: Zum Mittag gab’s Currywurst
Lokales Dahme-Spreewald Minister besucht Landkreis: Zum Mittag gab’s Currywurst
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01:15 28.02.2019
Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach und Mitarbeiterin Eva Scholz an der Currywurstbude in Königs Wusterhausen. Es gab Currywurst und Kartoffelsalat zum Mittag nach dem Besuch in der MAZ-Redaktion. Quelle: Frank Pawlowski
Königs Wusterhausen

Eine Currywurst mit Kartoffelsalat. Das ließ sich Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) bei der Kanalwurst-Bude am Nottekanal in Königs Wusterhausen schmecken. MAZ-Reporter hatten ihm den beliebten Imbiss bei einem Redaktionsbesuch empfohlen. Steinbach traf sich am Montag mit Unternehmern der Region, schaute bei der Gelegenheit bei der MAZ in Königs Wusterhausener vorbei. Auf dem Weg zum nächsten Termin blieb noch Zeit für eine kleine Mittagspause.

Es war Steinbachs erster Besuch in Dahme-Spreewald als neuer Wirtschaftsminister. Doch unbekannt ist die Gegend für ihn nicht. Als früherer Präsident der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg pflegte er enge Kontakte zur Technischen Hochschule Wildau. „Ich merke oft, dass Brandenburger Unternehmen die vielen Forschungsangebote im Land nicht kennen“, sagte er im MAZ-Gespräch.

Für Dahme-Spreewald und Teltow-Fläming gilt das seiner Ansicht nach nicht. „Die Region gehört zu den agilsten in Brandenburg, die selber Ideen produziert und nicht darauf wartet, dass sie von anderen kommen.“ Als Beispiele nannte er die TH Wildau sowie gemeinsame Projekte von Luftfahrtfirmen in LDS und TF. Die wirtschaftlichen Entwicklungschancen seien hervorragend. Die Region sei „extrem attraktiv“, sagte Steinbach. „Mir ist um diese Landkreise überhaupt nicht bange.“

Jörg Steinbach beim Gespräch in der MAZ-Lokalredaktion Königs Wusterhausen. Quelle: Gerlinde Irmscher

Zum Schönefelder BER-Flughafen sagte er, die geplante Eröffnung im Herbst 2020 sei zwingender denn je, damit Unternehmen verlässlich planen können. „Ich kann nur hoffen, dass die Eröffnung nicht noch einmal verschoben wird. Für Brandenburg ist es sehr wichtig, dass der BER in Gang kommt. Damit sind Riesenchancen verbunden.“ Für Wildau und Königs Wusterhausen kann sich Steinbach die Entwicklung zu einem Technologie- und Wissenschaftspark wie in Berlin Adlershof vorstellen.

Willkommenskultur für Fachkräfte

Zur Fachkräftegwinnung in LDS und TF wünscht sich der Minister eine stärkere Zusammenarbeit von Arbeitgebern und Kommunen. Vorbild ist für ihn die BTU Cottbus-Senftenberg, die mit der Stadt eine „vorbildliche Willkommenskultur etabliert“ habe. So gebe es Paten in der Stadtverwaltung, die neuen Uni-Beschäftigte bei der Suche nach Kitas und Schulen helfen. Das könne auch auf andere Fachkräfte übertragen werden. Außerdem könnten Kommunen für sie günstiges Bauland ausweisen, damit sie mit ihren Familien sesshaft werden.

Am Montagvormittag war Steinbach zu Gast bei der Firma Biomes in Wildau, die einen neuen Darmtest entwickelt hat. Er habe etliche Anregungen mitgenommen. So sollen unter anderem bestimmte Förderkriterien für junge Unternehmen überprüft werden. Er sprach außerdem mit Betriebsräten aus dem Einzelhandel. Hier sei es vor allem um den Erhalt von Arbeitsplätzen gegangen. Am Nachmittag standen ein Besuch bei der Niederlehmer Firma Gemtec sowie eine Gesprächsrunde mit Unternehmern aus Dahme-Spreewald auf dem Programm.

Bürgermeister meldet sich auf Facebook

Königs Wusterhausens Bürgermeister Swen Ennullat äußerte sich am Montag überrascht von dem Besuch des Ministers in der Stadt. Für den Bürgermeister sei trotz Nachfrage im Ministerbüro keine Zeit gewesen, schrieb er auf Facebook. Er freue sich aber jetzt um so mehr am Interesse an der Stadt. Eine Ministeriumssprecherin sagte dazu auf MAZ-Anfrage, bei den Nachmittagsterminen in Königs Wusterhausen sei Steinbach selbst nur Gast gewesen. SPD-Landtagsabgeordnete Tina Fischer habe dazu eingeladen.

Von Frank Pawlowski

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