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Dahme-Spreewald Feuerwehrleute werden zu Chemie-Unfällen beraten
Lokales Dahme-Spreewald Feuerwehrleute werden zu Chemie-Unfällen beraten
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05:28 14.03.2019
Amtsbrandmeister Michael Fischer (l.) empfing Alexander Trenn zu einem Vortag in Halbe. Quelle: Aireye
Halbe

Bei Chemie-Unfällen muss die Feuerwehr genau wissen, was zu tun ist. Michael Fischer, Amtsbrandmeister aus dem Schenkenländchen, hatte deshalb Feuerwehrleute aus dem gesamten Amtsbereich zu einem Ausbildungstag nach Halbe eingeladen, um über das Thema „Gefährliche Stoffe“ zu sprechen.

Berater in Gefahren

Zu Gast war Alexander Trenn, Fachberater Gefahrenlagen beim Landesfeuerwehrverband Brandenburg und Feuerwehrmann aus der Uckermark. Trenn, Diplomingenieur für Chemie, informierte über Grundlagen der Gefahrenabwehr und veranschaulichte seinen Vortrag mit Experimenten, um beispielsweise mögliche Verbindungen chemischer Elemente zu verdeutlichen. Von denen gäbe es derzeit 118, die in unterschiedlichen Zusammensetzungen ungefährliche, aber auch todbringende Substanzen bilden könnten, so Trenn in seinem Vortrag. Komme er zum Einsatz, sei es wichtig für ihn, nicht als Schulmeister aufzutreten. Wichtig für ihn sei es immer klarzustellen, dass er bei Einsätzen nur berate, sich aber niemals einmische. Letzten Endes trage immer der Einsatzleiter das Heft des Handelns.

Vieles aus der Ferne

Die meisten Fälle konnte Alexander Trenn aus der Ferne begleiten. „Manchmal aber ist die Lage so komplex, auch schwierig. Da muss ich mich dann doch auf den Weg machen, um vor Ort zu sichten, zu messen, Unterlagen einsehen, um dann mögliche Lösungen gemeinsam mit der Einsatzleitung zu finden“, sagte er.

Trenn erzählte, dass die Polizei zum Beispiel bei Lkw-Kontrollen immer häufiger feststellt, dass Ladungen nicht korrekt klassifiziert wurden. Beobachter des Schwerlastverkehrs äußerten sogar die Sorge, dass möglicher Weise sogar Ladungen mit höchster Gefahr über die Autobahnen rollen würden.

Kennzeichen sind wichtig

Wichtig sei es für Trenn, dass Unfälle mit sichtbaren Kennzeichen, den sogenannten „orangen Warntafeln“, so auch gemeldet werden. Nach Möglichkeit sollte dabei auch die sichtbare Kennung – eine Ziffernfolge – angezeigt werden. Anhand dieser Nummer würde die zuständige Leitstelle von Feuerwehr und Rettungsdienst bereits sehr frühzeitig in die Lage versetzt, einerseits die richtigen Einsatzmittel und Einsatzkräfte zu alarmieren. Andererseits sei dadurch auch sichergestellt, dass bereits auf der Anfahrt mögliche Gegenmaßnahmen organisiert werden. „Dabei ist es auch möglich, dass durch den Einsatz ergänzender chemischer Elemente eine Gefahr verträglich reduziert wird“, so Trenn weiter. Besonders schwierig sei es, wenn die Feuerwehr auf chemische Verbindungen trifft, dessen Zusammensetzung unklar ist. Da lobte Trenn die spezialisierten Gefahrstoffeinheiten, die über das Land verteilt aus verschiedenen immer örtlich angesiedelten Einsatzkräften gebildet werden.

Wichtiger Besuch

Für Amtsbrandmeister Michael Fischer war der Besuch von Alexander Trenn ganz wichtig. „Uns geht es darum, auf alle Eventualitäten eingestellt zu sein, aber niemals unsere Freiwilligen in unbekannte Gefahren zu entsenden. Wenn guter Rat teuer ist, nutzen wir gerne das Angebot des Fachberaters“, sagte der Amtsbrandmeister.

Von MAZonline

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