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Dahme-Spreewald Landrat wird bei Firmenbesuch geerdet
Lokales Dahme-Spreewald Landrat wird bei Firmenbesuch geerdet
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18:57 27.02.2019
Bereichsleiter Holger Milkereit zeigt den Besuchern am Live-Bildschirm, wie in den Geräten darunter gerade die Leiterplatten bestückt werden. Quelle: Frank Pawlowski
Mittenwalde

Wer in die Produktionshallen von Kieback & Peter in Mittenwalde will, wird erst einmal geerdet. Mit einer kleinen Schnalle am Fuß treten Besucher vor ein Gerät und drücken einen Knopf. Nur wenn das Lämpchen grün leuchtet, dürfen sie weiter gehen. Anschnallen mussten sich auch Landrat Stephan Loge (SPD) und seine Begleiter vor ihrem Rundgang am Mittwoch. Es war der Auftakt seiner Firmenbesuche in Dahme-Spreewald in diesem Jahr.

Vor dem Blick in die Produktion stellte Bereichsleiter Holger Milkereit das 1927 gegründete Familienunternehmen kurz vor, das seit 1996 in Mittenwalde ansässig ist. Kieback & Peter stellt Regelungstechnik für Gebäude her, baut sie ein und wartet sie. Die Software wird ebenfalls selbst entwickelt. Mit den Produkten werden Klimaanlagen, Heizungen, Lüftungen, Licht oder Brandschutzanlagen vernetzt und gesteuert. Der Berliner Reichstag und der Aufzug im Pariser Eiffelturm sind zwei prominente Projekte des Unternehmens. Kieback & Partner sieht sich weltweit führend in dem Bereich. „Wir stehen für einfache und smarte Lösungen“, sagte Milkereit.

Vor dem Rundgang wird dem Landrat die Erdungsschnalle angelegt. Quelle: Frank Pawlowski

Die werden in Zukunft vor allem aus Mittenwalde kommen. Kieback&Peter will dort die Produktion und Entwicklung konzentrieren und plant Investitionen. Auch ein Schulungszentrum soll eingerichtet werden. Standorte in Berlin und Strausberg werden aufgegeben. In Trier verbleibt noch ein zweiter Produktionsstandort für die mechanische Fertigung.

Landrat Stephan Loge horchte besonders auf, als Milkereit über die Arbeitsbedingungen sprach. Löhne nach dem Westtarif der Metallbranche werden gezahlt. Es gibt flexible Arbeitszeiten, Fortbildungsprogramme, Prämien für langjährige Mitarbeiter und vieles mehr. „Ich bin begeistert, wie sie sich um ihre Arbeitnehmer kümmern“, sagte Loge. Mittenwaldes Bürgermeisterin Maja Buße (CDU) bedankte sich bei der Gelegenheit für die Unterstützung für den Spielmannszug. Er konnte auf dem Firmengelände für die Weltmeisterschaften trainieren. Das Unternehmen unterstützt zudem seit vielen Jahren die Mittenwalder Feuerwehr.

Holger Milkereit zeit Stephan Loge und Mittenwaldes Bürgermeisterin Maja Buße eine Leiterplatte, die gerade mit Bauteilen bestückt wurde. Quelle: Frank Pawlowski

Als Problem sprach Milkereit die schlechten Internetverbindungen an. Das Unternehmen ließ gerade selbst eine Leitung nach Königs Wusterhausen für schnellere Übertragungsraten verlegen. Der große Breitbandausbau in Dahme-Spreewald kommt für die Mittenwalder zu spät. In diesem Jahr soll damit begonnen werden, wie Chef-Wirtschaftsförderer Gerhard Janßen in der Runde sagte. Außerdem bat Milkereit, die stillgelegte Bahnstrecke nach Mittenwalde unbedingt zu erhalten. „Sie könnte in einigen Jahren noch einmal wichtig werden“, sagte er. Loge sicherte das zu. „Wir arbeiten daran, dass man nach Mittenwalde wieder mit der Eisenbahn kommt“, sagte er.

Beim Rundgang durch die Produktion fiel vor allem die Ruhe auf. In der großen, hellen Halle war nur ein leises Surren im Hintergrund zu hören, obwohl überall gearbeitet wurde. Holger Milkereit musste gar nicht laut werden, damit ihn alle verstehen. Er führte die Besucher ins Herzstück der Elektronikfertigung. Dort werden Leiterplatten bestückt, 34 000 Bauteile landen pro Stunde auf ihnen. Dank der Erdungschnallen an den Füßen der Gäste kam es nicht zum Stillstand.

Von Frank Pawlowski

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