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Dahme-Spreewald Ferienjobs bringen mehr als nur Taschengeld
Lokales Dahme-Spreewald Ferienjobs bringen mehr als nur Taschengeld
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00:18 20.06.2018
Ferienzeit bedeutet nicht immer nur Freizeit – Ferienjobs sind eine gute Möglichkeit für Schüler, mal in die Berufswelt zu schnuppern. Quelle: dpa
Dahmeland-Fläming

Die Sommerferien rücken immer näher (Beginn am 5. Juli) und viele Schüler freuen sich auf die freie Zeit. Die Schulpause nutzen einige aber auch, um sich etwas Geld zu verdienen.

In der Region Dahmeland-Fläming gibt es kein offizielles Ferienjob-Portal im Internet, über das alle Schüler sich eine Stelle suchen könnten. „Ferienjobs sind in den meisten Fällen nicht sozialversicherungspflichtig, deshalb regeln viele Arbeitgeber solche Angelegenheiten eher privat“, sagt Sebastian Protz, Teamleiter Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit in Königs Wusterhausen. Meistens würden Kontakte der Eltern oder von Bekannten bei der Jobsuche helfen. Schüler, die auf der Suche nach Arbeit sind, sollten auch in die Schaufenster von Läden gucken und nach Aushängen Ausschau halten.

Anfrage beim Betrieb

Eine sogenannte kurzfristige Beschäftigung während der Ferienzeit bietet sich vor allem für ältere Schüler ab 16 Jahren an, die ein wenig Berufserfahrung sammeln möchten oder ihren Geldbeutel auffüllen wollen. Laut Protz sei es für Jugendliche heutzutage leicht, einen Ferienjob zu bekommen. „Schüler, die Lust haben, sollten einfach direkt bei einem Betrieb anfragen“, sagt er.

Regeln für den Ferienjob

Das Jugendarbeitsschutzgesetz regelt, wer welche Art von Ferienjob ausüben darf. Grundsätzlich müssen Schüler für jede Arbeitstelle mindestens 13 Jahre alt sein. Ab 15 Jahren dürfen sie acht Stunden täglich arbeiten, vorher nur zwei.

Die Arbeitszeit muss zwischen 6 und 20 Uhr liegen, Ausnahmen sind erst ab dem 16. Lebensjahr erlaubt und auch nur in bestimmten Gewerben, beispielsweise in der Gastronomie.

Länger als vier Wochen am Stück darf kein Ferienjob dauern. Es darf außerdem keine körperlich besonders schwere oder gar gesundheitsschädliche Arbeit verrichtet werden.

Für Schüler, die noch nicht volljährig sind, gilt der Mindestlohn nicht. In den meisten Fällen ist eine schriftliche Einwilligung der Eltern erforderlich, bevor ein Jugendlicher einen Job antreten kann.

Jugendliche könnten durch Ferienjobs sehr gut in die Berufswelt hineinschnuppern, die auf die Nachwuchskräfte wartet, sagt Isabel Wolling, Sprecherin der Arbeitsagentur Potsdam, die auch für den Landkreis Teltow-Fläming zuständig ist. „Man kann sich austesten und hat quasi eine Berufsorientierung ,zum Anfassen’“, erklärt Wolling.

Angebot ist nicht geschrumpft

Im Kreis Teltow-Fläming sei das Angebot an Jobs für Schüler in den Sommerferien in den vergangenen Jahren nicht kleiner geworden. Die Agentur für Arbeit könne laut Wolling bei Bedarf auch im direkten Gespräch über Ferienjobs beraten. Eine Statistik, wie viele Schüler tatsächlich Ferienjobs ausüben, oder wie viele Unternehmen Arbeit anbieten, kann die Agentur für Arbeit allerdings nicht präsentieren.

Karin Blank, Ausbildungskoordinatorin für den Landkreis Dahme-Spreewald bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) Cottbus kennt die Seite der Arbeitgeber. Genaue Zahlen, wie häufig Schüler einen Ferienjob machen würden, gebe es aber auch von Seiten der Arbeitgeber nicht. „Es ist schwierig, die Nachfrage zu überprüfen, weil es keinen Marktplatz dafür gibt“, erläutert sie. In der Regel sei das Interesse der Unternehmen, Ferienjobber einzustellen, in den vergangenen Jahren aber gestiegen. „Das hängt mit der Arbeitsmarktlage in der Region zusammen“, sagt Blank.

Weniger Nachfragen

Laut Blank würden die Unternehmen allerdings melden, dass nicht all zu viele Schüler nach Jobs anfragten. Vor etwa 15 Jahren sei das noch anders gewesen. „Früher gab es noch mehr händisch auszuführende Arbeiten, das ist eigentlich nur noch im Handel zu finden“, erklärt Blank. Wo früher auch in produzierenden Firmen Hand angelegt werden konnte, können inzwischen nur noch ausgebildete Kräfte mitarbeiten. Wichtig sei laut IHK vor allem, dass die Arbeitgeber die Vorschriften zum Arbeitsschutz berücksichtigten (Siehe Infobox).

Außerdem müssen auch bei kurzfristig Beschäftigten die gängigen Regeln eingehalten werden. Das heißt, dass jeder Ferienjob vom Arbeitgeber bei der Minijobzentrale der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See an- und abgemeldet werden muss.

Jobs als Komparsen

Wenn Eltern oder Schüler Fragen zu Ferienjobs haben, können sie sich auch an das Jugendamt wenden. Ralph Müller, Sozialarbeiter aus dem Jugendamt der Kreisverwaltung Teltow-Fläming berichtet von besonderen Fällen: „Immer wieder kommen Eltern zu uns, deren Kinder bei Filmaufnahmen etwa für Werbezwecke oder Serien als Komparsen gebraucht werden. Da schauen wir natürlich, ob aus Sicht des Jugendamtes zugestimmt werden kann“, sagt er. Dass Eltern Fragen oder Bedenken wegen Ferienjobs hätten, käme eher seltener vor, erzählt Müller.

Von Jonas Nayda

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