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Dahme-Spreewald RVS will sich besser um ihre Busfahrer kümmern
Lokales Dahme-Spreewald RVS will sich besser um ihre Busfahrer kümmern
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18:25 13.02.2019
Siegfried Richter und Lutz Strohschein von der RVS sowie Christian Jank vom Landkreis Dahme-Spreewald (v.l.) auf dem Hof des Hauptsitzes des Busunternehmens in Luckau. Quelle: Frank Pawlowski
Königs Wusterhausen

Wenn der Bus einmal nicht kommt, hat sich der Busfahrer wahrscheinlich kurzfristig krank gemeldet. Bei der Regionalen Verkehrsgesellschaft RVS ist der Krankenstand überdurchschnittlich hoch, wie Geschäftsführer Siegfried Richter jetzt eingestand. Fahrtausfälle sind die unangenehme Folgen für die Kunden.

Bei der RVS liegt die Krankenquote bei zehn Prozent. Bei 150 Busfahrern ist das eine stattliche Zahl. Die Ausfälle können nicht kompensiert werden. Normaler ist laut Richter ein Krankenstand um die sieben Prozent. Mit verschiedenen Maßnahmen will sich der neue Chef, der seit gut einem Jahr im Amt ist, nun besser um seine Busfahrer kümmern.

Besonders viel erhofft er sich von der neuen Prämie, die gerade eingeführt wurde. Sie belohnt die Anwesenheit der Busfahrer. Wer sich im Quartal höchstens zwei Tage krank meldet, bekommt 100 Euro als Belohnung. Niemand soll sich deshalb zur Arbeit schleppen, betont Richter. „Nur wer sich gut fühlt, darf fahren“, sagte er. Das sei nicht vergleichbar mit einer Tätigkeit im Büro.

Weiterhin kündigte Richter eine Gesundheitsförderung der Mitarbeiter an. So will die RVS ihnen Zuschüsse zahlen, wenn sie Kurse im Gesundheitssport belegen. Außerdem sollen Fortbildungen unterstützt werden. Von den laufenden Tarifverhandlungen erhofft er sich Verbesserungen bei der Entlohnung. Bei der RVS beträgt das Einstiegsgehalt für Busfahrer 2100 Euro brutto. Mit Zulagen für Wochenend- und Feiertagsdienste oder Spätschichten wird das noch etwas mehr. Aber mit dem aktuellen landesweiten Tarif ist Brandenburg eines der Schlusslichter in Deutschland.

Das dürfte auch ein Grund für die schwierige Suche nach Fachkräften sein. In Berlin können Busfahrer mehr verdienen. Laut Siegfried Richter findet die RVS derzeit kaum geeignete Bewerber. Dabei kann sie Verstärkung gut gebrauchen. Zur Umsetzung des Nahverkehrsplanes für Dahme-Spreewald, den der Kreistag beschlossen hat, müssten 20 zusätzliche Busfahrer eingestellt werden, schätzt RVS-Sprecher Lutz Strohschein.

Busdepot im RVS-Hauptsitz in Luckau. Quelle: Frank Pawlowski

Anders seien Verbesserungen wie mehr Busse und kürzere Taktzeiten auf Linien nicht zu erreichen. Derzeit laufen bei der RVS die Planungen für die Neuordnung von Linien zwischen Königs Wusterhausen und Mittenwalde. Ein Ringverkehr über Ragow ist im Gespräch, ebenso eine Busverbindung von Mittenwalde zum Südring-Center Rangsdorf im Nachbarkreis Teltow-Fläming. Die Änderungen sollen aber erst mit dem Fahrplanwechsel im Dezember in Kraft treten. „Mittenwalde ist eine stark wachsende Region. Der Bedarf ist da für Veränderungen und Verbesserungen“, sagte Christian Jank. Er ist beim Landkreis zuständig für den öffentlichen Nahverkehr. Die RVS ist ein kommunales Unternehmen des Landkreises.

Bei der Fachkräftegewinnung will die RVS ihre Bemühungen verstärken. „Wir wollen aktiver um Quereinsteiger als Busfahrer werben“, sagte Richter. So werde unter anderem die Ausbildung zum Berufskraftfahrer finanziert. Sie endet mit einer IHK-Prüfung. Die Kosten von mehreren tausend Euro müssten Bewerber sonst selbst tragen. Laut Richter ist das ein weitere Hürde beim Berufseinstieg als Busfahrer. Ebenfalls erwägt die RVS, Flüchtlinge zu Busfahrern auszubilden. Voraussetzung sei aber, das die Anwärter seht gut Deutsch sprechen.

Von Frank Pawlowski

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