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Dahme-Spreewald BER-Dialogforum: Vorsitzender tritt zurück
Lokales Dahme-Spreewald BER-Dialogforum: Vorsitzender tritt zurück
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16:20 27.11.2018
Willem Trommels (3.v.l.) gibt den Vorsitz im BER-Dialogforum ab. Sein Stellvertreter Andreas Igel (l., SPD) wird die kommissarische Leitung übernehmen, bis ein Nachfolger gefunden ist. Quelle: Andreas Kämper
Königs Wusterhausen

Für das BER-Dialogforum in Schönefeld wird ein neuer Vorsitzender gesucht. Amtsinhaber Willem Trommels, 69, tritt zurück. Das bestätigte das Dialogforum am Dienstag auf MAZ-Nachfrage. Der Holländer war erst im Februar zum Vorsitzenden gewählt worden.

Von Holland aus nicht mehr zu schaffen

Die Amtszeit beträgt fünf Jahre. Doch Trommels sei die Arbeitsbelastung zu groß geworden, wie es offiziell heißt. „Das war von Holland aus nicht mehr zu schaffen“, sagte Dorothea Götze von der Geschäftsstelle des Dialogforums. Der promovierte Stadtplaner Trommels war eine Idealbesetzung. Er hatte sich als Chef der Flughafenentwicklungsgesellschaft am holländischen Hauptstadt-Flughafen Schiphol in Amsterdam einen Namen gemacht, gilt als international gefragter Flughafen-Entwickler.

Potsdams Ex-Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) soll neuer Vorsitzender des Dialogforums werden, doch die Kandidatur ist umstritten. Quelle: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

2005 wurde er schon einmal für das Schönefelder Flughafen-Projekt engagiert. Er sollte sich unter anderen die Firmenansiedlungen im Umfeld und die Flächenvermarktung kümmern. Damals schmiss er nach wenigen Monaten hin, weil ihm das politische Hickhack um den BER zu viel wurde. Gut möglich, dass die aktuellen BER-Querelen ihn wieder abschreckten. Beim Dialogforum bedauert man seinen Abschied sehr. „Er hat in den wenigen Monaten viel bewegt. Es ist was in Schwung gekommen. Wir hatten viele Termine mit Unternehmen“, sagt Dorothea Götze. Sie hofft, dass er dem Dialogforum wenigstens beratend weiter zur Seite steht.

Jakobs stellt sich am 10. Dezember vor

In einer nicht öffentlichen Sitzung des Dialogforums am 10. Dezember in Schönefeld werde Trommels den Vorsitz abgeben. Sein Stellvertreter Andreas Igel (SPD), Bürgermeister von Ludwigsfelde, wird die Aufgaben bis zur Wahl eines neuen Vorsitzenden übernehmen. Trommels hat Potsdams Ex-Bürgermeister Jann Jakobs (SPD) vorgeschlagen, der gerade in den Ruhestand verabschiedet wurde. In der Sitzung am Montag wird sich Jakobs den Mitgliedern vorstellen.

Wahl auf unbestimmte Zeit verschoben

Die eigentlich für Dezember vorgesehene Wahl ist auf unbestimmte Zeit verschoben worden. Ein Grund ist, dass Jakobs Kandidatur auf Widerstand stößt. Der Vorsitzende kann nur einstimmig gewählt werden. In Zeuthen bringt die Fraktionsgemeinschaft Grüne/FDP zum Gemeinderat am 4. Dezember einen Beschlussantrag ein, dass Zeuthens Bürgermeister im Dialogforum gegen Jakobs stimmen soll. Eine Findungskommission soll einen geeigneten Kandidaten suchen, so der Vorschlag.

Vorsitzender soll aus der Region kommen

„Den Vorsitz im Dialogforum kann nur jemand übernehmen, der aus der Region kommt und mit den Problemen vor Ort vertraut ist. Diese Personen gibt es und auf die sollte man zurückgreifen“, sagte Zeuthens Gemeindevertreter Karl Uwe Fuchs (FDP). Eine Kandidatur von Jakobs kritisierte er als „reine Versorgungsmentalität“. Der Ex-Oberbürgermeister solle mit einem Posten versorgt werden, der jährlich mit 24000 Euro dotiert sei. Kritik an einer möglichen Kandidatur von Jakobs gibt es auch von Königs Wusterhausens Bürgermeister Swen Ennullat (FWKW). Ennullat fordert eine Neuausrichtung des Dialogforums als „Sprachrohr der ganzen Flughafenregion.“ Er sei bereit, selbst den Vorsitz zu übernehmen.

Vorschlag für Doppelspitze

Aus Königs Wusterhausen gibt es den Vorschlag für eine Doppelspitze im Dialogforum mit den Bürgermeistern aus Königs Wusterhausen und Ludwigsfelde. Fuchs hält das für sinnvoll, weil die Aufgaben im Dialogforum zunehmen würden.

Im Dialogforum tauschen sich Nachbarkommenen des BER-Flughafens mit der Flughafengesellschaft und den BER-Gesellschaftern aus. Die Umsetzung des Schallschutzprogramms und Infrastrukturprojekte sind einige Themen, die besprochen werden.

Von Frank Pawlowski

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