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Dahme-Spreewald Wirtschaft wächst rasant
Lokales Dahme-Spreewald Wirtschaft wächst rasant
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05:31 15.01.2019
Es gründen sich mehr Firmen, die bestehenden bleiben länger am Markt. Quelle: Oliver Fischer
Dahme-Spreewald

Selbst für die erfolgsverwöhnte Wirtschaft in Dahme-Spreewald sind jüngsten Zahlen bemerkenswert: Die Unternehmenslandschaft im LDS wächst rasant. Zum Ende vorigen Jahres waren rund 250 Unternehmen mehr im Landkreis registriert, als ein Jahr zuvor. „Solche Zahlen hat der Landkreis lange nicht gesehen“, sagt der Leiter der Schönefelder IHK-Geschäftsstelle, Thorsten Golm.

Und das will etwas heißen, denn der LDS gehörte schon in den vergangenen Jahren stets zu den Brandenburger Landkreisen mit dem stärksten Wachstum.

Gründungen haben zugelegt

Zugelegt haben im vorigen Jahr die Gründungen. 1430 Unternehmen sind im Landkreis neu am Markt, das waren rund 6 Prozent mehr als im Jahr davor.

Gleichzeitig sind die Unternehmensabmeldungen zurückgegangen. Nur 902 unternehmen wurden aus dem Firmenregister gestrichen. Ein Jahr zuvor waren es noch 1061.

Entwicklungen überall spürbar

Damit spiegelt sich im Landkreis eine Entwicklung, die im vorigen Jahr in ganz Brandenburg spürbar war: Die gute Konjunktur und die nach wie vor günstigen Kredite führten fast überall zu mehr Gründungen und weniger Abmeldungen.

Teltow-Fläming verzeichnet sogar 450 Unternehmen mehr als ein Jahr zuvor und gehört damit zu den absoluten Spitzenreitern. Der LDS liegt, was die Dynamik angeht, hinter Teltow-Fläming auf Rang zwei im Landesvergleich.

Handwerker auf Abschwung

Drei Dinge trüben das Bild allerdings etwas. Das eine ist der allgegenwärtige Fachkräftemangel, der das Wachstum bremst. Das zweite sind die Handwerker, die im LDS trotz hervorragenden Konjunktur weiter auf dem Abschwung sind. 240 Meister haben 2018 ihr Unternehmen abgemeldet, nur 200 neue kamen hinzu.

„Die Gründe für die Abmeldung sind meistens keine ökonomischen. Oft haben die Eigentümer keine Nachfolger gefunden“, sagt Michael Havasi, Sprecher der Handwerkskammer Cottbus. Krankheit und Tod zählen ebenfalls zu den häufigsten Gründen für eine Unternehmensaufgabe.

Der dritte Stimmungskiller sind die sich abzeichnenden Wolken am Konjunkturhorizont. Volkswirte gehen inzwischen davon aus, dass sich die Zeiten des ewigen Aufschwungs dem Ende nähern.

Unsicherheitsfaktoren im Ausland

Im Inland wird das bereits bei der Automobilbranche spürbar, die unter Dieselskandal und Fahrverboten leidet. Im Ausland sorgen derweil der drohende Brexit, das weltweite Politchaos und sich abzeichnende Handelskriege für Unsicherheit. „Wir haben eine sehr niedrige Exportquote, deshalb ist die Region von Krisen im Ausland erst einmal kaum direkt betroffen. Das haben wir zuletzt bei der Finanzkrise gemerkt“, sagt Robert Kaltschmidt, Sprecher der IHK Cottbus. Aber wenn die Weltwirtschaft Probleme bekommt, kommt es irgendwann doch im Dahmeland an, nur eben mit etwas Verzögerung.

Deshalb wundert es nicht, dass Thorsten Golm weiterhin positive Zahlen für die Unternehmen der Region konstatiert. „Die Wirtschaftsdaten sind nach wie vor gut, und so lange das so ist, jammern die Unternehmen nicht“, sagt er.

Die IHK wird ihre nächste nächste Konjunkturumfrage Ende Januar veröffentlichen. Sie wird ein erster Hinweis darauf sein, ob langsam auch die Zuversicht der heimischen Unternehmer schwindet – oder ob sie weiter auf die Sprache hören, die die Zahlen sprechen.

 

Von Oliver Fischer

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