Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Dahme-Spreewald Dahmeland-Museum präsentiert Museumsführer
Lokales Dahme-Spreewald Dahmeland-Museum präsentiert Museumsführer
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:25 26.10.2016
Die Vorsitzende des Heimat- und Museumsvereins Margitta Berger zeigt der kleinen Charlotta, wie ihre Ururgroßmutter die Wäsche auf dem Waschbrett schrubbte. Quelle: Franziska Mohr
Anzeige
Königs Wusterhausen

Die zauberhafte Welt der Museen können Kinder nicht früh genug entdecken. Davon ist Margitta Berger, die Vorsitzende des Heimat- und Museumsvereins Königs Wusterhausen, überzeugt.

Daher entwickelten die 98 Mitglieder des Vereins unter ihrer Regie jetzt einen in der Region bisher einzigartigen Kinder-Museumsführer. Er umfasst 80 Seiten und entführt die Kinder gerade jetzt in den Herbstferien, aber längst nicht nur dann, mit Rätseln, Ausschneide- und Ausmalbögen in die Welt von König Friedrich Wilhelm I (1688 bis 1740) und seiner Gemahlin Sophie Dorothea ebenso wie in die Naturkunde, die Geologie sowie die Ur- und Frühgeschichte des Dahmelandes. Obendrein erfahren die Jüngsten Erstaunliches über die Alltagskultur ihrer Ururgroßväter und -mütter.

Eichhörnchen Trixi führt durchs Museum

Geführt von dem lustigen, knallroten Eichhörnchen Trixi brauchen die Mädchen und Jungen durch die insgesamt 13 Ausstellungsräume sowie den Museumsgarten nur seinen Fußspuren zu folgen. Dabei heißt es nicht nur schauen und staunen, sondern vor allem auch selbst gestalten und ausprobieren. „Die Zeiten, in denen die Museen mit Schildern wie ‚Bitte nicht anfassen!‘ nur so wimmelten, sind längst vorbei“, sagt Margitta Berger schmunzelnd.

Stolz verweist sie auf die im Kinder-Museumsführer dargestellten mehr als zehn Mitmachstationen im Dahmeland-Museum. Los geht es schon am Eingang des Museumshofes, wo die Kinder die Hopsespiele ihrer Großmütter erlernen können.

Im Keller dreht sich dann alles um die Geologie, wo die Mädchen und Jungen nicht nur einen Film über die Eiszeit schauen, sondern auch den Geschmack der Bohrkerne aus dem großen Salzstock bei Mittenwalde kosten können. Verschiedene Gesteinsarten können gleichfalls bestimmt werden.

Im Bereich Ur- und Frühgeschichte erfahren die Kinder, dass Archäologen in der Region viele Tonscherben von Gefäßen gefunden haben. Wer Lust hat, kann sie in einer Art Puzzle jetzt selbst einmal zusammenfügen.

Welt des Handwerks

Trixis Spuren führen weiter in die Welt des Handwerks, in der die Dahmeländer vor 100 Jahren als Drechsler, Schneider, Sattler, Schlosser oder Ofensetzer unterwegs waren. Wer mag, kann sein Geschick als Schuster probieren, indem er mit Holznägeln Schuhe besohlt.

Das kluge Eichhörnchen spart auch die Schule nicht aus. In einem nachgestalteten, mehr als 100 Jahre alten Klassenraum können die Kinder in den alten Holzbänken Platz nehmen und wie einst ihre Ururgroßväter mit dem Griffel auf der Schiefertafel das Abc in altdeutscher Schrift erlernen.

Als witzig empfinden viele Kinder die uralten Telefone mit Wählscheibe. Wer dort den Hörer abnimmt, erfährt unter anderem, dass die Schüler früher bei Faulheit oder Schwatzen mit dem Rohrstock bestraft wurden. Aber auch in der alten Küche, dem Wohnzimmer der Urgroßeltern sowie der Waschküche kennt sich Trixi bestens aus und lädt zum Hören, Bügeln oder Schrubben mit dem Waschbrett ein.

Info: Geöffnet ist dienstags bis sonnabends von 10 Uhr bis 16 Uhr. Eintritt kostet für Erwachsene 2 Euro, Kinder und Studenten zahlen 1 Euro.

Von Franziska Mohr

Vor wenigen Tagen kürte die Silvius-Wodarz-Stiftung den Baum des Jahres 2017: Die Fichte. Als Allerweltsbaum polarisiert sie, denn nur allzu oft verdrängt sie in Monokultur andere Baumarten. Deshalb bedeckt der beliebte Holzlieferant 24 Prozent der deutschen Waldfläche, in der Region sind es nur 1,6 Prozent.

26.10.2016

Schon jetzt ist das Fleischwerk in Niederlehme (Dahme-Spreewald) eine relativ große Nummer: 120.000 Hühner werden dort täglich geschlachtet und zu Grillhähnchen, Suppenhühnern und Fleischteilchen verarbeitet. Ab dem kommenden Jahr soll die Produktion aber noch einmal merklich aufgestockt werden.

26.10.2016

Mehr kulturelle Angebote für Kinder und Jugendliche sowie eine bessere Infrastruktur in der Stadt und in den Ortsteilen – das sind zwei Ergebnisse der MAZ-Leserumfrage in Mittenwalde. Ganz oben auf der Wunschliste steht die Eigenständigkeit der Stadt. Viele weitere Hinweise kamen aus den Ortsteilen.

26.10.2016
Anzeige