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Dahme-Spreewald Das Zentrum soll grün bleiben
Lokales Dahme-Spreewald Das Zentrum soll grün bleiben
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14:13 17.03.2016
Jonas Reif (Grüne), Hans-Michael Fürst und Karl-Uwe Fuchs (FDP, v. l.) auf dem Festplatz. Quelle: Philip Ziche
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Miersdorf

Der Festplatz von Miersdorf soll umgestaltet werden. So sieht es zumindest ein Bebauungsplan vor, den die Gemeindevertretung aufgestellt hat. Die großen Freiflächen nördlich der Dorfstraße sollen an einen Investor verkauft und mit Einfamilien- und Doppelhäusern bebaut werden. Im Zuge dieser Baumaßnahmen wird aber auch der Festplatz stark verkleinert. Eine Bürgerinitiative will dies nun verhindern.

Derzeit hat der Festplatz eine Fläche von 5500 Quadratmetern und wird vielseitig genutzt. Die Feuerwehr, die Grundschule und die Kita nutzen den Platz häufig, aber vor allem ist es die einzige freie Fläche in Zeuthen, auf der sich etwa ein Zirkus aufstellen kann, wie Karl-Uwe Fuchs (FDP) erklärt. Fuchs ist Vorsitzender des Fördervereins der Feuerwehr und Mitglied der Gemeindevertretung. Mit Jonas Reif (Grüne), stellvertretender Gemeinderatsvorsitzender und Mitglied des Ortsentwicklungsausschusses, und den Einwohnern Hans-Michael Fürst und Sebastian Haß kämpft er darum, den Festplatz zu erhalten.

Festplatz in Miersdorf ist Schauplatz beliebter Veranstaltungen

Außer der Nutzung für den Zirkus ist der Platz auch Schauplatz des alljährlichen Osterfeuers, zu dem mehrere tausend Zuschauer kommen. „Da muss man schon zehn Meter vom Feuer weg bleiben, das würde auf dem neuen Platz nicht funktionieren“, sagt Fuchs. Der Plan sieht vor, den jetzigen Festplatz teilweise mit Mehrfamilienhäusern zu bebauen. Dadurch würde sich die Fläche des Platzes auf etwa 2000 Quadratmeter verkleinern. Zudem verliere der Platz seine bisherige, eher quadratische Form, die besonders für das Osterfeuer vorteilhaft sei.

Für Jonas Reif ist der wichtigste Aspekt der Initiative, die Gemeindevertretung davon zu überzeugen, dass die Einwohner den Festplatz wirklich beibehalten wollen. „Das Interesse der Anwohner wurde stets hinterfragt“, sagt er. Zu diesem Zweck starten Reif, Fürst und Fuchs eine Unterschriftensammlung in Zeuthen. Benötigt werden 500 Unterschriften, die Initiatoren sind aber zuversichtlich, dass es mehr werden. „Nächste Woche wird das Quorum erfüllt sein“, erklärt Fuchs.

Antrag richtet sich nicht grundsätzlich gegen Bebauung

Für Hans-Michael Fürst ist der Festplatz fester Bestandteil des Zeuthener Stadtbildes. Seit sechs Jahren lebt Fürst mit seiner Familie im Ort und erlebt ihn als „schön und liebenswert“. Es sei ein Verlust, den Platz zu verkleinern: „Große Feste wären nicht mehr möglich und damit geht auch ein Stück Lebensqualität verloren“, sagt er.

Dabei richtet sich der Antrag nicht grundsätzlich gegen neue Bebauung. „Wir brauchen Wohnraum und müssen überlegen, wie wir den Ort weiterentwickeln“, sagt Jonas Reif. In Zeuthen gäbe es viele große Grundstücke mit Einfamilienhäusern, es gäbe also Möglichkeiten, behutsam nachzuverdichten.

Neugestaltung des Festplatzes wäre teuer

Laut Fürst wurde die Neugestaltung des Festplatzes mehrere 100 000 Euro kosten, wobei auch eine Baumreihe entlang der Platzgrenzen gepflanzt werden soll. Dies sei aber unsinnig, da die vorhandenen Bäume und Hecken ohnehin einen Puffer zu derzeitiger und auch zukünftiger Bebauung darstellen. Die Lösung der Bürgerinitiative sei deutlich kostengünstiger. Allerdings soll dennoch etwas getan werden: „Wir wollen hier vernünftigen Rasen anlegen, so dass es eine attraktive Festwiese im Sinne einer Wiese wird“, sagt Karl Uwe Fuchs.

Als Vorbild des Einwohnerantrages dient Zeuthens Partnerstadt Interlaken in der Schweiz. Dort wurde mitten im Stadtzentrum eine große grüne Freifläche gelassen, die den Einwohnern zur Verfügung steht. „Das Ortszentrum soll für die Bürger sein“, so Fuchs. „Wir haben hier einen etablierten Festplatz, mit dem auch die Anwohner zufrieden sind.“

Von Philip Ziche

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