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Das bietet die Region bei der Landpartie

22. Brandenburger Landpartie Das bietet die Region bei der Landpartie

An diesem Wochenende findet im ganzen Land die 22. Brandenburger Landpartie statt. Auch aus der Region Dahmeland-Fläming nehmen wieder viele Betriebe daran teil. Imker, Pilzzüchter oder Weinbauern zeigen, dass modernes Landleben mehr ist als Raps und Schweinezucht.

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Dass man Tiere nicht nur essen, sondern auch streicheln kann, werden an diesem Wochenende wieder viele Kinder bei der Brandenburger Landpartie erleben.

Quelle: dpa

Dahmeland-Fläming. Imker, Weinbauern, professionelle Pilzzüchter: Die Landwirtschaft in der Region hat mehr zu bieten als Kuhställe und Rapsfelder. Bei der 22. Brandenburger Landpartie, die an diesem Wochenende stattfindet, nehmen auch insgesamt 26 Betriebe aus den Landkreisen Teltow-Fläming und Dahme-Spreewald teil. Die MAZ hat sich vorab einmal umgehört, was die Gäste in der Region erwarten können.

„Bei uns wird es alle 20 Minuten eine Führung durch die Pilzzucht in unserer Scheune geben“, sagt Gabriela Piesker vom Pilzhof in Am Mellensee. „Dabei werde ich erklären, wie die Pilze angebaut und zubereitet werden und auch mit einigen Mythen aufräumen.“ Zum Beispiel, dass man Pilze nicht aufwärmen dürfe: „Das stammt aus einer Zeit, als es noch keine Kühlschränke gab, aber heutzutage ist das überhaupt kein Problem mehr“, erklärt die ausgebildete Pilzheilkundlerin.

Die Kraft der Heilpilze

Seit elf Jahren betreiben Gabriela Piesker und ihr Mann den Pilzhof. Neben Speisepilzen stellen die beiden auch solche her, die in der traditionellen chinesischen Medizin zum Einsatz kommen und sich beispielsweise zur ergänzenden Krebstherapie eignen. Bei der Landpartie können die Gäste dann erleben, wie getrocknete Heilpilze in verschiedenen Mühlen zu Pulver verarbeitet werden. Aber natürlich kommen Pilzliebhaber auch auf ihre kulinarischen Kosten: „Unser Renner ist das überbackene Pilzschnitzel, aber es gibt auch Pilzsuppe und -pfanne oder Bratwurst und Omelette aus Shiitake-Pilzen.“ Der Pilzhof ist Sonnabend und Sonntag jeweils von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Hintergrund

Die Brandenburger Landpartie findet in diesem Jahr zum 22. Mal statt. Rund 250 Gastgeber in ganz Brandenburg öffnen am Samstag und/oder Sonntag ihre Stalltüren für die Besucher. In den vergangenen Jahren kamen stets rund 100 000 Gäste.

Organisiert wird die Landpartie von Pro Agro, einem Lobbyverband für den ländlichen Raum, mit Unterstützung der Landesregierung.

In den Landkreisen Teltow-Fläming und Dahme-Spreewald sind insgesamt 26 Betriebe dabei, von den Agrargenossenschaften bis zur kleinen Imkerei.

Die Eröffnungsveranstaltung für Teltow-Fläming findet am Sonnabend um 14 Uhr auf dem Vierseithof „land.wirt.schaft “ in Groß Schulzendorf statt.

Für Dahme-Spreewald ist die Eröffnung ebenfalls am Sonnabend, und zwar um 10 Uhr in der Agrargenossenschaft Unterspreewald in Dürrenhofe.

Der Eintritt ist bei allen teilnehmenden Betrieben frei.

Ein Katalog mit allen teilnehmenden Höfen und Betrieben findet sich auf www.brandenburger-landpartie.de

Zum ersten Mal dabei ist in diesem Jahr Beate Freimuth-Smail, die mit ihrer Familie den Mehrgenerationen-Bauernhof Emma in Niedergörsdorf-Langenlipsdorf betreibt. „Für uns ist das alles richtig spannend“, erzählt die 53-Jährige, deren Hof erst im vergangenen Jahr eröffnet wurde. Geboten wird den Gästen bestes Familienprogramm: Der ganze Hof ist offen, in der Scheune gibt es einen Naturspielplatz mit Heu und die Kinder können in mehreren Wasserbecken aus Rubinienholz baden.

Bauernhof-Olympiade am Sonntag

Am Sonnabend um 14.30 Uhr beginnt dann die Bauernhof-Olympiade, bei der sich die Teilnehmer in Disziplinen wie Eierlauf, Hindernislauf um Strohballen oder Gummistiefel-Weitwurf messen. Außerdem können die Gäste erleben, wie Butter und Marmelade hergestellt werden und die Hoftiere in ihren Ställen besuchen: „Die meisten Leute wissen ja gar nicht, wie sich ein Schwein anfühlt“, sagt Beate Freimuth-Smail. Und wie es sich für ein anständiges Hoffest gehört, gibt es auch Kaffee und Kuchen, Grillwürstchen und Kesselgulasch.

Mit Kaffee und Kuchen wird auch der Bestenseer Weinbauverein aufwarten, der sich am Sonntag von 11 bis 17 Uhr an der Landpartie beteiligt. Im Mittelpunkt aber steht selbstverständlich der Wein vom eigenen Hang am Generationenwald: „Wir haben dieses Jahr einen Roten und einen Weißen im Angebot, den man beim Frühschoppen ab 11 Uhr verkosten und auch kaufen kann“, sagt Herbert Krenz, der Vereinsvorsitzende. Für die Landpartie wird der Weinbauverein zwei Festzelte auf dem Weinberg aufstellen: „Wir wollen die Gäste den ganzen Tag lang verköstigen und unterhalten“, sagt Herbert Krenz. Darum wird später auch noch der Grill angeworfen.

Musikalisch begleitet wird der Tag von der Musikschule Fröhlich und den Männerchören aus Bestensee und Zernsdorf: „Die werden aber nicht irgendetwas singen, sondern haben extra für den Tag ein Programm mit Weinliedern zusammengestellt“, erzählt Herbert Krenz. Der 66-jährige Diplom-Agraringenieur, der sich das Winzern im Ruhestand beigebracht hat, wird außerdem immer wieder Führungen durch den Weinberg mit seinen 3200 Rebstöcken machen und viel Wissenswertes berichten. Unterstützt wird er dabei von einer jungen Kräuterpädagogin.

Rund um Bienen und das Imkern

Alles zum Thema Imkern können die Besucher in der Imkerei Neiße in Heideblick-Langengrassau lernen: „Wir haben unseren Schleuderraum geöffnet, so dass die Leute selbst Waben entdecken und schleudern können“, erzählt Jana Neiße, die schon seit mindestens zehn Jahren bei der Landpartie mitmacht. „Außerdem kann man bei uns Bienen hinter Glas beobachten und einen alten Bienenwagen besichtigen.“ Die Technik sei zwar für heutige Verhältnisse zu veraltet, aber immer noch spannend zu sehen. Und weil so ein Tag auf dem Land hungrig macht, werden die Besucher bei den Neißes mit selbst gebackenem Kuchen bewirtet, für die Kinder wird es eine Hüpfburg geben. „Bei uns im Ort machen auch das Tierheim und der Hofladen mit, da werden sicher wieder viele Besucher aus der großen Stadt kommen“, sagt Jana Neiße. „Die zieht es ja regelrecht aufs Land.“ Die Imkerei ist am Sonntag von 11 bis 17 Uhr geöffnet.

Von Martin Küper

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