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Dahme-Spreewald Das große Reinemachen an der Dahme
Lokales Dahme-Spreewald Das große Reinemachen an der Dahme
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07:19 08.01.2018
Frauen, Männer und Kinder rückten zusammen mit Uwe Kretschmar (l.) dem Müll zu Leibe. Quelle: Heidrun Voigt
Niederehme

Das war eine saubere Leistung, die die knapp 40 freiwilligen Helfer am Samstagvormittag in Niederlehme hinlegten. Hinter dem Rewe-Markt an der Dahme entlang rückten sie bis zur Autobahnbrücke und parallel zu dieser dem Müll zu Leibe. Organisiert wurde die Putzaktion von Uwe Kretschmar in Zusammenarbeit mit dem Königs Wusterhausener Verein Abfallstreife. „Nach einem Hinweis aus der Bevölkerung zu der Müllecke habe ich auf der Facebook-Seite ,Du kommst aus Königs Wusterhausen, wenn…’ einen Aufruf veröffentlicht und die Abfallstreife mit ins Boot geholt“, erzählte Uwe Kretschmar. Als Präsident des Kreisanglerverbandes Dahme-Spreewald hat er auch den Niederlehmer Anglerverein um Unterstützung gebeten. Die Vereinsmitglieder spendierten Wiener und Kaffee und verteilten diese an die Helfer. Und die waren sehr, sehr fleißig. Mehr als 30 Säcke Müll, fünf Autoreifen, zwei Feuerlöscher, diverse Stühle, Auslegeware, Kocher, Geschirr, Pfannen, Bierkästen und vieles mehr wurde eingesammelt.

Franziska Jurk (l.) und Jutta Winkler stärkten sich nach getaner Arbeit. Quelle: Heidrun Voigt

Ein Fahrrad und einen Motor nahmen Robert Paul und Dirk Behrens von der Wasserschutzpolizei gleich an Bord, um die Besitzer zu ermitteln. „Wir haben unseren Liegeplatz auf der anderen Uferseite und mitbekommen, dass die Aktion hier läuft“, erzählte Polizeiobermeister Paul.

Facebook-Gruppe lernt sich im wahren Leben kennen

Stefanie Meißner war mit ihren sechs- und dreijährigen Söhnen zum großen Reinemachen gekommen. „Ich habe es auf Facebook gelesen und mir ist es wichtig, dass die Kinder lernen, wie man mit Müll umgeht“, sagte die junge Mutter aus Niederlehme.

Gemeinsam mit ihren Nachbarn, der Familie Jurk, packte Jutta Winkler an. „Ich finde es übelst, was alles weggeworfen wird. Hausmüll gehört in die Tonne und nicht in die Natur“, bekräftigte die Niederlehmerin. Dem konnten die anderen nur zustimmen. „Ich finde es schlimm, wie es hier aussieht. Heute mitzumachen, das ist für mich auch Kommunalpolitik, nicht nur das Debattieren in Sitzungen“, sagte der Königs Wusterhausener Stadtverordnete Thorsten Kleis (Linke). Er hob hervor, dass die Aktion den positiven Nebeneffekt habe, dass man die Leute aus der Facebook-Gruppe so auch persönlich kennenlernen könne.

Lutra entsorgt den gesammelten Müll

Niederlehmes Ortsvorsteherin Ina Engel freute sich über so viel Engagement. „Das ist eine gute Sache. Ich hätte nicht gedacht, dass so viel Müll zusammenkommt“, sagte sie und lud gleich zur nächsten Aktion ein, dem einwöchigen Frühjahrsputz im April, der auch in diesem Jahr von der Stadt Königs Wusterhausen organisiert wird.

Tatkräftig packte auch Katrin Hohmann vom Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Niederlehme an. Zudem hatte sie Tee und Kinderpunsch mitgebracht.

Rewe habe Säcke, Brötchen und Bockwürste gesponsert, von der S & W Bau GbR kamen Handschuhe und die Lutra habe sich bereit erklärt, den ganzen Müll abzuholen, freute sich Uwe Kretschmar. Sein Fazit lautete: „Ich bin sehr zufrieden. Aber das Wichtigste ist, dass das Ufer sauber ist und man heute sieht, dass der Umweltschutz vielen Leuten am Herzen liegt.

Von Heidrun Voigt

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