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Deal mit Verkäufer ist geplatzt

Villa Elisabeth Bestensee Deal mit Verkäufer ist geplatzt

Der ursprüngliche Plan der Privatschule Villa Elisabeth, mit dem neuen Schuljahr eine neue Schule am Standort Bestensee zu eröffnen, ist geplatzt. Die von Platens werden das Grundstück an der alten Fischerei nicht erwerben, um das dort befindliche Gebäude zur Schule umzubauen. Nun müssen die Schüler der oberen Klassen für ein Jahr nach Eichwalde gehen.

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Hier in der Villa Elisabeth in Eichwalde werden die Bestenseer Oberschüler für ein Jahr lang unterrichtet.

Quelle: Foto: Andrea Müller

Bestensee. Die Privatschule Villa Elisabeth am Standort Bestensee wird mit dem neuen Schuljahr keine neue Schule eröffnen. Stattdessen werden die Mädchen und Jungen der 11. und 12. Klasse für ein Jahr in der Villa Elisabeth in Eichwalde unterrichtet. Darüber informierten in Anwesenheit beider Schulleiterinnen aus Eichwalde und Bestensee am Montagabend die Geschäftsführer Sabine und Kristof von Platen die Eltern.

Sabine und Kristof von Platen heben sich entschieden, die  Entwicklung des Standorts Bestensee mit mehr Ruhe und Zeit anzugehen

Sabine und Kristof von Platen heben sich entschieden, die Entwicklung des Standorts Bestensee mit mehr Ruhe und Zeit anzugehen. Mit Genehmigung aus Potsdam steht dafür ein Jahr zur Verfügung.

Quelle: Andrea Müller

Ursprünglich war vorgesehen gewesen, dass die Schule die Räume des alten Rathauses in Bestensee übernimmt. Voraussetzung dafür war aber der Neubau eines Rathauses. Der wurde schließlich von der Gemeindevertretung auf unbestimmte Zeit verschoben. Der Grund: Zu teuer neben Erweiterung der Schule in Bestensee und der Errichtung einer Kindertagesstätte in Pätz. Die Platens schauten sich schließlich Ende des vergangenen Jahres nach einer anderen Möglichkeit um, um mehr Räume für die Schüler zur Verfügung zu haben und fanden ein Grundstück an der alten Fischerei. „Wir haben einen fertigen Kaufvertrag in der Schublade“, so Sabine von Platen. Auch der Architekt der Villa Elisabeth habe bereits Zeichnungen zum Umbau des Gebäudes angefertigt. Erste Verhandlungen seien bereits mit den Gewerken geführt worden. Insgesamt habe die Villa Elisabeth an die 100 000 Euro in das neue Projekt gesteckt. „Am Ende sind wir uns jedoch mit dem Verkäufer nicht handelseinig geworden“, erklärt die Geschäftsführerin.

Ministerium zeigte Verständnis

Gleichzeitig mit dem Scheitern der Kaufverhandlungen hatten sich die Platens an das Brandenburger Bildungsministerium gewandt, um eine Sondererlaubnis zu erhalten, die es gestattet, dass die Schüler der Bestenseer Oberstufe für ein Jahr in dem Gebäude der Villa Elisabeth in Eichwalde unterrichtet werden. „Die wussten schon genau über unser Dilemma Bescheid“, zeigte sich Sabine von Platen überrascht. Man habe volles Verständnis für die anfallenden Probleme gezeigt. Jetzt sei auch die schriftliche Genehmigung für das Vorhaben eingegangen, die bereits im Mai mündlich erteilt worden war.

Betroffen von der Regelung sind etwa 15 Schüler der künftigen 11. und 12. Klasse aus Bestensee. Etwa die Hälfte davon komme sowieso aus Eichwalde, war dort bereits unterrichtet worden. Die anderen Schüler müssten zwar für ein Jahr weitere Anfahrtswege in Kauf nehmen, fänden dafür aber ausgezeichnete Lernbedingungen vor. Die alte Villa in der Uhlandstraße von Eichwalde werde derzeit auf die neuen Schüler vorbereitet. Das ehemalige Nähkabinett und die Bibliothek würden zurück gebaut und wieder als Klassenräume eingerichtet.

Gemeinde will sich mit einbringen

„Wir wissen, es ist nicht das Optimum, aber das Maximum“, formuliert es Sabine von Platen. Mit dem Zeitgewinn von einem Jahr könnten sie nun ohne Druck nach einem geeigneten Grundstück in Bestensee suchen. „Wir wollen auf jeden Fall den Standort Bestensee entwickeln und eine Gesamtschule etablieren“, sagt Kristof von Platen. Die Gemeinde habe bereits wiederholt angeboten, dabei zu helfen. Das betreffe sowohl den Bürgermeister Klaus-Dieter Quasdorf (parteilos) als einzelne Gemeindevertreter. Sie hätten auch die Möglichkeit ins Auge gefasst, die Kaufverhandlungen noch einmal anzustoßen und zwischen Verkäufer und Villa Elisabeth zu vermitteln. „Wir gehen jetzt mit der Entwicklung des Standortes Bestensee in die dritte Runde. Aller guten Dinge sind drei“, zeigten sich die Platens optimistisch.

Von Andrea Müller

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