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Dahme-Spreewald Dem Jäger zu Ehren
Lokales Dahme-Spreewald Dem Jäger zu Ehren
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00:17 06.11.2013
Keine Angst vor großen Vögeln: Christian Dalitz hatte keine Scheu vor dem Gerfalken und trug ihn locker auf dem Arm. Quelle: Uta Schmidt
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Gräbendorf

Herbstzeit ist Jagdzeit. Daran erinnert auch der Hubertustag am 3. November. Waidmänner erbitten dann von ihrem Schutzheiligen Jagderfolg und Gesundheit. „Ich habe heute Morgen zu Hubertus gebetet und um gutes Wetter gebeten“, scherzte Forstmann Hartmut Jänner am Sonnabend im Haus des Waldes in Gräbendorf. Sein Bitten wurde erhört. Während es am Vormittag noch regnete, besserte sich das Wetter am Nachmittag. Wie in den Vorjahren auch lud die Einrichtung der Umweltbildung zu einer informativen Pirsch ein.

Jänner weiß, wie er besonders Kinder für das Thema Jagd interessieren kann. „Es geht ja nicht nur um das Töten von Tieren, sondern um das Gleichgewicht in der Natur und die Pflege der Tiere“, sagte er. Grundschüler begeistert Jänner schnell, wenn er ihnen erklärt, wie die Waldtiere, zum Beispiel der Fuchs, so leben.

Am Sonnabend faszinierte die Kinder besonders das Zusammenspiel von Jägern und Jagdhunden. Gegen ein Tier kamen die Hunde aber nicht an – den Gerfalken von Jörg Reckling. „Falken sind geübte Jäger“, erklärte der Falkner aus Bestensee. Besonders gern mögen sie Fasane und Hasen. Wanderfalken können sich mit einer Geschwindigkeit von bis zu 400Stundenkilometern auf ihre Beute stürzen.

Reckling befreite auf der Försterwiese sein Gerfalkenweibchen „Freitag“ von ihrer Haube und zeigte, wie das Tier mithilfe von Fleischstücken immer wieder den Weg zurück auf die Hand des Falkner finden kann.

Mutige Jungen wollten den Falken nicht nur streicheln, sondern ihn auch mit einem Handschuh geschützt anlocken. Einer von ihnen war der zehnjährige Christian. „Der Vogel ist aber ganz schön schwer“, sagte er staunend, als er „Freitag“ auf dem Arm hatte. Nicht nur die Kinder, auch Eltern und Großeltern hatten Spaß an der Unterrichtsstunde zum Thema Jagd. „Ich wusste gar nicht, dass die Jagdhörner auch der Kommunikation im Wald dienen“, sagte Michael Kloster aus Senzig.
Hedwig Reichel aus Königs Wusterhausen interessierte sich besonders für die Legende über den Heiligen Hubertus. Der Adlige aus Lüttich war nämlich einst ein rücksichtsloser Jäger. Erst eine Vision von einem weißen Hirsch mit leuchtendem Kreuz im Geweih brachte einen Sinnenswandel. Heute gilt Hubertus als der Bewahrer der Schöpfung.

Am 9. November um 17 Uhr findet in der Kirche von Schenkendorf eine Hubertusmesse statt.

Von Uta Schmidt

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