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Den Umzug nicht bereut

Diepensee Den Umzug nicht bereut

Für den Flughafenbau in Schönefeld wurde das 300-Seelen-Dorf Diepensee vor 14 Jahren umgesiedelt. Es ist seither ein Ortsteil von Königs Wusterhausen. Die Ankunft in der neuen Heimat ist weitgehend gelungen, findet Ortsvorsteher Michael Gleißner. Probleme werden auf Diepenseer Art gelöst.

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Diepensees Ortsvorsteher Michael Gleißner vor dem Dorfgemeinschaftshaus. Ein Trägerverein kümmert sich um den Betrieb.

Quelle: Frank Pawlowski

Diepensee. Im Saal des Dorfgemeinschaftshauses Diepensee herrscht gerade Hochbetrieb. Dienstagabend, Zumba-Zeit. Die meisten Teilnehmer kommen aus den umliegend Orten. Bis auf ein paar private Feiern von Diepenseern ist das die Regel bei der Nutzung des schicken Hauses. „Wir betreiben es zu 90 Prozent für die Stadt“, sagt Ortsvorsteher Michael Gleißner.

Das Dorfhaus ist ein Stadthaus

Das Dorfhaus ist also längst ein Stadthaus geworden. Das ist Michael Gleißner wichtig. „Die anderen Ortsteile können das nutzen. Sie sind willkommen“, betont er. Die Nachbarn aus Deutsch Wusterhausen machen davon schon rege Gebrauch. Gleißner würde sich freuen, wenn ihr Beispiel noch mehr Schule macht. Diepensee wurde vor 14 Jahren für den Flughafenbau in Schönefeld umgesiedelt, seither gehört das Dorf zu Königs Wusterhausen. Malerisch gelegen am Stadtrand, auf einer Fläche von nicht einmal sechs Quadratkilometern.

Wachstum des Ortes ist begrenzt

Die Einwohnerzahl ist mit gut 300 fast unverändert geblieben. Sie könnte in einigen Jahren auf 400 steigen, schätzt Michael Gleißner. Aber mehr Wachstum ist in Diepensee nicht drin. Ein Grünstreifen um den Ort markiert die natürliche Grenze. So ist es im Umsiedlungsvertrag einst festgelegt worden. „Wir wollen auch gar nicht viel größer werden“, sagt der Ortschef. „Das würde den Charakter des Dorfes zu stark verändern.“ Nur wenige Baugrundstücke sind noch zu haben, gelegentlich wechseln Mieter in den begehrten Wohnungen.

Gute Partnerschaft mit der Stadt

Nicht immer weiß man im Ortsbeirat, wer kommt und wer geht. Besonders bei neuen Bauherren wäre Michael Gleißner aber gern besser im Bilde. Dass die Stadt ihn außen vor lässt, findet er kritikwürdig, auch wenn er sonst die Zusammenarbeit sehr lobt. „Die Stadt ist ein guter Partner für uns, wir pflegen eine sehr gute Beziehung“, sagt er anerkennend. Mit Lobhudelei hat das für ihn nichts zu tun, sondern es ist der Erfahrung bei der Umsiedlung geschuldet. „Gemeinsam geht es immer besser.“

Sonderfonds für das Gemeinschaftshaus

Die Diepenseer sind ein Völkchen für sich geblieben. „Wir meckern gerne, sind aber friedfertig“, sagt Gleißner augenzwinkernd. „Nach so vielen Jahren sind viele froh, dass sie hier wohnen. Wir sind Königs Wusterhausener, es ist unsere Stadt.“ Der Betrieb des Gemeinschaftshauses wird aus dem millionenschweren Umsiedlungsfonds bezahlt, nicht aus der Stadtkasse. Das Geld reicht noch 25 Jahre, schätzt Gleißner, der Geschäftsführer des Trägervereins ist.

Von Frank Pawlowski

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