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Der Beginn einer neuen Ära

Wildau Der Beginn einer neuen Ära

Acht Jahre und rund 140 000 Euro hat es gebraucht – nun ist die Sanierung der Wildauer Friedenskirche abgeschlossen. Dennoch gehen die Bauarbeiten weiter. Jetzt ist das Pfarrhaus an der Reihe.

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Die Malerei im Tonnengewölbe wurde zum Teil erneuert.

Quelle: Heidrun Voigt

Wildau. Die Mitglieder der evangelischen Kirchengemeinde Wildau haben allen Grund sich zu freuen. Ihr Gotteshaus in der Kirchstraße erstrahlt in neuem Glanz. Die Restaurierungsarbeiten sind abgeschlossen. Und nebenan im Pfarrhaus laufen die Bauarbeiten auf Hochtouren.

„Vor zehn Jahren wurden die Kirchenfenster saniert. Unter anderem wurde drei große, bleiverglaste instandgesetzt“, weiß Pfarrerin Cornelia Mix. Sie erzählt, dass seit 2009 das Dach des Kirchenschiffes erneuert wurde und Reparaturen am Turm erfolgten, da er in der Statik gefährdet war. Im August wurden die Restaurierungen im Innenraum an den Malereien an Teilen des Tonnengewölbes, der Empore und auch der Taufstätte beendet.

Denkmalschutz war bei allen Arbeiten involviert

Insgesamt 140 000 Euro flossen in den vergangenen acht Jahren nach Auskunft der Pfarrerin in die Friedenskirche. Das Geld kam vom Kirchenkreis, der Sparkassenstiftung, vom Landkreis und Spendern. „Manfred Guder, der Baubeauftragte des evangelischen Kirchenkreises Neukölln, hat kompetent und engagiert über Jahre dafür gesorgt, dass alle Bauarbeiten fachgerecht und fristmäßig ausgeführt wurden“, lobt Cornelia Mix. Sie erwähnt auch Wildaus Bürgermeister Uwe Malich (Linke), der „vielfach unterstützend wirkte“. „Mein Dank geht insbesondere an den Gemeindekirchenrat und alle, die ehrenamtlich den Bau begleitet haben. Und ebenso an den Freundeskreis, der für unsere Kirche gesammelt hat.“ Die Pfarrerin verweist darauf, dass der Denkmalschutz bei allen Maßnahmen involviert gewesen sei. Zusammen mit dem benachbarten Pfarrhaus bildet die von Georg Büttner im Jugendstil geplante und zwischen 1909 und 1911 errichtete Kirche, ein Ensemble, das unter Denkmalschutz steht.

Das Gemeindeleben sei während der Bauarbeiten nicht beeinträchtigt gewesen, so Mix. Der Gottesdienst fand trotz Gerüsts in der Friedenskirche statt.

Pfarrerin Cornelia Mix im Gespräch mit Hartmut Schneider, dessen Baufirma im Pfarrhaus arbeitet

Pfarrerin Cornelia Mix im Gespräch mit Hartmut Schneider, dessen Baufirma im Pfarrhaus arbeitet.

Quelle: Heidrun Voigt

Zwist ums Pfarrhaus

Im Juli gingen die Bauarbeiten im Pfarrhaus los. Die Vergabe des Hauses in Erbpacht hatte für viel Zündstoff in der Kirchengemeinde gesorgt. Der Förderverein für den Erhalt des evangelischen Pfarr- und Gemeindehauses in Wildau hat bis zur letzten Minute für seine Ziele gekämpft (die MAZ berichtete). Cornelia Mix verweist darauf, dass ein Nutzungsrecht von mindestens 30 Jahren für Küsterei, zwei große Gemeinderäume mit integrierter Küche und Sanitärräume im Erdgeschoss vereinbart wurde. Die Kosten für die notwendigen Bauarbeiten übernimmt der Pächter. Elektrik, Heizung, Fußböden, Fenster – alles wird saniert. „Ich erlebe die Zusammenarbeit mit dem Pächter als sehr angenehm. Auf unsere Wünsche wird eingegangen“, betont die Pfarrerin.

Am 1. Advent werden der Einzug in die neuen Gemeinderäume und auch die Beendigung der Sanierungsarbeiten in der Friedenskirche gefeiert. „Ich freue mich, dass wir dann einen Schlussstrich ziehen können und eine neue Ära beginnt“, stellt Cornelia Mix fest.

Von Heidrun Voigt

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