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Der Funkerberg-Saal mit dem gewissen Etwas

Denkmalgeschützter Raum auf Vordermann gebracht Der Funkerberg-Saal mit dem gewissen Etwas

Der alte Kultursaal auf dem Funkerberg sieht wie verwandelt aus. Der Mief ist weg. Aber das Schöne daran: Das einstige Ambiente ist nicht totsaniert worden. Der Charme der 70er Jahre ist noch zu erkennen. Er gibt dem Raum im Sendehaus 1 sogar das gewisse Etwas.

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Der neue Saal ist ein Schmuckstück, meint Ebeg-Geschäftsführer Rainer Fricke. 200 Gäste haben hier Platz.

Quelle: Liane Stephan

Königs Wusterhausen. Die alte Wanddekoration mit kreisförmigem Muster, die verschachtelte Decke, die verkleidete Heizung – alles wie früher. Und doch wie neu. „Vieles wurde überarbeitet und ausgebessert“, sagt Rainer Fricke, Chef der zuständigen Entwicklungs- und Betreibungsgesellschaft (Ebeg), die sich im Auftrag der Stadtverwaltung um die Verwaltung des Funkerberg-Ensembles kümmert. „Manchmal war es mühsam, passende Ersatzteile zu bekommen.“ Bei einer Führung durch den Saal weist er auf Details hin. „Das Parkett ist völlig neu abgezogen worden“, betont er. Dort, wo einst Linoleum lag, ist auch wieder Linoleum hingekommen. Darauf haben die Denkmalschützer geachtet. In den hohen Fenstern ist das seltene Ornamentglas geblieben. Auch eine Glasverkleidung an der Stirnseite ist erhalten. „Sie wirkt fast modern“, meint Fricke. „Ist aber noch von früher.“
Der Kultursaal wurde in den 70er Jahren für die Mitarbeiter der Post, die auf dem Funkerberg tätig waren, eingerichtet. Zuletzt war ihm sein Alter anzusehen.

Als die Stadt 13 500 Euro zum Aufarbeiten des Parketts bereitstellte, wurde auch das Drumherum für 5000 Euro in Angriff genommen. Dabei halfen vor allem die Mitarbeiter der Jump-Gesellschaft, die auf dem Funkerberg Bürgerarbeit leisten. Mit dem Ergebnis ist Rainer Fricke sehr zufrieden. „Der Saal kann sich sehen lassen“, sagt er. Er wird bereits für Veranstaltungen und Beratungen von Vereinen oder Unternehmen gemietet. Der Tourismusverband Dahme-Seen führt hier seine Sitzungen durch, da die Galerie am Bahnhof für ihn nicht mehr zur Verfügung steht. Die grünen Stühle wanderten von dort in den neuen Saal, passen da gut hinein. Das passt auch ins Konzept des Ebeg-Chefs, der möglichst sparsam, aber effektiv wirtschaften möchte. Schließlich sei es nicht billig, das Funkerberg-Ensemble zu unterhalten. Jährlich gebe die Stadt dafür 170 000 Euro aus. Und immer wieder ist etwas an den historischen Anlagen zu reparieren. Der 210 Meter hohe Sendemast ist zwar gerade saniert worden. Doch einige Arbeiten, so an der Leiter, sind noch nötig. Sie werden allein 17 000 Euro kosten. Mit dem neuen Wohngebiet, das in der Nähe entsteht, wächst auch der Druck, die historischen Gebäude weiter zu sanieren. „Es kommen immer mehr Leute, die sich hier umschauen“, hat Fricke in letzter Zeit registriert.

Auch die Besucherzahlen im Sendermuseum, das vom Förderverein betrieben wird, steigen. Hier zeichnet sich ab, dass das Museum nicht nur etwas für Technikfreaks und Touristen ist. Auch viele Schulen entdecken es als einen Ort, in dem man Technik anfassen kann. „Handys und I-Pads haben doch eine Vorgeschichte“, so Fricke.

Am Gebäude soll als nächstes die Terrasse erneuert werden. Die Holperstraße zum Funkerberg wird gerade erneuert. An den Sendehäusern 2 und 3 wird erst mal nur das Nötigste getan, weil das Geld für mehr fehlt. „Wir müssen realistisch bleiben und konzentrieren uns auf Haus 1“, so Fricke.

Von Liane Stephan

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