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Der Mega-Kreisel von Waltersdorf

Straßenbau in der Gemeinde Schönefeld Der Mega-Kreisel von Waltersdorf

Die Gemeinde Schönefeld investiert in diesem Jahr mehr als fünf Millionen Euro in den Ausbau der Anschlussstelle „Hubertus“ und damit in die Verkehrserschließung rund um den BER. Für einen besseren Verkehrsfluss wurde zudem bereits der Mega-Kreisel von Waltersdorf mit einem Durchmesser von 84 Metern gebaut.

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Der Kreisverkehr in Waltersdorf.

Quelle: Uta Schmidt

Schönefeld. Um die infrastrukturellen Voraussetzungen zur Verkehrserschließung des BER zu verbessern, investiert die Gemeinde Schönefeld in diesem Jahr 5,3 Millionen Euro aus eigenem Budget in den Ausbau der Anschlussstelle „Hubertus“. Dem besseren Verkehrsfluss rund um den BER dient zudem der neue Kreisverkehr in Waltersdorf, der am 30. Juni offiziell ans Netz gehen soll.

Der Mega-Kreisel mit einem Durchmesser von 84 Metern wurde in knapp zweijähriger Bauzeit zu einem Hauptverkehrsknoten für das Erschließungsgebiet rund um den BER, an den Autobahnen 113 und 117 sowie den Einrichtungspark Waltersdorf ausgebaut. Mehr als 13 300 Fahrzeuge pro Tag werden dort fahren. 2,5 Millionen Euro investierte die Gemeinde in dieses Straßenbauvorhaben mit Entwässerungsanlagen und Beleuchtung, der Abwasserzweckverband MAWV steuert weitere 84 000 Euro bei. Der neue Kreisverkehr enthält neben der Fahrbahn auch Rad- und Gehwege und gewährleistet vier Straßenanbindungen.

Ausbau der „Achse 7“ beginnt im Juli

Und das nächste Verkehrsprojekt steht vor dem Start: Im Juli beginnt im Anschluss an den Kreisverkehr in Waltersdorf der 18 monatige Ausbau der so genannten „Achse 7“. In den ersten Abschnitt, dem Ausbau der 800 Meter langen Verkehrstrasse gibt die Gemeinde weitere 2,5 Millionen Euro aus.

Zudem liegen wichtige Planungen für künftige Verkehrsbauten auf dem Tisch der Gemeindevertreter. Zu den wichtigsten Vorhaben gehört der Ausbau der stark frequentierten Ampelkreuzung an der Berliner und Schulzendorfer Straße und damit die Entlastung der Ortsmitte von Waltersdorf. Damit soll der sogenannte Ikea-Knoten durchlässiger werden. 1851 Kraftfahrzeuge passieren pro Stunde dieses Nadelöhr. Eine Aufdehnung ist durch eine Rechtsabbiegespur an der Schulzendorfer Straße, ein Linksabbiegestreifen an der Berliner Straße, die Verlagerung der Diepenseeer und Königs Wusterhausener Straße sowie der Bau einer Lichtsignalanlage vorgesehen. Den Ausbau des Knotenpunktes an der Landesstraße L400 lässt sich die Gemeinde mit 1,22 Millionen Euro kosten. Projektsteuerer Torsten Schulz stellte die Vorplanung im Entwicklungsausschuss vor: „Es wurden verschiedene Ausbauvarianten mit Vertretern des Landesstraßenamtes diskutiert. Der Bau eines Kreisels ist an dieser Stelle aufgrund der hohen Verkehrsbelastung nicht geeignet“.

Für separates durchgehendes Radwegenetz fehlen Flächen

Radfahrer müssen weiterhin die Fahrbahn benutzen, weil für ein separates durchgehendes Radwegenetz die Flächen fehlen. Kinder und Senioren könnten auf dem Gehweg mit der Beschilderung „Radfahrer frei“ fahren, so Schulz. Mit einer Straßenspurbreite von 3,50 Meter und einer Gehwegbreite von zwei Metern könnte zwar keine optimale, aber eine genehmigungsfähige Lösung erarbeitet werden. Der Fachausschuss fordert eine zukunftsweisende Variante vor allem hinsichtlich des Radwegesystems in der Ortslage Waltersdorf. Ausschussvorsitzender Olaf Damm (CDU) schloss den Ankauf von Flächen nicht aus. „Wir werden verschiedene Fahrradwegvarianten prüfen und eine Lösung erarbeiten, die auch von den Bürgern akzeptiert werden kann“. Wolfgang Katzer (Linke) sprach sich für eine detaillierte Untersuchung künftiger Verkehrsströme bei einem funktionierenden BER und der Berücksichtigung der Entwicklung des Gewerbegebietes aus.

Von Uta Schmidt

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