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Der Ruf nach mehr Personal

Krankenhaus-Mitarbeiter beteiligen sich an Protestaktion Der Ruf nach mehr Personal

Bundesweit demonstrierten am Mittwoch 162 000 Krankenhaus-Beschäftigte für eine bessere Personalausstattung an den Kliniken. In Luckenwalde wurde diese Aktion ebenfalls aufgegriffen. Dort traten 76 Mitarbeiter für zehn Minuten vor das Portal, um ihre Solidarität mit der Forderung nach mehr Personal deutlich zu machen.

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76 Mitarbeiter aus allen Bereichen versammelten sich für zehn Minuten vor dem Portal desLuckenwalder Krankenhauses.

Quelle: FOTO: ELINOR WENKE

Luckenwalde. Unter dem Motto „Es schlägt 13“ beteiligten sich am Mittwoch Mittag um 13 Uhr 76 Mitarbeiter des Luckenwalder DRK-Krankenhauses an einer bundesweiten Aktion der Gewerkschaft Verdi und der Deutschen Krankenhausgesellschaft für eine bessere Personalausstattung. Beschäftigte aus insgesamt 1300 Kliniken von der Nordsee bis nach Bayern bildeten zehn Minuten lang vor ihren Häusern eine Protestkette und machten somit genau am Tag der Gesundheitsministerkonferenz auf den Personalnotstand aufmerksam.

Laut Verdi fehlen an Deutschlands Krankenhäusern 162 000 Mitarbeiter, davon 70 000 Pflegekräfte. Deshalb hielten bundesweit 162 000 Beschäftigte symbolisch 162 000 Personalnummern hoch. „Wir haben 68 Nummern von 39 344 bis 39 412 erhalten“, sagte Küchenleiter und Betriebsratschef Jens König – und hatte sie im Nu an protestwillige Mitarbeiter verteilt. Nach seiner Einschätzung fehlen in der Luckenwalder Einrichtung mindestens zehn Vollzeitkräfte. 541 Mitarbeiter, davon 60 Ärzte und 128 Pflegekräfte, arbeiten auf den zehn Stationen des DRK-Krankenhauses. 10 625 stationäre Patienten wurden im vergangenen Jahr in der Klinik versorgt. „Die Kollegen fühlen sich generell überlastet“, sagte König, „die mangelnde Personalausstattung zeigt sich in erheblichen Überstunden und Mehrarbeit und in einem erhöhten Krankenstand.“

Das bestätigte auch Pflegedienstleiter Göran Knösch. „Es fehlt vor allem an Pflegekräften, die nachrücken“, befürchtet er.

Auch Mediziner gibt es nach Ansicht von Christin Schätze, Ärztin in Weiterbildung und Mitglied des Betriebsrates, nicht genug. „Ärzte werden aus der Freischicht geholt oder müssen länger arbeiten, wenn Not am Mann ist“, sagte Christin Schätze. Nach ihrer Einschätzung könnten vor allem noch Assistenzärzte eingestellt werden. Bei der Protestaktion hat am Mittwoch auch die zweijährige Merle mitgemacht, sie war mit ihrer Mama, der Krankenpflegehelferin Andrea Maurer gekommen.

Auch an den beiden Krankenhäusern der Klinikum Dahme-Spreewald GmbH in Königs Wus-terhausen und Lübben beteiligten sich 133 Mitarbeiter an den Protestaktionen. Geschäftsführer Michael Kabiersch machte mit. „Wir haben Verständnis für die Sorgen unserer Mitarbeiter“, sagte er. An der Krankenhaus-GmbH sind der Kreis Dahme-Spreewald und die Sana Kliniken AG beteiligt.

Von Elinor Wenke

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