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Der Wildauer Stahlhammer

Gegenschlaghammer in der Schmiede wieder in Betrieb Der Wildauer Stahlhammer

Der Gegenschlaghammer ist einer der größten Europas und wird gerne als „das Herz der Wildauer“ bezeichnet. Seit Mittwoch schlägt der generalüberholte Gigant nach neunwöchiger Pause wieder.

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Riesige rotglühende Rohlinge werden nun wieder in Wildau geschmiedet. Bis auf die Grundplatte wurde der Gegenschlaghammer modernisiert. Er hat jetzt eine höhere Schlagkraft und wird per Computer gesteuert.

Quelle: Gerlinde Irmscher

Wildau. „Nach 20 Jahren im fast durchgängigen Drei-Schichtbetrieb wurde es Zeit, den Hammer komplett zu überholen und mit einer neuen, modernen Steuerung auszustatten“, sagte Alexis Bömcke, Geschäftsführer der Wildauer Schmiedewerke GmbH. Dies sei eine Herkulesaufgabe für Techniker, Instandhalter, Projektplaner und das ganze Wildauer Team gewesen – nicht nur wegen der Größe des Hammers. Allein die Gewichte der Einzelteile sind immens: Der sogenannte Unterbär und der Oberbär des Wildauer Gegenschlaghammers wiegen jeweils 80 Tonnen. Sie wurden bei einem Schwesterunternehmen präzise nachbearbeitet. Das Maschinenoberteil wurde komplett neu gegossen und vorbearbeitet.

„Es hat schon etwas Beunruhigendes, wenn solch eine Instandhaltungsmaßnahme in einem der bedeutenden Industrieunternehmen unserer Region stattfindet“, sagte Bürgermeister Uwe Malich. Viele Wildauer hätten gehofft, dass alles gut geht. Umso größer sei die Freude, dass der Hammer endlich wieder schlägt und damit die Stadt wieder ihren kräftigen Puls fühle.

„Nun ist der Wildauer Gegenschlaghammer nicht nur einer der größten Europas, sondern der modernste“, sagte Alexis Bömcke. Er bedankte sich im Namen der Geschäftsführung auch bei dem Betriebsrat und allen Mitarbeitern. Die hätten vor der Generalüberholungspause zusätzliche Wochenendschichten eingelegt und alle Aufträge abgearbeitet, „damit unsere Kunden termingerecht beliefert werden konnten.“

„Wir arbeiten für viele renommierte Großkunden“, sagte Betiebsleiter Frank Ledderbohm. Aufträge kämen unter anderem von Herstellern für Dieselmotoren beziehungsweise Schiffs-, Bahn-, Erdöl- und Bergwerkstechnik.

Aus rotglühenden Stahlrohlingen werden mit dem Gegenschlaghammer Kurbelwellen, Pleuelstangen, Nockenwellen, Achsstummel oder Schwungräder geschmiedet. Was in Wildau erst unter den Hammer kommt, treibt später beispielsweise als präzise bearbeitetes Teil in riesigen Schiffsmotoren zuverlässig gewaltige Kreuzfahrt- oder Containerschiffe an.

Von Frank Pechold

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