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Der Wohnungsmarkt im BER-Kreis explodiert

Dahme-Spreewald Der Wohnungsmarkt im BER-Kreis explodiert

Im Landkreis Dahme-Spreewald sind in diesem Jahr schon deutlich mehr Wohnungen in Mehrfamilienhäusern genehmigt worden, als im gesamten Jahr 2015. Es werden Mietshäuser geplant und gebaut – und zwar im gesamten Kreis. Das bedeutet aber noch lange nicht, dass das Wohnungsproblem gelöst ist.

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Eines der neusten Projekte: „Wohnen am Park“ in Schönefeld.

Quelle: Irmscher

Wildau. Der Bauboom in Dahme-Spreewald hält unvermindert an, der Wohnungsmarkt entwickelt sich zu einer der dynamischsten Branchen im Landkreis. Das zeigen Zahlen, die Landrat Stephan Loge (SPD) am Mittwoch in Wildau präsentierte.

Laut Loge hat die Kreisverwaltung im vorigen Jahr den Bau von 958 Wohnungen genehmigt, bis Ende August waren es in diesem Jahr schon 651 Wohnungen. Damit liegt der Kreis zahlenmäßig leicht über dem Wert des Vorjahres. Auffällig ist dabei, dass die Wohnungen zunehmend in Mehrfamilienhäusern geplant werden. Während im gesamten Jahr 2015 nur 92 Wohnungen in Mehrfamilienhäusern genehmigt wurden, sind es in diesem Jahr schon 143. Für Stephan Loge lässt das vor allem zwei Schlüsse zu. Erstens: Investoren nutzen günstige Zinsen und den Druck auf dem Markt. Zweitens: Auch die Kommunen reagieren endlich auf den Wohnungsnotstand, der seit Jahren herrscht.

Entsprechende Signale bekomme er inzwischen auch aus den Rathäusern, sagt Loge. Vorreiter ist noch immer Schönefeld, wo derzeit etwa rings um die Hans-Grade-Allee ein neuer Gemeindeteil emporwächst. Aber auch in Königs Wusterhausen, Luckau, Lübben und anderen Gemeinden gebe es Projekte und Bestrebungen, den Mietwohnungsbau mit Mitteln der öffentlichen Hand anzukurbeln. „In Schulzendorf will man sogar eine neue Wohnungsbaugesellschaft gründen, das freut mich “, so Loge.

Projekt absegnen lassen

Der Landrat will sich im Oktober vom Kreistag das erste eigene Wohnungsprojekt absegnen lassen. Dabei geht es um etwa 140 Wohnungen, die die Wildauer Wohnungsbaugesellschaft errichten wird. Die Idee: Der Landkreis mietet die Wohnungen für drei Jahre an und vermietet sie zu erschwinglichen Konditionen unter, bevorzugt an Menschen mit geringem Einkommen, Flüchtlinge oder Studenten.

Als Bauherr wird die Kreisverwaltung aber vorerst nicht aktiv werden. Entsprechende Überlegungen gab es zwar, im Landkreis hatte man sich auch schon bei den Kollegen aus Oberhavel informiert, wo eine kreiseigene Gesellschaft im Wohnungsbau aktiv ist. „Ich habe jetzt aber ein besseres Gefühl als vor einem Jahr, und da Wohnungsbau eigentlich nicht unsere Aufgabe ist, halten wir uns da vorerst zurück“, so Loge.

Die Situation auf dem Wohnungsmarkt bleibt aber angespannt. Allein in den Flüchtlingsunterkünften des Landkreises warten mehr als 400 anerkannte Asylbewerber auf eine Wohnung. Einer aktuellen Studie zufolge ist für den Landkreis bis 2030 eine Einwohnerzahl von bis zu 190 000 Menschen erwartbar. Derzeit leben 165 000 Menschen im Landkreis.

Von Oliver Fischer

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