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Dahme-Spreewald Der eine sagt hü, der andere hott
Lokales Dahme-Spreewald Der eine sagt hü, der andere hott
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00:17 04.06.2017
Das „Strohlager“ ist ein Hänger ohne Räder. Jeweils eine Rolle Heu liegt hier für die sechs Ponys der Familie Konrad bereit.
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Kablow

Angelika Konrad hält in Kablow sechs Ponys. Das macht sie gemeinsam mit ihrer Familie seit 14 Jahren. Jetzt muss sie die Arbeit allein mit ihrer Tochter Nadine bewältigen, denn ihr Mann ist kürzlich verstorben. Zu allem Unglück hat die Frau nun auch noch Ärger mit der Baubehörde des Landkreises. Sie soll den Unterstand für die Kleinpferde abreißen. Der Grund: Sie habe keine Baugenehmigung dafür gehabt. Sie fühlt sich in die Mühle der Bürokratie geraten.

Nadine Konrad mit Pferd Erna, das den Unterstand besonders liebt, aber ohnehin allen Pferden seitens des Tierschutzes zusteht. Quelle: Andrea Müller

Angelika Konrad versteht die Welt nicht mehr. Hin und her gehen die Briefe zwischen ihr und dem Landkreis. Ohne Erfolg. Im letzten steht, sie soll den Windschutz für die Tiere bis Ende Juni abreißen. Sie hält die Unterlagen in der Hand; darunter eine Genehmigung des Umweltamtes des Landkreises zur Errichtung des Unterstellplatzes für Ponys aus dem Jahr 2006. Hier wird noch detailliert aufgeführt, unter welchen Voraussetzungen die Genehmigung erfolgt. Verlangt wird die Verkleidung des Unterstandes mit Holz und die Errichtung innerhalb von zwei Jahren. Familie Konrad hatte für die Genehmigung 25 Euro zu entrichten. Vor nunmehr sechs Jahren begann die Bauaufsicht mit dem Ärger. „Eine Außendienstmitarbeiterin nahm Anstoß an dem Unterstand und einem Strohlager“, so Angelika Konrad. Dabei handele es sich gar nicht um ein Strohlager, sondern einen mobilen Hänger ohne Räder, in dem jeweils eine Rolle Stroh zur Versorgung der Tiere lagere. Der sei auch deswegen nicht das Problem. Ein solches sei der Unterstand, der seitens des Tierschutzes sogar vorgeschrieben ist.

Witterungsschutz in der Pferdehaltung Pflicht

Das bestätigt Kreisamtstierärztin Jana Guth und zitiert die „Leitlinien zur Beurteilung von Pferdehaltungen unter Tierschutzgesichtspunkten“. Hier heißt es : „Ein Witterungsschutz muss unabhängig vom rassespezifischen Typ vorhanden sein, wenn Pferde ganzjährig oder über einen längeren Zeitraum auf der Weide gehalten werden.“ Die Amtstierärztin kennt aber dennoch das Problem, mit dem Angelika Konrad nun zu kämpfen hat. „Für das Bauamt gelten ganz andere Bestimmungen. Hier wird daher ein Abriss gefordert. Welches Recht nun höherwertig als das andere ist, vermag ich nicht zu beurteilen“, so Jana Guth.

Die Bauaufsicht des Landkreises hält sich ganz bedeckt. „Nach Rücksprache mit unserer Baubehörde befinden wir uns derzeit in einem laufenden Verfahren“, so die Kreis-Pressesprecherin Janet Grund. Sie signalisiert aber Gesprächsbereitschaft des Bauordnungsamtes, das Anliegen von Angelika Konrad „in einem persönlichen Gespräch zu erörtern und Lösungen zu finden.“

Warten auf Kontaktaufnahme

Angelika Konrad wäre glücklich darüber. Doch bislang habe die Bauaufsicht noch keinen Kontakt mit ihr gesucht. Deswegen mache sie sich weiter große Sorgen um die Unterbringung der Ponys, die über die Jahre natürlich zur Familie gehörten. Und sie habe ja versucht, die Tier auf einem anderen Flurstück unterzubringen. Leider sei ihr das bisher nicht gelungen. Das Land, auf dem die Ponys stehen, ist ihr eigenes. Es ist am Ortsrand. Niemand könne verstehen, wen so ein umgenutzter Carport hier störe.

Von Andrea Müller

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