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Dahme-Spreewald Der erleuchtete Turm
Lokales Dahme-Spreewald Der erleuchtete Turm
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00:29 01.07.2015
Der beleuchtete Turm. Quelle: Foto: Dederke
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Niederlehme

Allabendlich, wenn die Nacht heranrückt, leuchtet er nun, der imposante Wasserturm von Niederlehme. Das Farbenspiel fasziniert Autofahrer, die auf der nahe gelegenen Autobahn vorbeibrausen, aber auch die Niederlehmer selbst, die am kommenden Wochenende das 700-jährige Bestehen ihres Heimatortes mit buntem Treiben, Bühnenprogramm, Chortreffen und Sportspielen begehen werden. Für den ersten Höhepunkt der Festivitäten hat Christian Dederke bereits gesorgt: Das angestrahlte Wahrzeichen des Königs Wusterhausener Ortsteils dient nun als bestes Werbemittel für den Ort und das Fest.

Die Idee dazu hatte er im vergangenen Herbst. Initiiert hat er die bis zum 5. Juli geplante Illumination „aus Liebe zur Heimat“, wie er sagt. Christian Dederke ist in Niederlehme aufgewachsen und dem Ort noch immer eng verbunden. Im Januar besichtigte er erstmals mit einem Techniker den markanten, 27 Meter hohen Wasserturm, der 1902 gebaut wurde. Dankbar ist er dem Heimatverein, denn dort fand er wichtige Unterstützer. Über den Verein wurde Fördergeld bei der Mittelbrandenburgischen Sparkasse beantragt, wodurch der „Wasserturm im Lichterglanz“ überhaupt erst möglich wurde.

Dederke hat auch die Zeuthener Malerin Gina Appel beauftragt, einige Bilder mit Motiven aus Niederlehme zu malen. Dafür hat Dederke zwölf markante Punkte ausgesucht, den Ausblick vom Drachenberg etwa oder den Bergkindergarten, Wanderwege oder Lastkähne auf der Dahme. Und natürlich den Wasserturm. Der wird auch das Deckblatt eines Kalenders zieren, der aus den zwölf Ansichten entstehen soll. Demnächst ist dieser Kalender in Niederlehme erhältlich. Derzeit sind Gina Appels Bilder im Rewe-Markt zu sehen, sie werden aber auch noch an anderen Orten in Niederlehme ausgestellt werden.

Gemeinsam mit Christian Dederke ist Gina Appel auf Entdeckungsreise in Niederlehme gegangen. „Den Wassertum habe ich schon immer geliebt“, erzählt sie. Ansonsten aber, das gibt die Künstlerin offen zu, habe sie den Ort bis dato kaum gekannt. Doch aus dem, was sie seither gesehen und entdeckt hat, sind in den vergangenen Monaten Bilder entstanden, die, so Dederkes Vision, „neugierig machen sollen, auch auf Ausflüge in den eigenen Ort“. Deshalb sind es nicht nur die klassischen Sehenswürdigkeiten, sondern auch der Bahnhof oder das Seniorenheim.

Typisch bei Appels mit Acrylfarben entstandenen Gemälden sind kräftige, oft warme dunkle Farben, die einen romantischen Blick auf die Umgebung verraten. Erst im vergangenen Jahr hat die junge Zeuthenerin erstmals einige ihrer Arbeiten öffentlich präsentiert. „Gemalt habe ich schon immer“, erzählt sie. Nach einer Ausbildung zur Physiotherapeutin absolvierte sie wegen ihrer Liebe zur Kunst noch eine weitere Ausbildung zur Gestalterin für visuelles Marketing. Bei den Niederlehmer Bildern ist ihr wichtig, „dass es realistisch aussieht“. Die Betrachter sollen immer aber auch etwas entdecken können, kleine Details, die dafür sorgen, dass sie etwas eigentlich Altbekanntes noch einmal neu und anders wahrnehmen können. „Es soll Freude machen beim Anschauen“, wünscht sich Gina Appel.

Von Karen Grunow

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