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Dahme-Spreewald Einblicke in den 1000-PS-Diesel
Lokales Dahme-Spreewald Einblicke in den 1000-PS-Diesel
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10:07 13.04.2015
Uwe Brehmer vom Förderverein "Sender Königs Wusterhausen" erklärte die Besonderheit des 1000-PS-Diesels im Sender- und Funktechnikmuseum. Quelle: Uta Schmidt
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Königs Wusterhausen

Für die einen ist es Höllenlärm, für die anderen der schönste Sound der Welt. Der 1000-PS-Dieselmotor im Sender- und Funktechnikmuseum auf dem Funkerberg hat viele Freunde, nicht nur im Förderverein "Sender Königs Wusterhausen". "Weil das Interesse an dieser historischen Maschine weit über die monatlichen Vorführungen hinausgeht, haben wir erstmals zu einer öffentlichen Dieselwartung eingeladen", sagte Vereinsvorsitzender Rainer Suckow am Sonntag bei der Premiere.

Vier Mechaniker aus der Vereinscrew führten den acht Besuchern das Wunderwerk der Technik vor. Chefmechaniker Uwe Brehmer erläuterte zunächst die Geschichte der großen Gesamtanlage, deren Herzstück der 1935 von der Firma Humboldt-Deutz Köln erbaute Motor ist, der zunächst 1937 in der Sendeanlage in Berlin-Tegel in Betrieb genommen wurde. 1949 kam die Maschine nach Königs Wusterhausen, um als Notstromanlage die Sendehäuser und Funktechnik versorgen zu können. "Dafür musste ein neues Maschinenhaus mit einem starken Fundament gebaut werden", so Brehmer. Der bis 1989 in Betrieb gewesene 1000-PS-Motor ist noch voll funktionsfähig und damit Magnet im Museum. "Dafür müssen wir ihn aber auch mindestens einmal pro Woche laufen lassen. Das ist ein Supersound wie bei einem Elbdampfer", schwärmte Brehmer.

Zu den Besuchern, die es gestern kaum erwarten konnten, selbst Hand an die eindrucksvolle Maschine anlegen zu können, gehörte Ludwig Jens aus Krummensee. Der Lokführer hatte bereits zweimal den allmonatlichen Diesellauf verfolgt und war davon so begeistert, dass er nun das Innenleben unter die Lupe nehmen wollte. Auch Ingenieur Alexander Dehnst aus Königs Wusterhausen interessiert sich für historische Dieselmotoren. Oskar Gossing aus Rangsdorf war während seiner Arbeit im Institut für Post- und Fernmeldewesen in der DDR auch für die Technik auf dem Funkerberg zuständig und hoffte auf Wiederbegegnung mit alten Kollegen.

Doch bevor die acht Dieselfreunde den Motor gemeinsam zum Laufen bringen konnten, mussten sie gewissenhaft Pleuelstangen, Laufbuchsen, Nockenwellen- und Hauptlager ölen. Sie besichtigten das massive Fundament im Keller, auf dem der Motor auf 36 Federelementen ruht, den Kühlturm mit dem 15 000-Liter-Wasserspeicher, die Kompressoren und Druckanlagen. Um all diese Anlagen in betriebsfähigem, zum Teil TÜV-geprüften Zustand zu erhalten, benötigt der Verein eine Menge Geld. "1500 Euro kostet uns zum Beispiel ein Ölwechsel. Dazu kommen Wasser und Kraftstoffkosten pro Diesellauf", so Rainer Suckow. Der Verein wolle auch künftig den Freunden des 1000-PS-Motors Einblicke in die Anlage ermöglichen. "Das hat so noch nie jemand gesehen", meinte Chefmechaniker Brehmer.

Von Uta Schmidt

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