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Diana Zehl mit Lehrerpreis ausgezeichnet

Königs Wusterhausen Diana Zehl mit Lehrerpreis ausgezeichnet

Seit 27 Jahren unterrichtet Diana Zehl an der Schule für Blinde und Sehbehinderte in Königs Wusterhausen. Am Dienstagabend wurde sie in der Potsdamer Staatskanzler für ihr großes Engagement mit dem Brandenburgischen Lehrerpreis ausgezeichnet.

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Bei einem Festakt am Dienstag in der Potsdamer Staatskanzlei wurde Diana Zehl mit dem Lehrerpreis ausgezeichnet.

Quelle: Frank Pawlowski

Königs Wusterhausen. Vor 27 Jahren begann Diana Zehl ihre Lehrertätigkeit an der Brandenburgischen Schule für Blinde und Sehbehinderte in Königs Wusterhausen. Sie kam frisch von der Uni, hätte auch ans benachbarte Gymnasium gehen können. Aber sie entschied sich nach eintägiger Hospitation für die Blindenschule. „Es war eine Herzensentscheidung. Der Unterrichtsstil war liebevoll und konsequent. Ich wusste: Ja, das ist es“, sagt die 51-Jährige.

Bis heute hat sie diesen Schritt nicht bereut. „Ich wollte nie wieder weg.“ Wenn sie über ihre Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen und mit den Lehrerkollegen spricht, merkt man sofort, dass es ihr eine Herzenssache ist. Auch aus diesem Grund ist sie vom Landkreis Dahme-Spreewald für den Brandenburgischen Lehrerpreis nominiert worden, mit dem sie am Dienstag bei einem Festakt in der Potsdamer Staatskanzlei ausgezeichnet wurde. Von 50 Nominierten wurde diese Ehre 18 Lehrern aus ganz Brandenburg zuteil, „stellvertretend für die vielen anderen guten Lehrkräfte im Land“, wie Bildungsminister Günter Baaske (SPD) sagte.

Kreis hat die Lehrerin für den Preis vorgeschlagen

Für Diana Zehl war es eine große Überraschung, überhaupt für den Preis vorgeschlagen worden zu sein. Sie hat sich darüber gefreut. „Das ist eine sehr schöne Form des Dankes“, sagt sie. Der Kreis als Schulträger der Blindenschule hatte die Nominierung unter anderem mit Diana Zehls Verdiensten für den Sport begründet. Wiederholt errang die Blindenschule den Titel „Sportlichste Schule des Landkreises“. Doch Diana Zehl gibt die Blumen gleich weiter an ihr Kollegium und an die Schüler sowie an den Schulsportverein. „Das ist ihr Verdienst“, sagt sie bescheiden.

Die ausgezeichnete Lehrerin für Deutsch und Geschichte ist stellvertretende Schulleiterin. In der dritten Klasse unterrichtet sie gerade Sachkunde. „Ich lerne mit, ich kenne nicht alles, was auf der Wiese blüht“, sagt sie mit strahlenden Augen. Jeden der 97 Blindenschüler will sie mit Namen kennen. Deshalb versucht sie, in allen Klassenstufen zu sein.

Blinden-Tennis soll bald angeboten werden

Die Förderschule für blinde und sehbehinderte Kinder unterscheidet sich nicht von anderen Schulen, betont Diana Zehl. „Wir nehmen die Kinder an, wie sie sind, und versuchen, das Beste aus ihnen herauszuholen." Zwar gebe es kleinere Klassen mit acht bis zwölf Schülern, doch die Vorbereitung und Durchführung des Unterrichts ist sehr aufwendig. So normal wie möglich zu sein im Umgang mit den Kindern und so besonders wie nötig – diese Balance täglich zu finden, sei schwierig. Diana Zehl scheint das zu gelingen. „Sie ist eine tolle Lehrerin. Ihren Unterricht gestaltet sie interessant und abwechslungsreich, unterstützt die Kinder und Eltern, wo sie kann“, sagt eine Mutter.

Die leidenschaftliche Tennisspielerin Diana Zehl, aktiv beim Verein Grün-Weiß Königs Wusterhausen, möchte sportlich mit der Schule neue Wege gehen. Blinden-Tennis, in Berlin schon populär, soll den Kindern möglichst bald angeboten werden. „Das wäre ein zukunftsweisendes Projekt.“

Aus Dahme-Spreewald für den Lehrerpreis nominiert waren außerdem Michael Grabs vom Oberstufenzentrum und Gertraut Apel von der Herder-Oberschule Königs Wusterhausen.

Von Frank Pawlowski

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