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Die Bewahrer des Gotteshauses

17. Sommerfest des Kirchbauvereins Wernsdorf Die Bewahrer des Gotteshauses

Einst haben die Mitglieder des Kirchbauvereins Wernsdorf ihr Sommerfest ins Leben gerufen, um Geld für die Sanierung des Gotteshauses zu sammeln. Mittlerweile blicken sie angesichts der zahlreichen bereits verrichteten Arbeiten optimistisch in die Zukunft. Zu tun gibt es dennoch viel und so wurde auch in diesem Jahr wieder ein Fest veranstaltet.

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Margret Lehmann, Bernhard Lehmann und Anni Schust (v. l.) vom Vorstand des Kirchbauvereins Wernsdorf

Quelle: Dietrich von Schell

Wernsdorf. Der Kirchbauverein Wernsdorf veranstaltete am Sonnabend zum 17. Mal in Folge sein traditionelles Sommerfest. Das Fest ist 1998 ins Leben gerufen worden, um die evangelische Dorfkirche in Wernsdorf vor dem Verfall zu bewahren. Auch diesmal fließt der Erlös in den Erhalt des Gotteshauses.

Bernhard Lehmann kann in diesem Jahr entspannt in die Zukunft blicken. „Die großen Aufgaben sind erledigt“, so der Vorstandsvorsitzende des Kirchbauvereins. „Jetzt stehen vor allem noch Kleinigkeiten an.“ Wenn Lehmann über die Wernsdorfer Kirche redet, könnte man manchmal glauben, es sei sein eigenes Haus. Er kennt jeden Balken, jeden Stein und die Geschichten dazu. In seiner Rede zitiert er den Wahlspruch der Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler (KiBa), der auch sein Engagement auf den Punkt bringt: „Die Kirchen eines Ortes sind Gottes-Häuser für die Christen, Kultur-Häuser für Touristen und Heimat-Zeichen für die Einwohner. Drei Gründe, sie zu bewahren, damit wir für unsere Nachfahren tun, was unsere Vorfahren für uns getan haben.“

In diesem Jahr ist bereits der Eingang aufgewertet worden: „Wir haben jetzt eine Rollstuhlrampe und ein Geländer für ältere Leute. Unsere Kirche ist barrierefrei“, sagt Lehmann. Die Fenster haben bereits einen neuen Anstrich erhalten. „Nur oben am Turm sind wir noch nicht fertig, dazu ist eine Hebebühne notwendig.“ Die Kosten für die Bühne alleine beziffert Lehmann auf knapp 1000 Euro. Hinzu kommen die Arbeitsstunden für den Maler.

Unerwartete Schäden treten jedoch auch auf. Das letzte Malheur gab es am Dach: Dort, wo die Ziegel auf den Turm treffen, trat Feuchtigkeit ein. „Zwar war der Bereich durch eine Putzkante geschützt, aber sie begann an dieser sensiblen Stelle zu brechen.“ Diese Kante hatte man bei der Renovierung vor zehn Jahren auf Wunsch des Denkmalschutzamtes angebracht. Inzwischen ist sie durch Kupferbeschläge ersetzt worden. Lehmann sagt, die Zusammenarbeit zwischen Kirchbauverein und Behörde klappe reibungslos. „Der Denkmalschutz hat ebenfalls ein Interesse daran, die Kirche zu bewahren.“

Der zurzeit 26 Mitglieder starke Verein hat die einst stark zerfallene Dorfkirche in mehreren Schritten wieder zu einem Schmuckkästchen ausbauen lassen und bemüht sich nun, diesen Zustand zu erhalten.

Von Dietrich von Schell

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