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Dahme-Spreewald Die Försterei ist besorgt
Lokales Dahme-Spreewald Die Försterei ist besorgt
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18:03 07.04.2016
Das sind nicht die einzigen Säcke, die an der Straße nach Gussow im Wald „entsorgt“ wurden. Quelle: Gerlinde Irmscher
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Niederlehme

Die Waldgebiete in und um Königs Wusterhausen werden immer häufiger als öffentliche Müllhalde genutzt. Besonders in der Nähe der Autobahn und an der Umgehungsstraße in Niederlehme käme es immer wieder zu starker Verschmutzung der Wälder, sagt Martin Möpert, Leiter der Oberförsterei Königs Wusterhausen.

Einem MAZ-Leser ist beim Mountainbiken an vielen Stellen die starke Verschmutzung aufgefallen. In einem Waldgebiet nördlich der Autobahnauffahrt Niederlehme liege der Müll sogar am Rand eines Naturschutzgebietes. „Es gibt kaum 50 Meter, wo es richtig sauber ist“, sagt er. „Bei dem Müll sind ja auch Altlasten dabei.“ Diese Entwicklung beobachtet auch Martin Möpert. Jährlich sammelt und entsorgt die Försterei in Zusammenarbeit mit dem Südbrandenburgischen Abfallzweckverband rund 100 Kubikmeter Müll aus den Wäldern, es werden mehr als 1000 Stunden Arbeitszeit für die Müllentsorgung eingeplant. Allein in den letzten drei Monaten kamen schon 20 Kubikmeter an Abfall zusammen. „Jeder Kubikmeter ist zu viel“, sagt Möpert.

Woher der viele Sondermüll im Wald kommt, kann Möpert sich denken: „Die Leute scheuen sich vor der Entsorgung und den Kosten.“ Die Konsequenz sei allerdings, dass auf diese Weise der Steuerzahler für die Entsorgung ihres Mülls aufkommen muss. Überhaupt kritisiert Möpert die Umweltmoral und das mangelnde Umweltbewusstsein der Bevölkerung. „Bei Tierhaltung und Schlachtung sind sie ganz schnell dabei, aber die Dinge, die direkt vor ihrer Haustür passieren, werden ignoriert“, sagt er.

Von Philip Ziche

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