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Dahme-Spreewald Die Geheimnisse von Maybach II
Lokales Dahme-Spreewald Die Geheimnisse von Maybach II
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16:19 08.05.2018
Sebastian Dornblut spricht im Zollstockmuseum über seine Erkundungen in die Vergangenheit von Maybach II. Quelle: Gerlinde Irmscher
Bestensee

In der Reihe „Geschichte im Museum“ war am Freitagabend Sebastian Dornblut vom Verein Berliner Unterwelten zu Gast im Zollstockmuseum in Bestensee. Er ließ die Zuhörer teilhaben an einer Forschungsreise in die Vergangenheit der Bunkeranlage „Maybach II“, die sich in Wünsdorf befindet.

Im Oktober 2016 hatten die „Unterwelter“ einen Vertrag mit der Landesentwicklungsgesellschaft zur Erkundung der Bunkeranlage abgeschlossen. Die jahrelange Erfahrung beim Betreten solcher Anlagen erwies sich als hilfreich. Ziel war es, eine komplette Dokumentation über die bauliche Situation zu erstellen, eine fotografische Dokumentation sowie ein vermessungstechnisches Aufmaß. Anhand von Fotos und Videoaufnahmen sowie den ausführlichen Erklärungen von Dornblut konnten die Zuhörer die Arbeit im Bunker verfolgen.

Durch Sprengungen teilweise zerstört

Die Überreste der Anlage Maybach II sind nicht weit von der Bunkeranlage Maybach I zu finden. Sie diente als zeitweilige Führungsstelle für den Stab des Oberkommandos der Wehrmacht. 1939, nach Fertigstellung von Maybach I, wurde mit dem Bau der Anlage begonnen. Sie konnte im Oktober 1940 übergeben werden. Es entstanden elf Bunkerhäuser, baugleich denen von Maybach I. Ebenso gibt es einen Ringstollen zwischen den Häusern. Ursprünglich war Maybach II als Transport-Betriebszentrale „Hektor I“ geplant. Da die Anlage bei Kriegsausbruch nicht fertig war, wurde diese aber provisorisch im Nachrichtenbunker Zeppelin untergebracht.

Der Stab des Oberkommandos der Wehrmacht nutzte einen Teil der Anlage ab Januar 1945 als Führungsstelle. Sie wurde am 20. April 1945 evakuiert und noch am selben Tag unbeschädigt und kampflos von den sowjetischen Truppen eingenommen. Durch Sprengungen wurde die Anlage teilweise zerstört und bis zum Abzug 1994 als Übungsgelände und Müllkippe genutzt.

Museale Erschließung wohl nicht möglich

Fred Becker war aus Zossen gekommen. „Ich arbeite auf dem Nachbargrundstück und da möchte man schon gerne wissen, was es mit der Anlage auf sich hat“, sagte er. Zudem sei es gut, dass es solche Leute wie die Mitglieder des Berliner-Unterwelten-Vereins gibt. „Sie haben die Kenntnisse, wie man sich in solchen Objekten bewegt“, sagt Becker. Joseph Leuther aus Bestensee hatte erst vor Kurzem Maybach I besichtigt und nutzte die Gelegenheit, etwas über Maybach II zu erfahren.

Eine museale Erschließung von Maybach II ist nach Meinung von Sebastian Dornblut nicht realisierbar, da die Anlage vom Zustand her deutlich stärker zerstört ist als Maybach I.

Von Gerlinde Irmscher

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