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Dahme-Spreewald Die Kaffee-Königinnen von Wildau
Lokales Dahme-Spreewald Die Kaffee-Königinnen von Wildau
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11:30 25.05.2016
Inhaberin Kristin Leonhardt (M.), ihre Schwester Doreen und Vater Wolfram freuen sich über das einjährige Bestehen. Quelle: Heidrun Voigt
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Wildau

Die Eier für den „Kalten Hund“ sind ausgegangen, deshalb düst Kristin Leonhardt noch mal schnell in den Supermarkt. Die süße Leckerei nach einem alten Familienrezept ist bei den Kunden sehr beliebt. Seit einem Jahr führt die zierliche Dreißigjährige zusammen mit ihrer Schwester Doreen die „Coffee Queen“ auf dem S-Bahnsteig in Wildau. Kürzlich wurde der erste Geburtstag des Kiosks gebührend gefeiert. Es gab für jeden Kunden einen süßen Keks in Form einer Eins. Gebacken hatte sie die Mutter der jungen Frauen. Von ihr stammte auch eine große Glückwunschkarte zum Aufessen. Stammkunden und benachbarte Gewerbetreibende schauten vorbei und gratulierten.

„Als ich mir den Kiosk mit seiner Ladenfläche von 28 Quadratmetern angesehen habe, dachte ich, das ist perfekt – und hier sind etwa 4000 Studenten“, erinnert sich Kristin Leonhardt. Sie wagte den Schritt in die Selbstständigkeit.

Gäste schwören auf Kaffee aus einer Hamburger Handrösterei

Die gelernte Köchin, hatte schnell gemerkt, dass ihr eher der Service als die Küche liegt. „In Berlin habe ich in verschiedenen Coffee-Shops gearbeitet und dabei viel gelernt“, sagt Kristin Leonhardt. Die Gäste schwören auf ihren Kaffee aus einer Handrösterei in Hamburg. Es gibt Brownies, Milchreis, Mango-Lassi, Buttermilchkuchen und das klassische Kiosksortiment vom Eis über Getränke bis zur Zeitung.

Die beiden Schwestern sind in Zeuthen aufgewachsen. Kristin lebt jetzt in Berlin, Doreen in Wildau. Morgens um 5 Uhr öffnet der Kiosk bereits. „Eigentlich wollten wir um 6 aufmachen, aber wenn ich hier ankam und mit den Vorbereitungen begann, klopften schon die ersten Kunden und fragten nach einem Kaffee und der Zeitung“, erzählt Doreen Leonhardt.

Vater Wolfram hat die Möbel gebaut

In der „Coffee Queen“ herrscht eine frische, freundliche Atmosphäre. An den weißen Möbeln sind Küchenutensilien mit ein paar schwungvollen Strichen aufgemalt, an der Wand die Teebeutel mit ihren Ziehzeiten. Ein Schwarz-Weiß-Foto zeigt, wie der Bahnsteig früher aussah. Die Gestaltung des Kiosks hat die gelernte Mediengestalterin selbst in die Hand genommen. Vater Wolfram hat die Möbel gebaut. „Holz ist mein Hobby und für den zweiten Laden baue ich auch wieder was“, erzählt der Rentner. Tochter Kristin eröffnet in Berlin in zwei Wochen ein kleines Café. „Das Angebot ist ähnlich wie hier, nur dass man dort auch frühstücken kann, wir einige Sitzplätze haben“, so die junge Frau. Auch ihre Schwester hat ein zweites Standbein. Mit ihrem „Crepe Car Deluxe“ ist sie am Wochenende, wenn der Kiosk geschlossen hat, auf Festen in der Region unterwegs. Auch sie wird von Vater Wolfram unterstützt.

Der kleine Bahnhofskiosk ist längst mehr als eine Kaffeestube, hier gibt es nicht nur aufmunternde Worte, sondern auch eine Pinnwand, wo sich Zettel mit Suche- und Biete-Angeboten befinden. Zudem ist er auch ein „Fundbüro“. „Was uns die Leute alles für vergessene Sachen reinbringen – vom Fahrrad über ein Toilettenbecken bis zu Schlüsseln und EC-Karten hatten wir schon alles hier“, erzählt Doreen Leonhardt und lacht.

Von Heidrun Voigt

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