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Dahme-Spreewald Die Marktlandschaft sortiert sich neu
Lokales Dahme-Spreewald Die Marktlandschaft sortiert sich neu
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00:33 15.04.2018
Das Eckhaus an der Wiesenstraße steht im Erdgeschoss schon fast komplett leer. Läden und Dienstleister müssen einem Kaufland-Getränkemarkt weichen. Quelle: Frank Pawlowski
Königs Wusterhausen

Die Landschaft der Supermärkte in Königs Wusterhausen sortiert sich neu. Die Schließung des Netto-Discounters an der Luckenwalder Straße/Ecke Wiesenstraße war der Anfang. Mindestens zwei weitere Märkte in der Stadt werden schließen.

Kaufland-Markt wird erweitert

Netto und andere Läden des kleinen Einkaufs- und Handelszentrums müssen dem Nachbarn Kaufland weichen. Das Unternehmen will den Markt erweitern, der vor knapp einem Jahr in der Wiesenstraße eröffnet wurde. Gerüchten zufolge soll ein großer Getränkemarkt entstehen. Kaufland selbst äußerte sich bisher auf MAZ-Anfrage nicht zu den Plänen. Ein Friseursalon, ein Döner-Imbiss und ein Nagelstudio haben noch geöffnet. Sie müssen ihre Geschäfte bis zum Jahresende räumen, früher als zunächst offenbar vorgesehen.

Aus nach elf Jahren für den Döner-Imbiss

Das Königs Grillhaus sollte eigentlich bis zum 30. März bleiben können, wie Inhaber Ekrem Tekdas sagte. „Aber dann hieß es plötzlich, wir sollen doch im Dezember raus.“ Er betrieb den gut laufenden Imbiss seit elf Jahren und

Ekrem Tekdas bteribt seit elf Jahren den Döner-Imbiss. Quelle: Frank Pawlowski

möchte gerne in Königs Wusterhauen bleiben. „Aber es ist schwer, etwas für die Gastronomie zu finden.“ Adam Alame will seinen Friseursalon nicht ohne weiteres aufgeben. Er pocht auf

Friseur Adam Alame ist verärgert über die Kündigung. Quelle: Frank Pawlowski

eine mündliche Zusage, dass er bis Mitte März kommenden Jahres bleiben kann. Die Kaufland-Erweiterung dürfte noch die Stadtpolitiker beschäftigen. Sie hatten der Ansiedlung einst nur mit Auflagen zugestimmt. So war die Größe der Verkaufsfläche begrenzt worden.

In Deutsch Wusterhausen wird im Februar 2018 die Penny-Filiale schließen, wie das Unternehmen bestätigte. Der Markt Am Nottefließ war 1998 eröffnet worden. Als Grund für die Schließung nannte eine Sprecherin, dass die Verkaufsfläche mit knapp 580 Quadratmetern „für aktuelle sowie für die zukünftige Konzeptgestaltung einfach zu klein“ sei. Neue Filialen würden über knapp 1000 Quadratemeter Verkaufsfläche verfügen. Alle sieben Mitarbeiterinnen werden in umliegenden Penny-Märkten untergebracht. Unklar ist, ob es einen Nachfolger gibt.

Der Pennymarkt in Deutsch Wusterhausen schließt im Februar 2018. Quelle: Frank Pawlowski

Der Rewe-Markt im Fontane-Center soll Anfang 2019 geschlossen werden, ursprünglich war das schon für dieses Jahr vorgesehen. Rewe-Sprecherin Magdalena Killinger sagte der MAZ: „Wir sehen mittelfristig keine wirtschaftlich vertretbare Perspektive an diesem Standort. Der Markt ist nicht mehr zeitgemäß und die Lage des Objekts ist schwierig.“ Konkrete Pläne für einen neuen Standort in Königs Wusterhausen gebe es noch nicht.

Rewe im Fontane-Center will Anfang 2019 schließen. Quelle: Frank Pawlowski

Ungewiss ist die Zukunft des Norma-Marktes in der Luckenwalder Straße. Eine kurzfristige Schließung sei zwar nicht geplant, doch eine Entscheidung hänge davon ab, ob eine Erweiterung und Modernisierung des Standortes möglich sei, sagte Expansionsleiter Bastian Rudelt. „Die baurechtlichen Voraussetzungen werden uns momentan verwehrt.“

Norma in der Luckenwalder Straße macht die Zukunft des Standortes davon abhängig, ob eine Erweiterung möglich ist. Quelle: Frank Pawlowski

Entwarnung gibt es hingegen für den Edeka-Markt in Senzig. „Er wird definitiv nicht geschlossen“, sagte Rita Mann vom Konsumvorstand am Dienstag. In sozialen Netzwerken hatten Gerüchte von einer bevorstehenden Schließung die Runde gemacht. Kundinnen wie Christel Eckert hätten das sehr bedauert. „Es ist der beste Laden weit und breit, das kulturelle Zentrum von Senzig“, sagt die 75-Jährige. Für die 78-jährige Sigrid Krüger wäre es schlimm gewesen, wenn es die einzige Einkaufsmöglichkeit in Senzig nicht mehr gäbe. Sie müsste nach Königs Wusterhausen oder Friedersdorf ausweichen, ohne Auto ist das wegen der schlechten Busverbindungen ein Problem.

Der Edeka-Markt in Senzig wird nicht geschlossen. Möglicherweise gibt es aber ab Januar einen neuen Betreiber. Quelle: Frank Pawlowski

Rita Mann vermutet, dass die Gerüchte wegen der Kündigung des Mietvertrages zum Jahresende aufkamen. Das wiederum hat mit einem Eigentümerwechsel zu tun. Die Edeka erwarb den Markt und schrieb ihn neu aus. Der Konsum als jetziger Marktbetreiber hat sich laut Rita Mann beworben. „Wir sind zuversichtlich, werden den Markt umbauen und modernisieren, wenn wir den Zuschlag bekommen.“

Von Frank Pawlowski

In Königs Wusterhausen soll es wieder einen Kaffeeklatsch geben. Initiator Dirk Marx hatte im Vorfeld der Wahl zur zwanglosen Gesprächsrunde in die Bahnhofstraße eingeladen. Das kam so gut an, dass in diesem Jahr noch zwei weitere Treffen folgen sollen. Termine gibt es aber noch nicht.

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