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Die Rettung der Patronatskirche

Schulzendorf Die Rettung der Patronatskirche

Der Verein zur Wiederherstellung der Patronatskirche in Schulzendorf wurde vor 15 Jahren gegründet. Was in dieser Zeit passiert ist, zeigt eine neue Ausstellung, die am Sonntag, dem Tag des offenen Denkmals, eröffnet wird.

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Historikerin Heidi Burmeister vom Verein zur Wiederherstellung der Patronatskirche in Schulzendorf zeigt die neueste Spendenaktion für den Epitaph, der restauriert werden soll.

Quelle: Dörthe Ziemer

Schulzendorf. Auf die Frage, wie man eine 150-Jährige rettet, hat Heidi Burmeister vom Verein zur Wiederherstellung der Patronatskirche in Schulzendorf nur eine Antwort: mit viel Liebe. Doch damit allein wäre es nicht getan. Es braucht viel Geld, um Mauern und Malereien, Taufengel und Fenster in der Kirche zu restaurieren, die am 31. Oktober 1866 geweiht wurde.

Die nächsten Veranstaltungen

Freitag, dem 9. September, um 18 Uhr: Vortrag von Heidi Burmeister zu Details der Baugeschichte, der Innenausstattung und des Bildprogramms der Patronatskirche.

Sonntag, dem 11. September, von 10 bis 18 Uhr: Tag des Offenen Denkmals – Eröffnung der Ausstellung „Gemeinsam Denkmale erhalten – Die Rettung einer 150-Jährigen“ sowie Kirchenführungen. Die Ausstellung ist bis Dezember dieses Jahres während der Veranstaltungen sowie nach Voranmeldung unter Tel. 03 37 62/ 4 09 59 zu sehen.

Montag, dem 31. Oktober, um 10 Uhr: Überregionaler Gottesdienst zum Reformationstag mit Pfarrer Hans-Karl Kahlbaum.

Was seit der Vereinsgründung vor gut 15 Jahren passiert ist, zeigen Burmeister und ihre Mitstreiter in einer neuen Ausstellung, die am Tag des offenen Denkmals am Sonntag, dem 11. September, eröffnet wird. Sie ist nach dem Konzept „Vorher-nachher“ aufgebaut. Selbst die Vereinsmitglieder staunen manchmal, was sich in den vergangenen Jahren alles getan hat. Ob die behutsam wieder hervorgeholten Malereien, die restaurierte Wappentafel oder die neuen Dachziegel – der neue alte Glanz lässt schnell vergessen, dass die Kirche zur Wende beinahe abrissreif war. „Als wir uns gründeten, haben wir gedacht, wir würden es wohl nicht mehr erleben, dass die Kirche wiederhergestellt ist,“ erinnert sich Heidi Burmeister.

Alte Fotos in der Ausstellung

Dass es anders kam, davon können sich Vereinsmitglieder und Gäste ab Sonntag überzeugen. Die Ausstellung zeigt alte Fotos aus der Zeit vor der Instandsetzung neben Dokumentationen von den Restaurierungsarbeiten – vor der Kulisse des heutigen Zustandes. Außerdem gibt es einige der wenigen Bilder zu sehen, die Rückschlüsse auf den Vorgängerbau der heutigen Patronatskirche zulassen. Eines davon wurde für die vorletzte Ausstellung „Mein Bild von der Patronatskirche“ aus alten Bauzeichnungen erstellt.

Von den Fotos, Zeichnungen und Bildern, die Schulzendorfer oder Gäste für diese Schau zur Verfügung gestellt haben, schwärmt Heide Burmeister noch immer. „Sie zeigen ganz unterschiedliche Sichtweisen auf die Kirche, Außenansichten ebenso wie Details“, erzählt die promovierte Historikerin. Aber vor allem zeigen sie – so formulierte es Burmeister in der Rede zur Finnisage: „Das Model ist wunderschön.“

Verliebt in die Kirche

Es hätten sich viele in diese Kirche verliebt, nicht nur Vereinsmitglieder, lobt Burmeister. Dies äußere sich in vielen kleinen Gesten: Sei es, dass jemand Teelichter für das nächste Konzert vorbeibringt, Tischdecken wäscht, Fenster streicht oder gar ehrenamtlich die Baubetreuung übernimmt.

Die Liebe zur Patronatskirche äußert sich auch in zahlreichen Spenden – 200 000 Euro wurden seit dem Jahr 1999 gesammelt, um die für öffentliche Förderungen notwendigen Eigenmittel bereitstellen zu können. Das Geld stammt aus dem Spendentopf, der in der Kirche steht, aus Konzerteinnahmen, Broschüren- und Getränkeverkäufen sowie aus kreativen Spendenaktionen. So wurden symbolische Leimtöpfe oder Urkunden für Dachziegel verkauft und alte Rechnungen, die auf Taler ausgestellt sind, zur Spendenzahlung in Euro vorgelegt.

Spenden werden gesammelt

In den kommenden Wochen werden Spenden für die Restaurierung eines Epitaphs gesammelt: Vor ein Foto von dieser Gedenktafel kann man symbolische Geldscheine an die Stelle aufhängen, die man gern mit einer Spende restauriert haben möchte. 14 000 Euro kostet die Restaurierung insgesamt, davon werden 7700 Euro mit Mitteln der Denkmalpflege gefördert. Weihnachten dieses Jahres soll der Epitaph wieder aufgehängt werden. Dann ist der Verein dem Ziel, das er im Namen trägt, wieder ein Stück näher gekommen: die Wiederherstellung der Patronatskirche.

Von Dörthe Ziemer

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