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Dahme-Spreewald Die Rose von der Fischer
Lokales Dahme-Spreewald Die Rose von der Fischer
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00:18 27.10.2013
Veronika Fischer und Ferndinand Muschik Quelle: Andrea Müller
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Lübben

Veronika Fischer pflanzte gestern in Lübben eine ganz besondere weiße Rose. Es war kein Klavier im Fluss, sondern ein Spreewaldkahn, der just in diesem Moment an der Roseninsel von Ferdinand Muschick vorbei schwamm. Mit dem Lied vom Klavier im Fluss begeisterte Vroni zu DDR-Zeiten ganze Generationen.

„Ich finde, es ist eine tolle Idee, hier auf der Insel Rosen zu pflanzen“, sagte Veronika Fischer. Beherzt griff sie zu der bereit stehenden weißen Rose, trug sie hinüber auf die Insel und hub mit dem Spaten ein Pflanzloch aus, als hätte sie in ihrem Leben nie anderes getan. Dabei musste sie gestehen, dass es die erste Rose war, die sie in die Erde setzte und zwar zu Ehren ihrer kleinen Enkelin. „Deswegen wird die Rose auch den Namen meiner Enkelin tragen: Fiona, was so viel heißen soll wie weiße Rose“, sagte Veronika Fischer.

Enkelin Fiona ist gerade erst 17 Monate alt und lebt wie ihre Oma in der Hauptstadt. Leider könne sie das Mädchen wegen der vielen Konzerte und Tourneen viel zu selten sehen. Dass die Rose jetzt Ende Oktober in voller Blüte stand, sah die Sängerin als gutes Zeichen für das Gedeihen von Enkelin und Blume. Sicherheitshalber nahm sie noch die Gießkanne und gab der Rose tüchtig zu trinken. „In vier, fünf Jahren komme ich mit Fiona vorbei und zeige dem Mädchen seine Rose“, kündigte Vroni an.

Ferdinand Muschick freute sich darüber, dass auch dieses Mal wieder alles so gut geklappt hatte. Mehr als 70Prominente haben bei ihm schon Rosen gepflanzt – vom Sänger Ivan Rebroff über den ehemaligen Ministerpräsidenten Matthias Platzeck bis hin zu dem Volkslied-Duo Heidi und Michael. Ferdinand Muschick versteht es seit Jahren, Prominente auf seine Roseninsel mitten im Spreewald zu locken, damit sie dort Rosen pflanzen. Zuletzt war Sigmund Jähn, der Kosmonaut aus der DDR, zu Gast. Nun also kam Veronika Fischer, die Rock-Ikone aus dem Osten, die aus Thüringen stammt, aber längst in Berlin zu Hause ist.

Dieses Mal habe er leichtes Spiel gehabt. „Frau Fischer hat sofort zugesagt, bei mir eine Rose zu pflanzen“, sagte der Rosenkavalier. Im Anschluss an die Pflanzaktion ging Veronika Fischer hinüber in den Wappensaal des Lübbener Schlosses. Gemeinsam mit Manfred Maurenbrecher las sie dort gestern Abend aus ihrer erst kürzlich im Heine-Verlag erschienenen Autobiografie „Das Lügenlied vom Glück“.

Von Andrea Müller

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