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Die Rückkehr des Weltumsegler-Bootes

Michael Haufes Schiff ist zurück Die Rückkehr des Weltumsegler-Bootes

Zwei Jahre lang war das Schiff „Polaris“ des Blossiner Unternehmers Michael Haufe unterwegs und ist dabei rund um die Welt gefahren. Nun ist es wieder in Warnemünde. Michael Haufe selbst ist nach seiner Tour um die Welt schon seit einigen Monaten wieder zuhause.

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Gruppenfoto mit Boot und Crewmitgliedern: die „Polaris“ im Warnemünder Hafen.

Quelle: Privat

Blossin/Warnemünde. Nach vierzehn Monaten auf dem Boot und einer kompletten Erdumrundung hatte Weltumsegler Michael Haufe genug. Im April stieg er auf einer Karibikinsel in ein Flugzeug und flog von dort aus in die deutsche Heimat. Jetzt, gut drei Monate später, ist auch sein Boot wieder zurück. Die „Polaris“, auf der der Blossiner Unternehmer mit seinem Skipper Jan Schäper und wechselnden Crew-Mitgliedern seit Januar 2014 alle Weltmeere durchquert hatte, lief am Sonnabend unter dem Jubel von Freunden und früheren Mitseglern im Warnemünder Hafen ein. Haufe, der die Crew schon am Abend vorher in Kühlungsborn zu einem Captains-Dinner eingeladen hatte, empfing das Boot und machte es persönlich fest. Damit ist das von Haufe über mehrere Jahre vorbereitete Großprojekt endgültig beendet.

Allein um das Boot für die Weltumseglung vorzubereiten, hatte Skipper Jan Schäper gemeinsam mit einem Techniker ein Jahr lang das Schiff umgebaut. Die Sessel im Salon wurden entfernt und durch eine Werkbank, Stauraum für Lebensmittel, Kühlschrank und Gefrierschrank ersetzt. Der Tisch im Cockpit musste verschwinden, um der Crew an Bord mehr Bewegungsfreiheit zu ermöglichen. Im Heck wurde zur Sicherheit der Segler ein Stahlkäfig angebracht. Solarzellen, ein Windgenerator , ein Hydrogenerator und eine Entsalzungsanlage wurden installiert, um die autarke Versorgung mit Strom und Frischwasser zu sichern. Und damit die Crew auch über größere Entfernungen Funkverbindung aufnehmen konnte, mussten eine Kurzwellenanlage und eine neue Antenne eingebaut werden. 150 000 Euro investierte Bootseigner Michael Haufe in den gesamten Prozess.

Im August 2013 segelte Jan Schäper dann von Warnemünde zur Karibikinsel St. Lucia, wo Haufe zustieg. Dort begann die Atlantik-Rallye, eine Wettfahrt mit knapp 50 Booten rund um die Welt, die vom englischen World Cruising Club veranstaltet wird.

Haufe, 44, hatte sich mit der Weltumseglung einen persönlichen Traum erfüllt. Schon als Kind habe er vom Abenteurer Thor Heyerdahl geschwärmt, schon als Jugendlicher in der DDR habe er in den besten Surfgebieten der Welt surfen wollen, sagt er. Haufe nutzte das Projekt aber auch beruflich. Als Gründer und Chef des Unternehmens „Teamgeist“, das Events und Teambuilding-Training für Unternehmen und Gruppen anbietet, habe er zeigen wollen, dass Freiheit und Unternehmertum vereinbar sind, und dass sein Unternehmen auch ohne ihn erfolgreich sein kann, sagt er. Haufe strukturierte zu diesem Zweck seine Firma neu, richtete sich auf der „Polaris“ ein mobiles Büro ein und lenkte über fast die gesamte Tour von dort aus die Teamgeist-Geschicke.

Über die Reise und sein Leben zwischen Abenteuer, Unternehmertum und Familie hält Haufe inzwischen Vorträge. Außerdem hat er gemeinsam mit der Marketing-Expertin Rietscher, die mit ihm auf der Polaris segelte, ein Buch geschrieben. Das Buch „Die Teamgeist-Story“ wird ab September erhältlich sein.

Verlosung : Die MAZ vergibt zehn Exemplare des Buches „Die Teamgeist-Story“. Interessierte können heute ab 15 Uhr anrufen unter 0 33 75/24 04 12.

Von Oliver Fischer

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