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Die Stadt ist am Zug

Bau des Radweges von Wernsdorf nach Neu Zittau in greifbarer Nähe Die Stadt ist am Zug

Die Chancen für den Bau des Radweges zwischen Wernsdorf und Neu Zittau standen noch nie so gut wie derzeit. Das Land Brandenburg hat Fördergelder in Höhe von einer halben Million Euro in Aussicht gestellt. Das setzt allerdings voraus, dass die Kommunen Königs Wusterhausen und Gosen-Neu Zittau ihre Hausaufgaben bei Kofinanzierung und Baurecht erledigen.

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An der Raddemo im Mai vorigen Jahres von Wernsdorf nach Neu Zittau nahmen mehr als 200 Bürger teil .

Quelle: Gerlinde Irmscher

Wernsdorf. Seit mehr als acht Jahren wird über den Radweg von Wernsdorf nach Neu Zittau diskutiert. Jetzt könnte er tatsächlich gebaut werden. Infrastrukturministerin Kathrin Schneider (parteilos) hat dafür noch in diesem Jahr Fördergelder in Höhe von einer halben Million Euro in Aussicht gestellt. Vorausgesetzt, die betroffenen Kommunen, Königs Wusterhausen sowie die Gemeinde Gosen-Neu Zittau im Amt Spreenhagen, erledigen ihre Hausaufgaben.

Die Gemeinde Gosen-Neu Zittau mit ihren über 3000 Einwohnern ist der Stadt Königs Wusterhausen schon einen Schritt voraus. Sie hat nach Angaben des Spreenhagener Amtsdirektors Hans-Joachim Schröder (parteilos) bereits seit drei Jahren 400 000 Euro für dieses Projekt in den Haushalt eingestellt. „Wir wollen diese Rennpiste mit ihrem starken Lkw-Verkehr unbedingt entschärfen“, sagt Schröder. Die Königs Wusterhausener Abgeordneten aber werden darüber erst mit dem Nachtragshaushalt am 13. Juli entscheiden. Insgesamt steht dabei über zwei Jahre eine Summe von 950 000 Euro zur Diskussion.

Diese Chance wollen die Mitglieder der seit vier Jahren bestehenden Projektgruppe Radwegebau innerhalb der AG Infrastruktur des Heimatvereins Wernsdorf-Ziegenhals keinesfalls verpassen. Sie rufen daher alle Wernsdorfer sowie die Radfans der Region am 13. Juni zur vierten Radtour von Wernsdorf nach Neu Zittau auf. „Wir wollen noch einmal unter Beweis stellen, welche Bedeutung dieser Radweg entlang der viel befahrenden L30 für unseren Ort hat“, sagt Vize-Ortsvorsteher Hans Dieckmann. Die Wernsdorfer sind an der Peripherie der Stadt Königs Wusterhausen auf die Infrastruktur des Amtes Spreenhagen sowie der Stadt Erkner angewiesen. Als Mitglied der Projektgruppe verweist Christian Otto-Wieczorek darauf, dass mehr als 35 Kinder an Schulen im Nachbarkreis lernen. Auch seine beiden Töchter besuchen das Gymnasium in Erkner. „Als Vater traue ich mich nicht, meine Kinder diese brenzlige Strecke mit dem Rad fahren zu lassen“, sagt er. Das sei einfach zu gefährlich.

Wernsdorf verfügt weder über Einkaufsmöglichkeiten noch eine Bankfiliale. Dafür sind die Bürger auf das nahe gelegene Gosen angewiesen. „Auch für den Tourismus ist dieser 2,8 Kilometer lange Radweg unerlässlich“, sagt Irene Welski. Hier könne das fehlende Bindeglied für den Dahme-Radweg durch Königs Wusterhausen entstehen sowie das Radwegenetz zwischen Schmöckwitz, Müggelheim und Rahnsdorf geschlossen werden. Außerdem gäbe es dann sowohl eine direkte Verbindung zum Europa-Radweg durch Erkner, als auch zum Spree-Radweg über die Gemeinde Gosen-Neu Zittau. Bereits im Mai 2014 übergaben die Wernsdorfer mehr als 500 Unterschriften an den damaligen Infrastrukturminister Jörg Vogelsänger (SPD), um dem Wunsch nach dem Bau des Radweges Nachdruck zu verleihen.

Jetzt allerdings ist Eile geboten, obwohl der Pressesprecher des Infrastrukturministeriums, Steffen Streu, auf Nachfrage sagt, dass die Fördermittel auch noch bereitstünden, wenn der erste Spatenstich nicht mehr in diesem Jahr erfolge. Amtsdirektor Schröder verweist darauf, dass zwar die Bauerlaubnis bezüglich der notwendigen Landkäufe vorliege, aber noch keine genehmigungsfähige Planung. „Aber wir können nicht nur immer vom Umweltschutz reden, sondern müssen auch etwas dafür tun, dass die Bürger das Auto tatsächlich stehenlassen“, sagt er.

Info: Treffpunkt Raddemo von Wernsdorf nach Neu Zittau am 13. Juni, 14 Uhr, auf dem Dorfplatz Wernsdorf.

Von Franziska Mohr

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