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Die Supertester von Anecom

Wildau Die Supertester von Anecom

Das Wildauer Unternehmen Anecom Aerotest feierte den 15. Geburtstag und hatte auch allen Grund dazu. Die Tester von Triebwerken und Turbinen sind weltweit gefragt. 200 Mitarbeiter aus 17 Nationen sorgen dafür. Chef Edmund Ahlers kündigte den weiteren Ausbau des Standortes an.

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Chef Edmund Ahlers (2.v.r.) holte bei der Jubiläumsfeier vier Mitarbeiter auf die Bühne, die wie er vom ersten Tag an dabei sind.

Quelle: Frank Pawlowski

Wildau. Das Wildauer Unternehmen Anecom Aerotest macht Flugzeugtriebwerke und Industrieturbinen effizienter und leiser. Weltweit sind Wissen und Fertigkeiten der Wildauer Spezialisten gefragt. Aber der Weg zum internationalen Überflieger war lang. „Wir haben acht bis zehn Jahre kein Geld verdient“, sagte Geschäftsführer und Mitgesellschafter Edmund Ahlers am Donnerstag bei der Feier zum 15. Firmenjubiläum.

Minister Albrecht Gerber lobte das Unternehmen bei seiner Festrede als „Mittelständler, wie er im Buche steht“

Minister Albrecht Gerber lobte das Unternehmen bei seiner Festrede als „Mittelständler, wie er im Buche steht“.

Quelle: Frank Pawlowski

Doch dann startete Anecom durch. Seit 2010 hat sich der jährliche Umsatz auf rund 30 Millionen Euro verdoppelt. Die Mitarbeiterzahl schnellte ebenfalls in die Höhe. 200 Frauen und Männer aus 17 Nationen arbeiten heute für Anecom. 20 Beschäftigte waren es bei der Gründung. Ahlers sprach von einer „soliden finanziellen Basis“, die geschaffen worden sei. Der Firmensitz im Luft- und Raumfahrtzentrum in der Freiheitstraße soll abermals erweitert werden, 30 neue Arbeitsplätze entstehen.

Landrat Stephan Loge gehörte zu den Gratulanten

Landrat Stephan Loge gehörte zu den Gratulanten.

Quelle: Frank Pawlowski

Zur Geburtstagsfeier im Festzelt auf dem Innenhof kamen rund 100 Besucher. Die Band „The Swingin’ Pops“ spielte Jazz und Swing. Auch sonst herrschte eine beschwingte Atmosphäre. Brandenburgs Wirtschaftsminister Albrecht Gerber (SPD) nannte Anecom einen „Mittelständler wie er im Buche steht“, würdigte das „herausragende Know How“. Anecom gewann zweimal den Lilienthalpreis für besonders innovative Ideen in der Luft- und Raumfahrt. Das Land förderte den Aufbau des Unternehmens mit neun Millionen Euro.

Die Band Swingin’ Pops spielte für die rund 100 Gäste

Die Band Swingin’ Pops spielte für die rund 100 Gäste.

Quelle: Frank Pawlowski

Mit einem überraschenden Spaß sorgte Gerber am Ende seiner Rede für großes Gelächter. Chef Edmund Ahlers sollte drei Zitate einzelnen Asterix-Geschichten zuordnen. Der Grund: drei Prüfstände wurden nach Figuren aus der berühmten Comic-Reihe benannt, deren Fan Ahlers ist. Spontan schaffte er das nicht, Mitarbeiter halfen ihm. „Wir sind dabei Chef!“, riefen sie ihm zu. Der Minister spendierte ein Fass Bier für die richtige Lösung.

Ein Dankeschön an die Mitarbeiter

Viel Beifall gab es, als Edmund Ahlers vier Mitarbeiter nach vorn rief, die mit ihm von der ersten Stunde an im Unternehmen sind. In seiner Rede zur Firmengeschichte bedankte er sich bei allen Beschäftigten. „Es ist wichtig, dass wir so gut zusammenarbeiten.“ Zu den Gratulanten gehörte Landrat Stephan Loge (SPD), der die Bedeutung des Unternehmens für die Region hervorhob. „Sie sind ein wichtiger Arbeitgeber und Ausbilder im Landkreis“, sagte er.

Gefragte Ausbildung bei Anecom

Bei Anecom werden Mechatroniker und Bürokaufleute ausgebildet, sieben Azubis sind derzeit im Unternehmen. Personalchefin Ute Vollmann berichtete, dass es an Bewerbern nicht mangelt. „Aber es ist schwierig, die passenden Leute zu finden.“ Sie müssten sehr flexibel sein. Schichtarbeit und die Bereitschaft zur Arbeit in Projekten und im Ausland werden erwartet. Das Unternehmen bildet derzeit zwei bis drei Jugendliche jährlich aus. „Wir überlegen, diese Zahl zu erhöhen“, sagte Ute Vollmann.

ASB-Landesgeschäftsführer Jürgen Haase am Wünschewagen, für den Anecom 3600 Euro spendete

ASB-Landesgeschäftsführer Jürgen Haase am Wünschewagen, für den Anecom 3600 Euro spendete.

Quelle: Frank Pawlowski

Ein besonderer Moment des Abends war die Übergabe einer 3600-Euro-Spende für den „Wünschewagen“ des Arbeiter-Samariter-Bundes. Todkranke Menschen können mit ihm ein letztes Mal einen Ausflug machen, den sie sich wünschen. Gerade brachte der Transporter eine 37-Jährige aus Königs Wusterhausen zum Tierpark nach Berlin, wo sie eine private Führung bekam, berichtete ASB-Landesgeschäftsführer Jürgen Haase. Kurz danach verstarb die Frau. Das Projekt startete erst vor einem Jahr und ist laut Haase schon ein großer Erfolg. Das soziale Engagement von Anecom wurde von allen Festrednern gewürdigt. So werden die Jugendarbeit der Netzhoppers und Wildauer Kitas unterstützt, ebenso wie die Stiftung Familien in Not.

Das Unternehmen wurde im Jahr 2002 aus dem Dahlewitzer Rolls-Royce-Werk ausgegründet, das Triebwerke produziert. Es werden aerodynamische und akustische Tests durchgeführt.

Von Frank Pawlowski

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