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Dahme-Spreewald Die Tafelbauer aus dem Schenkenländchen
Lokales Dahme-Spreewald Die Tafelbauer aus dem Schenkenländchen
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05:15 24.11.2016
Auf Stippvisite bei den Tafelbauern in Groß Köris: Amtsdirektor Thomas Koriath, Geschäftsführer Hans-Joachim Wittler, Wirtschaftsdezernent Wolfgang Starke, Vertriebsleiter Erik Potyka und Wirtschaftsförderer Gerhard Janßen (v. l.). Quelle: Josefine Sack
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Groß Köris

Was haben die Grund- und Oberschule in Groß Köris, die Universität München und sämtliche Schulen in Berlin und Brandenburg gemeinsam? Alle Bildungseinrichtungen beziehen ihre Tafeln von der Firma Wittler Visuelle Einrichtungen aus Groß Köris.

Seit 1992 ist der Familienbetrieb im Schenkenländchen mit einer zweiten Fertigungsstätte ansässig. Doch kaum jemand kennt die Tafelbauer, die in unmittelbarer Nähe zum Schulzensee entlang der Bahnstrecke auf rund 4000 Quadratmetern produzieren. Dabei ist die Firma Wittler mit knapp 60 Mitarbeitern über die Grenzen Deutschlands hinaus gefragt, liefert und montiert Tafelsysteme bis nach Polen und in die Schweiz – und das nahezu ohne Konkurrenz. Bundesweit gebe es derzeit noch etwa drei bis vier Tafelhersteller, erläutert Geschäftsführer Hans-Joachim Wittler beim Unternehmensbesuch der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Dahme-Spreewald.

Unternehmen rasant gewachsen

Wieso sich das Unternehmen ausgerechnet mitten im Schenkenländchen niedergelassen hat, will der Wirtschaftsdezernent des Kreises, Wolfgang Starke (SPD), bei der Stippvisite in den Groß Köriser Werkstätten wissen. Dafür muss der Firmenchef weiter ausholen. Sein Vater Heinz Wittler, ein gelernter Tischlermeister, hatte den kleinen Betrieb aus Rudow 1970 übernommen und groß gemacht. Produziert wurde anfangs noch mit vier Gesellen in einem Privatkeller. 1973 eröffnete der Betrieb seine Fertigungshallen im nahegelegenen Gewerbegebiet. Das Unternehmen wuchs rasant.

„Die Wendezeit war für uns eine traumhafte Zeit, überall wurden Schultafeln gebraucht“, erinnert sich Hans-Joachim Wittler, der 1983, nach seinem Abschluss zum Bauingenieur, in den väterlichen Betrieb kam. Nach und nach wurde es eng in Berlin-Neukölln. Durch Zufall hatten die Wittlers von einem Grundstück in der Seebadstraße in Groß Köris gehört. Doch daraus wurde nichts. Schließlich bekamen sie von der Treuhand den Zuschlag für das brach liegende Areal des früheren DDR-Betriebs VEB Zylinderschlosse, das ganz in der Nähe lag. Als die Wittlers das baufällige Bahngelände zum ersten Mal betraten, lagen dort tausende Fahrradschlösser verstreut.

Lohnende Investitionen

Zweieinhalb Millionen D-Mark investierte das Unternehmen in den Jahren 1992/93 am Standort für das zweigeschossige Produktionsgebäude. Heute werden 50 000 Quadratmeter Schreiboberfläche dort pro Jahr zu Schul-, Hörsaal- und Bürotafeln verarbeitet. „Das viel beschworene Ende der Kreidezeit hat sich nicht bewahrheitet. Gerade in Hörsälen nutzen Professoren nach wie vor am liebsten Kreide“, weiß Wittler aus Erfahrung.

Mit Whiteboards und interaktiven Tafeln ist der Betrieb dennoch fürs digitale Zeitalter gerüstet. Von den knapp 25 000 Tafeln, die das Unternehmen jährlich montiert, sind schon jetzt 60 Prozent interaktiv. Einen großen Wachstumsmarkt sieht Vertriebsleiter Erik Potyka – Wittlers Neffe soll die Firma einmal übernehmen – bei den Schulen: „Studien zufolge sind bislang nur zehn Prozent der Klassenzimmer in Deutschland interaktiv.“

Von Josefine Sack

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