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Die neuen Nachbarn kommen bald

Aslyunterkunft in Zernsdorf Die neuen Nachbarn kommen bald

Schon bald sollen Asylbewerber in Uckley unterkommen. Der Landkreis will in denn nächsten Tagen den Mietvertrag unterschreiben und dann einen Betreiber für die Unterkunft suchen. Auf einer Anwohnerversammlung informierten sich 200 Bürger über die aktuelle Lage. Landrat und Bürgermeister standen Rede und Antwort.

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Stellen sich der Diskussion: Bürgermeister Lutz Franzke (4.v.l), Landrat Stephan Loge (4.v.r) und Sozialdezernent Carsten Saß (3.v.r).

Quelle: Uta Schmidt

Zernsdorf. Seit der Diskussion mit 200 Einwohnern des Ortsteils Zernsdorf am Montagabend in der Turnhalle der Grundschule steht fest: Die Einrichtung des Übergangswohnheimes für Flüchtlinge und Asylbewerber mit 86 Plätzen im ehemaligen Sportzentrum Uckley ist für den Landkreis Dahme-Spreewald keine Option mehr, sie wird ab August zur Realität.

„In den nächsten Tagen werden wir mit dem Eigentümer der Immobilie den Mietvertrag abschließen, danach erfolgt die Suche nach einem Betreiber über eine Ausschreibung“, kündigte Landrat Stephan Loge (SPD) an. Die ersten Asylsuchenden sollen spätestens im September in der neuen Gemeinschaftsunterkunft begrüßt werden können.

Die künftigen Nachbarn der Einrichtung – vor allem aus Uckley – wollten es bei der Debatte genauer wissen: Welche Flüchtlingsgruppen werden erwartet? Wie sehen Sicherheits- und Versorgungskonzepte aus? Wie sind Schulen und Kitas auf die Aufnahme von Kindern vorbereitet? Und wie kann die medizinische Betreuung gewährleistet werden? Moderator der sachlich geführten Debatte mit den Vertretern des Landkreises, der Stadt sowie Bürgerinitiativen, war der ehemalige Leiter des Technologie- und Bildungszentrums Pätz (Tbz), Rainer Straube. Er konnte aus eigener Erfahrung von der Einrichtung der Gemeinschaftsunterkunft Pätz berichten, wo derzeit 154 Asylsuchende leben. „Der künftige Betreiber muss ein Konzept erarbeiten und realisieren, in dem auch alle Sicherheits- und Brandschutzfragen geklärt werden“, so Straube. Sozialdezernent Carsten Saß verwies auf die Ausstattung des Heims mit zwei Sozialarbeitern und Landrat Loge auf die Vermittlung der deutschen Sprache direkt in der Unterkunft. Gesine Liersch vom Arbeitskreis „Wohnheim Pätz“ schilderte Erfahrungen ehrenamtlicher Unterstützer: „Besonders willkommen sind Fahrräder. Die wichtigste Spende aber ist Zeit“, so ihr Rat an die Zernsdorfer, die ihre Hilfe für Asylsuchende in Aussicht stellten. Guido Weihmann vom FC Zernsdorf zum Beispiel erklärte, dass die Sportklubmitglieder eine Willkommenskultur entwickeln und die Menschen in den Verein integrieren möchten. „Dazu brauchen wir aber die Unterstützung durch die Stadt, beispielsweise wenn es um die Bereitstellung von Transporten geht.“

Nicht nur dazu fühle sich die Stadt verpflichtet, sagte Bürgermeister Lutz Franzke (SPD). Man könne nicht alles über das Ehrenamt abwickeln. „Das wird nicht die letzte Veranstaltung zu diesem Thema sein. Die Frage, wo in Zukunft Menschen sinnvoll untergebracht und betreut werden, wird Verwaltung, Bürger und Abgeordnete weiter beschäftigen. Die Lösungen werden nicht immer ideal sein“, so Franzke. Weitere Standorte würden derzeit in der Stadt untersucht. Das Gelände an der Jugendarrestanstalt soll mit modularen Unterkünften ausgestattet werden, wo Anfang 2016 weitere Flüchtlinge und Asylbewerber ein Heim finden können.

Landrat Loge weiß indes schon: „Wir werden zum Jahresende für 200 Personen noch keine Unterbringung haben“. Er kündige dafür einen Notfallplan unter anderem mit der Einrichtung von Turnhallen an, möchte aber darauf möglichst nicht zurückgreifen müssen. Vor der Eröffnung der Gemeinschaftsunterkunft in Uckley werde ein Tag der offenen Tür veranstaltet. Dabei könnten sich die Zernsdorfer über Ausstattung und Betreuungskonzept des Heims direkt vor Ort informieren

Von Uta Schmidt

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