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Die vier Kirchenfreunde

Quartett kümmert sich um Areal der Martin-Luther-Kirche Die vier Kirchenfreunde

Vier Rentner kümmern sich in Zeuthen darum, dass der Platz um die Martin-Luther-Kirche immer schön gepflegt ist. Sie pflegen das Areal nicht nur, sie schützen die Kirche auch vor Metalldieben

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Klaus Berkhauer, Klaus Schnabel, Jean-Peter Nicolas und Reinhold Warnat (v.l.) beschneiden mit vereinten Kräften die Hecke vor dem Haupteingang der Martin-Luther-Kirche in Zeuthen.

Quelle: Franziska Mohr

Zeuthen. Es regnet ein wenig. Doch das scheint Klaus Berkhauer, Jean-Peter Nicolas, Klaus Schnabel und Reinhold Warnat nicht sonderlich zu stören. Sie alle packen zu, um die Hecke unweit vom Haupteingang der Martin-Luther-Kirche kräftig zu beschneiden. Wenige Meter weiter harken Jürgen Birkhahn, Ullrich Meyer und Fritz Hölzner das Laub zusammen.

Einige der rüstigen Rentner kennen sich schon von klein auf. Daher musste sie der ehemalige Kantor Reinhold Warnat auch nicht lange bitten, als er sie mit dem Beginn seines Ruhestandes im Jahr 2006 fragte, ob sie ihm nicht helfen wollten, das vernachlässigte Grundstück rund um die Martin-Luther-Kirche in Ordnung zu bringen. Seither findet sich die muntere Truppe von März bis Mitte November jeden Donnerstag ab 9 Uhr für drei Stunden zusammen, um zu pflanzen, zu harken, zu bauen und selbstverständlich auch ein wenig über dieses und jenes zu plaudern.

„Wir legten auch den großen Mittelweg zum Haupteingang der fast 100 Jahre alten Kirche an, um ein wenig Struktur in das Grundstück zu bringen“, berichtet Warnat. Anfangs habe man fast nur Wildwuchs vorgefunden. Heute ähnele das Areal einem kleinen Park. Hinter dem Gemeindesaal markieren selbst verlegte Platten einen kleinen Grillplatz, wachsen Flieder, Rhododendron und andere Sträucher.

Selbst im Kampf gegen die Kupferdiebe fiel den Männern, die alle ein gestandenes Berufsleben hinter sich haben, etwas wirksames ein. Nachdem die Täter gleich zweimal die teuren Kupferrohre entwendet hatten, wäre Warnat zufolge ein dritter Versuch Sünde gewesen. Deshalb verwendeten die Vier für die Fallrohre kurzerhand Kunststoff und passten die unterschiedlichen Rohr-Durchmesser an. Seither blieb die Kirche zumindest von den Kupferdieben verschont, nachdem Langfinger zuvor sogar die Dreistigkeit besaßen, das von den fleißigen Männern gesetzte Zauntor auszubauen.

Auch Ahorn, Buche und eine gestiftete Libanon-Zeder haben die Männer gepflanzt. „Ich bin in dieser Kirche schon getauft worden, habe hier geheiratet. Das ist einfach meine Kirche“, begründet der Senior Jean-Peter Nicolas sein ehrenamtliches Engagement für die Pflege des Kirchenareals. Ähnliches sagen auch Fritz Hölzner und Ullrich Meyer.

Die Verteilung der Aufgaben bedarf keiner großen Worte. Jeder in der Truppe sieht selbst, was zu tun ist. So sagt Fritz Hölzner ganz selbstverständlich, dass er den Rasen in diesem Jahr wohl doch noch einmal mähen muss. Und Joachim Kausmann greift schon wieder zur Harke: „Drei Stunden sind schnell um“, betont der Senior und Arbeit gebe es hier mehr als genug. Verstärkung ist immer willkommen. Und wenn sie auch einmal weiblich ist, so hätten die Herren sicher nichts dagegen.

Von Franziska Mohr

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