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Dahme-Spreewald Diebstähle am Bahnhof bleiben Problem
Lokales Dahme-Spreewald Diebstähle am Bahnhof bleiben Problem
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00:19 17.06.2017
Am Bahnhof Königs Wusterhausen wurden seit 2015 fast 400 Fahrräder gestohlen. In diesem Jahr sind es bisher 39. Quelle: Gerlinde Irmscher
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Königs Wusterhausen

Die Lage am Bahnhof in Königs Wusterhausen hat sich nach den Massenschlägereien im Frühjahr wieder spürbar entspannt. „Es gab seither keinen sicherheitsrelevanten Vorfall mehr“, sagte der Leiter der Polizeiinspektion Dahme-Spreewald, Christian Hylla der MAZ.

Polizei-Einsätze zeigten Wirkung

Die Schlägereien mit bis zu 40 Personen hatten Passanten verschreckt und in der Bevölkerung für große Verunsicherung gesorgt. Es gab Verletzte, teilweise gingen die Streithähne mit Holzlatten aufeinander los. Beteiligt waren größtenteils Flüchtlinge, auch einige Deutsche. Polizei und Bundespolizei griffen massiv ein, waren an mehreren Tagen in der Woche am Bahnhof mit zahlreichen Einsatzkräften präsent. „Wir bekamen viele Rückmeldungen. Die Menschen waren dankbar, dass wir da waren. Sie fühlten sich sicherer“, berichtet Christian Hylla. Die Polizei hat den Bereich weiter im Blick, führt wöchentlich noch sporadische Kontrollen durch.

Revierdienst-Koordinatorin Marlene Vogel und der Leiter der Polizeiinspektion Dahme-Spreewald, Christian Hylla, beim Gespräch in der MAZ-Redaktion. Quelle: Gerlinde Irmscher

Den Erfolg des Einsatzes führt Hylla auch auf die beharrliche Aufklärungsarbeit seiner Beamten bei den Flüchtlingen zurück. Das preisgekrönte Projekt der Polizeiinspektion und des Landkreises hat zum Ziel, Eskalationen zu vermeiden. So gibt es beispielsweise einen Whats-app-Kontakt zwischen Polizei und Flüchtlingsheimen. In den Integrationskursen informieren Beamte über die Arbeit der Polizei und bieten Hilfe an.

Videoüberwachung für den Bahnhofsvorplatz im Gespräch

Die Vorbeugung ist nach Ansicht von Christian Hylla überhaupt der Schlüssel für mehr Sicherheit und Ordnung in der Stadt. Für den Bahnhofsvorplatz wird derzeit laut Hylla eine Videoüberwachung diskutiert. Der Polizeichef betont aber, dass dadurch Straftaten allenfalls besser aufgeklärt, weniger verhindert werden können. Er setzt vor allem auf eine engere Zusammenarbeit mit den Kommunen, die originär für die öffentliche Sicherheit und Ordnung zuständig seien. Den Königs Wusterhausener Präventionsrat nennt er als gutes Beispiel. Gremien wie diese wünscht er sich in mehr Kommunen, vor allem in den großen Ballungsräumen. „Dann wäre schon viel gewonnen.“ Eine Stärkung der Ordnungsämter sei aus Sicht der Polizei ebenfalls wünschenswert.

Autoknacker-Bande treibt ihr Unwesen

Die Diebstähle am Bahnhof Königs Wusterhausen bleiben ein Problem. Seit Jahresbeginn sind von den Parkplätzen in der Storkower Straße elf Autos gestohlen worden, hauptsächlich der Marken VW und Audi, außerdem japanische Marken. Es gab fünf versuchte Diebstähle. Die Taten ereignen sich laut Hylla grundsätzlich tagsüber. „Wir gehen davon aus, dass es sich bei den Tätern um osteuropäische Banden handelt“, so der Polizeichef. „Hier bitten wir die Bevölkerung ausdrücklich um Mithilfe, uns jede verdächtige Person oder Fahrzeuge schnell zu melden, idealerweise mit Kfz-Kennzeichen oder kurzer Personenbeschreibung.“

Fast 400 Fahrräder seit 2015 gestohlen

Seit 2015 wurden am Bahnhof 398 Fahrräder gestohlen, allein im vorigen Jahr waren es 277, in diesem Jahr bis Ende Mai bisher 39. Auch hier bittet die Polizei die Passanten, besonders aufmerksam zu sein und rasch Hinweise zu geben, wenn ihnen etwas Ungewöhnliches auffällt.

In Königs Wusterhausen gibt es acht Revierpolizisten, die Ansprechpartner für Einwohner und Behörden sind. Auf der Internetseite polizei.brandenburg.de sind ihre Kontaktdaten veröffentlicht. Koordinatorin für den Revierdienst ist Marlene Vogel.

Von Frank Pawlowski

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