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Dahme-Spreewald Diese Fragen wirft der Unfall auf der A10 auf
Lokales Dahme-Spreewald Diese Fragen wirft der Unfall auf der A10 auf
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00:16 28.11.2017
Bei dem Unfall ist ein Lkw schwer beschädigt worden, er verlor seine Ladung – Farbeimer Quelle: aireye
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Niederlehme

Ein schwerer Unfall hat am Freitagmorgen auf der Autobahn 10 zwischen Königs Wusterhausen und Niederlehme für Stunden den Verkehr in der Region lahmgelegt. Bis zum frühen Nachmittag bildeten sich lange Staus auf den Umfahrungsstrecken. Kleinere Unfälle in Bestensee und am Schönefelder Kreuz verschärften die Lage noch. Auf der Karl-Marx-Straße in Wildau reichte der Rückstau vom Kreisverkehr an der Bergstraße zeitweise bis zum Volkshaus.

Schwerer Unfall in den Morgenstunden

Am Freitagmorgen gegen 7 Uhr hatte ein Lkw-Fahrer auf der A10 zwischen den Anschlussstellen Königs Wusterhausen und Niederlehme einen Pannen-Lkw auf dem Standstreifen übersehen, diesen seitlich gestreift und dann einen Pkw gerammt. Bei dem Unfall wurden vier Fahrzeuginsassen verletzt, einer davon schwer. Ein Rettungshubschrauber war im Einsatz.

Viel Verkehr zwischen Königs Wusterhausen und Wildau am Freitagmittag nach dem Unfall auf der A10 bei Niederlehme am Morgen Quelle: Frank Pawlowski

Die Plane am Lkw des Verursachers wurde seitlich aufgerissen und die Ladung – Eimer mit weißer Wandfarbe – über alle Fahrbahnen in Richtung Dreieck Spreeau verteilt. Der Autobahnabschnitt wurde voll gesperrt. Erst gegen 15 Uhr konnten zwei der drei Fahrbahnen wieder freigegeben werden. Zwischenzeitlich war Königs Wusterhausen nur über Mittenwalde einigermaßen staufrei zu erreichen.

Wildaus Bürgermeister sieht Land und Bund in der Pflicht

Das Verkehrschaos in umliegenden Orten nach Autobahn-Unfällen wie diesen gehört fast schon zur Normalität. Doch Kommunalpolitiker wollen das nicht mehr hinnehmen. Wildaus Bürgermeister Uwe Malich (Linke) fordert seit langem Maßnahmen, um die Zahl der Unfälle auf der viel befahrenen A10 zu reduzieren. „Das Land und der Bund müssen ihre Pflichten erfüllen. Wildau und Königs Wusterhausen können doch keine Ersatzautobahn bauen“, sagte er Freitagnachmittag, die MAZ erreichte ihn telefonisch in einer Reha-Klinik. Die Verkehrsbelastung auf der Autobahn sei sehr hoch. „Wir in den Kommunen sind die Leidtragenden“, beklagte er. Malich fordert eine bessere Analyse und Prävention.

Bündnisgrüne fordern Unfall-Analyse

Ähnlich äußerte sich der bündnisgrüne Kreisvorsitzende Andreas Rieger. Er bezog die A113 in Richtung Dresden mit ein. „Gefühlt passieren dort überdurchschnittlich viele Unfälle. Das müsste unbedingt einmal analysiert werden“, sagte er. Rieger forderte ebenfalls Maßnahmen gegen Unfälle. Polizeisprecher Lutz Miersch sagte, auf der Autobahn in Richtung Frankfurt (Oder) sei das Verkehrsaufkommen auf einem „gleichbleibend hohen Niveau“. Zum Unfallzeitpunkt am Freitagmorgen sei es sogar das höchste in der ganzen Woche, weil auch noch der Wochenendverkehr hinzu komme.

Unfallkommission soll sich mit dem Thema beschäftigen

Der Abschnitt, in dem der Unfall passierte, ist eine lange, gerade Strecke und gut einsehbar. Dass es dort und anderswo trotzdem immer wieder kracht, hat nach Ansicht von Miersch oft auch mit mangelnder Aufmerksamkeit zu tun. Mit entsprechenden Schildern könne man Autofahrer dazu auffordern, das sei aber Sache des Straßenverkehrsamtes. Miersch regte an, die Autobahn-Unfälle in der Unfallkommission des Kreises zu thematisieren. Bei der Prävention könnten Unfallgefahren eine größere Rolle spielen, ähnlich wie bei den Aufklärungskampagnen zum Enkeltrick oder zu Einbrüchen.

Zum Autobahn-Einsatz rückten Feuerwehrleute aus Königs Wusterhausen und Niederlehme aus.

Von Frank Pawlowski

Auf der Autobahn 10 und rund um Niederlehme (Dahme-Spreewald) haben sich nach einem Unfall chaotische Szenen abgespielt. Die Autobahn ist stundenlang gesperrt worden. Die Folge: kilometerlange Staus, auch auf den Nebenstraßen war kein Durchkommen mehr. Insgesamt sind fünf Menschen verletzt worden.

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