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Dahme-Spreewald Doch keine Abiturstufe im Schenkenländchen
Lokales Dahme-Spreewald Doch keine Abiturstufe im Schenkenländchen
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07:28 09.02.2018
Die Grund- und Oberschule Schenkenland in Groß Köris wird doch nicht zur Gesamtschule mit Abiturstufe. Quelle: Karen Grunow
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Königs Wusterhausen

In Groß Köris wird es nun doch keine Möglichkeit für Schüler geben, das 13-jährige Abitur zu machen. Das Bildungsministerium lehnt die Einrichtung der vom Kreistag beschlossenen Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe (Gost) ab, wie Schenkenländchens Amtsdirektor Thomas Koriath mitteilte. „Die allseits ausgerufene Stärkung des ländlichen Raumes bleibt somit ein reines Lippenbekenntnis der Politik. Die Leute fühlen sich wieder einmal an der Nase herum geführt“, kommentierte er die Entscheidung.

Land urteilt abschlägig

Koriath rechnet in den nächsten Tagen mit dem schriftlichen Bescheid. Bei einer Beratung in Potsdam war das Abi für Köris kürzlich schon mündlich „abschlägig beurteilt“ worden, wie er sagte. Der Kreistag wollte die Gost unbedingt im Schenkenländchen haben, um das Angebot zwischen Lübben

Amtsdirektor Thomas Koriath ist entsetzt, kritisiert die Entscheidung gegen Groß Köris scharf. Quelle: Karen Grunow

und Königs Wusterhausen zu verbessern. Doch im Streit um die Schülerzahlen blieb das Land hart. Es bestand laut Koriath darauf, dass vier siebte Klassen in der Abiturstufe vorhanden sein müssen. Dafür gibt es derzeit nicht genügend Schüler. Die Kreispolitiker wollten deshalb mit zwei Klassen beginnen, verwiesen auf die positiven Prognosen der Schülerzahlen für Groß Köris in den kommenden Jahren.

CDU will Sondergenehmigung erwirken

Die Fraktionschefin von SPD/Grüne, Sylvia Lehmann (SPD), steht dazu. „Die geforderte Vierzügigkeit steht nicht im Gesetz. Das ist für mich immer noch der Knackpunkt“, sagte sie der MAZ. Zur Fraktionssitzung am kommenden Montag soll Bildungsstaatssekretär Thomas Drescher zur Rede gestellt werden. CDU-Fraktionschef Michael Kuttner erklärte: „Wir finden die Entscheidung nicht gut." Seine Fraktion wolle die Landtags- und Bundestagsabgeordneten der Region bitten, „auf höchster politischer Ebene“

Die Herder-Oberschule in Königs Wusterhauen soll Sitz der neuen Gesamtschule mit Abistufe werden. Die beiden Oberschulen der Stadt werden in zwei Jahren aufgelöst. Quelle: Gerlinde Irmscher

für Groß Köris eine Sondergenehmigung zu erwirken. Die bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Karin Weber, glaubt hingegen, dass ein Abi in Groß Köris weiter möglich ist. „Die Absage betrifft das kommende Schuljahr. Da hätten wir sowieso noch nicht starten können.“ Sie rechnet damit, das spätestens ab dem Schuljahr 2021/22 die Gost kommen wird. Laut Bildungsdezernent Carsten Saß (CDU) ist das durchaus möglich. Mit dem Land sei vereinbart worden, die Schülerzahlen jährlich zu prüfen. Ein Novum bei der fünfjährigen Schulplanung.

Groß Köriser sind geschockt und enttäuscht

In Groß Köris ist man hingegen geschockt über das Abi-Aus. Bürgermeister Marco Kehling (parteilos) sagte: „Ich bin traurig und enttäuscht.“ Im Gemeinderat am kommenden Montag soll über das weitere Vorgehen beraten werden. Der geplante Ausbau der Schule ist nun fraglich. Gemeindevertreterin Margret Keller (CDU) äußerte die Sorge, dass sogar der Oberschulstandort gefährdet sein könnte. Denn in Königs Wusterhausen wird es spätestens in zwei Jahren eine neue Gesamtschule mit Abistufe geben. „Wir müssen mit Abwanderung rechnen. Es ist unverständlich, dass man den ländlichen Raum übergeht und in Ballungszentren die Bildungsangebote weiter konzentriert werden“, sagte sie.

Von Frank Pawlowski

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