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Dahme-Spreewald Selbstgemachtes mit Pfiff
Lokales Dahme-Spreewald Selbstgemachtes mit Pfiff
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07:11 04.08.2018
Aus Johannisbeeren wird „Hexenblut“: Cornelia Noack kocht Konfitüre. Quelle: Franziska Mohr
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Dolgenbrodt

Für die schönen Dinge des Lebens, vor allem all die, die man sich auf der Zunge zergehen lassen kann, hatte Cornelia Noack schon immer etwas übrig. Auf Reisen oder bei längeren beruflichen Aufenthalten in Frankreich und England schaute sich die 55-Jährige daher längst nicht nur nach reizvollen Bauwerken oder Landschaften, sondern auch nach kulinarischen Leckerbissen um. Raffinierte Speisen zubereiten und dabei auch allerlei auszuprobieren für den richtigen Pfiff – das war schon immer ihre Leidenschaft.

Freunde wissen längst, dass ihnen Cornelia und Peter-Joachim Noack immer etwas mit einer besonderen Geschmacksnote auf den Tisch stellen: Erdbeer-Ketchup beispielsweise oder Olivenöl mit Chili. „Den meisten schmeckte es lecker, so entstand vor drei Jahren die Idee, als eine Art Hobby all diese Kreationen auch anderen anzubieten“, sagt Cornelia Noack, die sich inzwischen selbst als „Genusshandwerker“ bezeichnet.

Immer am Wochenende gibt es die Produkte der „Genusshandwerker“ direkt am Dahme Ufer in Dolgenbrodt. Quelle: Franziska Mohr

Am Anfang standen drei Produkte

Begonnen hat die Dolgenbrodterin, die vor sieben Jahren aus Bad Homburg nach Brandenburg zog, mit nur drei Produkten: der Himbeer-Phantasie mit Schoko, der Schwarzwälder-Kirsch-Konfitüre mit Marzipan und Schokolade sowie dem Erdbeertraum mit Geheimnis. Bloß nicht weitersagen: Dahinter steckt die in Südamerika wachsende Tonkabohne, die geschmacklich der Vanille ähnelt, für Feinschmecker aber auch eine kleine Rumnote enthält. „Dieser Erdbeer-Traum ist noch immer der Renner“, sagt Cornelia Noack.

Und das, obwohl ihr Angebot inzwischen stolze 85 Produkte umfasst. Dafür hat sie sogar Stammkunden am Bodensee. Über das ganze Jahr betrachtet, verarbeitet Cornelia Noack, tatkräftig unterstützt von ihrem im Ruhestand befindlichen Mann, etwa 35 verschiedene Fruchtsorten. Saisonabhängig versteht sich.

Die neueste Konfitüre heißt „Hexenblut“

Augenblicklich werden in dem auf ihrem Grundstück befindlichen Anbau, der „Dolgenmanufaktur“, vor allem Johannisbeeren verarbeitet. Dabei entstand wieder eine neue Konfitüre – „Hexenblut“. Dahinter verbirgt sich ein spezieller Mix aus roten und schwarzen Johannisbeeren. Im September bringen die Noacks dann von der Ostsee Hagebutten und Sanddorn mit.

Bei den Konfitüren ist es aber längst nicht geblieben. Als leckere Zutaten, unter anderem für Dressings, halten die „Genusshandwerker“ auch diverse Balsam-Essige, darunter Zitrone-Lavendel-Balsam-Essig und Crema-Balsamico-Mango, sowie Kräuter- und Olivenöle mit Orangen oder Steinpilzen bereit. Kenner schwören auch auf die Liköre der Noacks, in denen sie auch Kräuter aus ihrem Garten sowie Wildblüten verarbeiten.

Jedes Glas ist von Hand beschriftet

Und wer Speisen besonders pikant würzen möchte, der sollte das Rhabarberchutney, das Meersalz mit Limone und Rosmarin oder den Erdbeerketchup probieren. Etwa 70 Prozent aller Produkte basieren auf der kulinarischen Phantasie und dem geschulten Geschmack der Dolgenbrodter Genusshandwerkerin Cornlia Noack. Anregungen holt sie sich aber auch aus dem Internet sowie bei der Lektüre einschlägigen Fachzeitschriften.

Dolgenmanufaktur bedeutet für die Noacks Handarbeit pur. Jedes Glas, jede Flasche beschriftet Cornelia Noack noch einzeln mit der Hand. Täglich etwa drei Stunden frönt sie ihrem Genusshandwerk, während der Erdbeer- oder Kirschernte werden es aber auch schon mal acht oder neun Stunden.

Die handgemachten Produkte vertreiben die Dolgenbrodter immer am Wochenende direkt vor ihrem Haus am Dahme Ufer 9a in Dolgenbrodt – jeweils ab 11.30 Uhr – sowie über den Regionalmarkt Marktschwärmer im Familienladen Seifenblase in Wildau, Karl-Marx-Straße 114.

Von Franziska Mohr

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