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Dorfaue ist neu gepflastert

Kommunalpolitik in Bestensee Dorfaue ist neu gepflastert

Die Dorfaue in Bestensee ist fast fertig gepflastert. Nur an einigen wenigen Stellen fehlen noch Steine. Schon lange hatte die Gemeinde das vor; jetzt wurde das Projekt überraschend realisiert. Unklarheiten gibt es um die Bezahlung. Zunächst hatte Quasdorf erklärt, das Bauprojekt beauftragt zu haben. Jetzt soll es der Spreenhagener Vermehrungsbetrieb bezahlt haben.

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Kein Eintritt, aber Tribut

Die neue Dorfaue von Bestensee: Hier finden viele Veranstaltungen statt, darunter auch der Ostermarkt. Deswegen habe der Spreenhagener Vermehrungsbetrieb alles bezahlt.

Quelle: Müller

Bestensee. Die Dorfaue von Bestensee ist frisch gepflastert. Die gelben und roten Pflastersteine verändern das Erscheinungsbild. Noch sind die Arbeiten nicht ganz abgeschlossen. Es fehlen an einigen wenigen Stellen, an denen sich Anschlüsse zu den Medien befinden, noch die Steine. Auch der Rand wurde noch nicht fertig gestellt.

Gesprächsstoff im Ort

Eigentlich müssten sich im Ort alle über den neuen Platz freuen. Denn oft genug war der Platz ins Gerede gekommen, wenn es bei Veranstaltungen regnete und die Besucher hier im Morast versanken. Doch das Thema sorgte seit Tagen im Ort für Gesprächsstoff. Denn die Gemeindevertretung war nicht zuvor über die Maßnahme informiert worden. So wurde die Thematik bei der jüngsten Sitzung des Gemeinderates von Bürgermeister Klaus-Dieter Quasdorf (parteilos) unter dem Tagesordnungspunkt Informationen selbst angesprochen. „Bei der Problematik sind mir Fehler unterlaufen“, erklärte der Gemeinde-Chef. Das könne jedem passieren. Die dafür notwendigen finanziellen Mittel seien nun doch keine Investition der Gemeinde, sondern der Spreenhagener Vermehrungs betrieb für Legehennen – kurz Landkost-Ei – habe nunmehr die Finanzierung übernommen. Quasdorf begründete dies damit, dass das Unternehmen den Platz für Veranstaltungen, darunter auch der alljährlich stattfindende Ostermarkt, nutzen würde.

Andere Aussage beim MAZ-Leserstammtisch

Allerdings steht diese Aussage im Gegensatz zu Quasdorfs Ausführungen, die er wenige Tage zuvor beim MAZ-Leserstammtisch im Königlichen Forsthaus in Bestensee getroffen hatte. Dort war der Bürgermeister ebenfalls von Renate Treichel, die stets bei den Gemeindesitzungen anwesend ist, nach den Pflasterarbeiten auf der Dorfaue gefragt worden. Hier sprach der Bürgermeister noch von einem „kostengünstigen Angebot“, weswegen er den Auftrag sofort ausgelöst habe. Da die Summe unter 25 000 Euro lag, habe er das Recht als Bürgermeister selbst zu entscheiden, ob die Dorfaue gepflastert wird oder nicht. Allerdings hat Bestensee nach wie vor keinen genehmigten Haushalt für 2017. Bei der Sitzung der Gemeindevertretung am Dienstag sprach Quasdorf davon, dass er bewirkt habe, dass das Rechnungsprüfungsamt nun schneller an den Bes-tenseer Unterlagen arbeite, damit die Eröffnungsbilanz aufgestellt werden kann. Denn diese ist Voraussetzung dafür, dass der Haushalt 2017 genehmigt werden kann. Doch ohne diese Genehmigung dürfte Bestensee keine Investitionen tätigen. Der Gemeinde wäre einzig erlaubt, bereits begonnen Vorhaben fortzuführen.

Wieder Alleingang des Bürgermeisters

„Das muss der Bürgermeister bemerkt haben“, mutmaßt Thomas Irmer (SPD), der auch nicht so recht nachvollziehen kann, wie es sich genau es sich mit der Finanzierung der Pflasterung der Dorfaue verhält. Jürgen Ostländer (Plan B) findet es erst einmal klasse, dass die Dorfaue befestigt wird. Was er nicht gut finde, sei der erneute Alleingang des Bürgermeisters: „Wir wollen ja, dass die Sachen gemacht werden“, so Ostländer, nur sollten die Bürger mit ins Boot geholt werden. So wie das momentan in Bestensee verlaufe, habe das nichts mehr mit Demokratie zu tun. Er verweist auch auf die Prioritätenliste, die beschlossen worden sei. Normalerweise wären da auch erst einmal andere Projekte wie der Fußballplatz an der Reihe gewesen. „Die Sache ist für mich noch nicht vom Tisch“, so der Mann von Plan B. Er will dem Prozedere genau nachgehen und weiter für mehr Transparenz bei den politischen Entscheidungen sorgen. Auch Thomas Irmer hat sich schon bei der Kommunalaufsicht des Landkreises nach den rechtlichen Grundlagen erkundigt und will hier am Ball bleiben. Michael Kuttner (CDU) will sich die Dorfaue nun erst einmal ansehen und der Finanzierung auf den Grund gehen.

Von Andrea Müller

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