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Dahme-Spreewald Dritter Anbau für Grundschule
Lokales Dahme-Spreewald Dritter Anbau für Grundschule
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02:17 09.08.2015
Einst totgesagt wird die Grundschule in Töpchin 2016 voraussichtlich erneut einen Anbau erhalten. Quelle: Franziska Mohr
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Töpchin

Die Schule in Töpchin sollte aufgrund ihres schlechten baulichen Zustandes schon in der DDR geschlossen werden. Die Toiletten befanden sich auf dem Hof und die Klassenzimmer wurden mit Kachelöfen beheizt. Mit dem Geburtenknick nach der Wende schien das Schicksal der 1901 eröffneten Schule endgültig besiegelt, wäre da nicht die inzwischen verstorbene Schulleiterin gewesen, deren Name noch heute jeder in Töpchin kennt – Reinhild Petereins.

Sie gehörte zu den Mitinitiatoren des bundesweiten Projektes „Kleine Grundschule“ mit jahrgangsübergreifendem Unterricht, das die Schule im Dorf rettete. Vor allem ihr sowie der jetzigen Schulleiterin Steffi Köhler ist es daher zu verdanken, dass die Stadt Mittenwalde für die Töpchiner Grundschule nun schon über die dritte Erweiterung nachdenkt. Nach dem Ausbau um die Jahrtausendwende sowie dem Anbau eines Lifts wurde erst vor fünf Jahren ein knapp 700 000 Euro teurer Anbau, der neben einem Klassenraum auch einen Sinnes- und Entspannungsraum beinhaltet, eröffnet. Für die derzeit etwa 130 Mädchen und Jungen ist die Schule aber dennoch zu klein. Zumal sie sich in der Region als Vorreiter der Inklusion und damit der „Schule für alle“ profiliert hat. Eine Arbeitsgruppe aus Mitgliedern des Sozialausschusses sowie der Verwaltung prüfte jetzt verschiedene Varianten. Die derzeitigen Planungen sehen nach Angaben des Mittenwalder Bauamtsleiters Marek Kleemann für 2016 den Anbau von weiteren drei großen Klassenräumen mit jeweils 50 bis 60 Quadratmetern vor. Außerdem soll der denkmalgeschützte Altbau einer energetischen Sanierung unterzogen werden, bei der unter anderem die Heizungsanlage sowie die Fenster an moderne Standards angepasst werden. Die Schulleiterin erhält nach dem Umbau endlich ein eigenes Büro, das sie sich jetzt noch mit der Sekretärin teilt.

Für Diskussionen sorgte in der Arbeitsgruppe auch die Gestaltung der Fassade. Nachdem der Erweiterungsbau von 2010 nur eine weiße Putzfassade erhielt, die bei vielen Dorfbewohnern aber kaum auf Wohlwollen stieß, entschieden sich die Mitglieder der Arbeitsgruppe, dass der jetzige Anbau zumindest an der Giebelseite zur Märkischen Straße der bereits vorhandenen Bebauung angepasst wird. Er soll sich mit roten Klinkern in das Ortsbild einpassen. „Die Entscheidung über dieses insgesamt 670 000 Euro teure Bauprojekt treffen die Stadtverordneten mit der Beratung des Haushaltes 2016“, sagt Kleemann, er ist aber zuversichtlich.

Ein weiteres großes Projekt ist die Erweiterung des Feuerwehr-Gerätehauses in Schenkendorf-Krummensee. Dort hofft die Stadt auf eine EU-Förderung. Dabei will Kleemann zumindest die Planungskosten im Haushaltsplan 2016 verankern. Die Grundstückssicherung läuft bereits. Ortswehrführer und Ortsvorsteher erhielten dann eigene Büros und der alte Schulungsraum würde sich in einen Umkleide- und Sanitärtrakt verwandeln.

Von Franziska Mohr

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