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Dahme-Spreewald Dritter Sieg für Uwe Malich
Lokales Dahme-Spreewald Dritter Sieg für Uwe Malich
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21:25 15.10.2017
Uwe Malich (r., Linke) wurde 2001 erstmals zum Wildauer Bürgermeister gewählt und geht nun in seine dritte Amtszeit. Linken-Stadtverordneter Gert Müller gratuliert. Quelle: Gerlinde Irmscher
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Wildau

Der alte Bürgermeister von Wildau ist auch der neue. Amtsinhaber Uwe Malich (Linke) gewann die Stichwahl am Sonntag und geht in seine dritte Amtszeit. Er erhielt 2332 Stimmen, seine Herausforderin Angela Homuth (SPD) bekam 1775 Stimmen, so das vorläufige Wahlergebnis. Die Wahlbeteiligung lag bei 48,95 Prozent.

Angela Homuth (SPD) am Wahlabend zu Hause. Sie war enttäuscht über die Niederlege, aber zufrieden mit ihrem Ergebnis. Quelle: Gerlinde Irmscher

Der 64-jährige Malich traf kurz vor halb acht abends im Volkshaus ein. Einige Mitarbeiter warteten auf ihn. Als er die Etage betrat, auf der sein Büro liegt, umarmten sie ihn. Malich war gerührt, freute sich sichtlich. In einer ersten Reaktion sagte er erleichtert: „Es war ein sehr harter Wahlkampf für alle Beteiligten. Ich bin froh, dass er zu Ende ist.“

Malich will Ideen anderer Kandidaten aufgreifen

Dann schlug er sogleich versöhnliche Töne an. Er nannte es positiv, das von allen vier Bürgermeisterkandidaten viele gute Ideen eingebracht wurden. „Wir werden das aufbereiten und sehen, was wir umsetzen können.“ Erneut betonte er, das Wildau nur gemeinsam vorangebracht werden könne. Die Erweiterung der Grundschule, der Kita-Neubau und eventuell der Bau einer neuen Sporthalle nannte er als bevorstehende Aufgaben. „Aber auch der Straßenbau wird wichtig, vor allem in der Waldsiedlung.“

Wahlleiterin Simone Hein (l.) und ihre Stellvertreterin Heike Köhler in zentralen Wahlbüro im Rathaus. Simone Hein dankte allen ehrenamtlichen Wahlhelfern. Quelle: Gerlinde Irmscher

Seine Stichwahl-Kontrahentin Angela Homuth, die Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung ist, war enttäuscht, dass es für den Sieg nicht reichte. „Aber ich bin mit dem Ergebnis zufrieden. Es zeigt mir, dass ich auf dem richtigen Weg bin“, sagte die 54-Jährige am Abend. Ihre Kandidatur war von CDU und FDP unterstützt worden. Diese Parteien verfügen im Stadtrat gemeinsam mit der SPD über die Mehrheit.

Beim Sporthallenbau bahnt sich neuer Streit an

Homuth kündigte an, dass sie das in die Waagschale werden wird. „Es geht um Wildau. Projekte, die wichtig sind für die Stadt, werden wir unterstützen, andere erst einmal nicht.“ Den anvisierten Sporthallen-Neubau beispielsweise lehnt sie aus Kostengründen ab. Statt dessen plädiert sie für einen Hallen-Anbau an der Grundschule. Den Wahlabend verbrachte sie im Kreise der Familie.

Wahlbeteiligung geringer als in der ersten Runde

Die Wahlbeteiligung war wie erwartet viel geringer als in der ersten Runde am 24. September, bei der zugleich die Bundestagswahl stattfand. Damit die Stichwahl gilt, müssten mindestens 1720 der 8468 Wildauer Wahlberechtigten ihre Stimme abgeben. Die Grenze wurde mit 4154 Wählern deutlich überschritten, 4107 Stimmen davon waren gültig.

Dank an die ehrenamtlichen Wahlhelfer

Besondere Vorkommnisse gab es laut Wahlleiterin Simone Hein nicht. Gemeinsam mit ihrer Stellvertreterin Heike Köhler besetzte sie gestern im kleinen Sitzungssaal des Rathauses das zentrale Wahlbüro der Stadt. Hierhin meldeten die neun Wahllokale die Ergebnisse zunächst telefonisch. Helfer brachten später die Unterlagen vorbei. „Wir können unseren ehrenamtlichen Wahlvorständen nur danken“, sagte Simone Hein.

Am heutigen Montag um 17 Uhr tagt der Wahlausschuss öffentlich im Volkshaus (Zimmer 119), um das endgültige Ergebnis festzustellen.

Von Frank Pawlowski

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